Blog, Industrie 4.0

Vom Zusammenspiel zwischen Alten und Jungen

Man darf auch scheitern
In verschiedenen Gesprächen mit älteren Kollegen und Kolleginnen über die letzten Tage stelle ich eine gewisse Verunsicherung fest. Trotz einen Rucksack voller (Lebens-)Erfahrung mit unzähligen Ressourcen, haben sie das Gefühl den Anschluss verpasst zu haben. Für eine Neuausrichtung im Alter (ohne Leistungsdruck) fehlt das nötige Selbstvertrauen oder eine Portion «Frechheit». Besinnt man sich jedoch auf seine Stärken und Präferenzen gibt es viele Gelegenheiten, auf Augenhöhe im Team mit Jüngeren, relevante Projekte mit zu gestalten. Dazu muss man aus seiner Komfortzone ausbrechen und seine Fähigkeiten differenziert einsetzen. Nicht alles muss auf Anhieb gelingen, man darf auch scheitern. Stellen Sie Ihre Kompetenz zur Verfügung und erfahren Sie die Freude und Genugtuung neuer Herausforderungen. Engagieren Sie sich, registrieren Sie sich bitte auf «kompetenz60plus.ch», oder nehmen Sie den Kontakt auf per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Die folgende Zusammenfassung eines Interviews mit Michael Otto soll Ihnen aufzeigen wie das geht.

Firmensitz Otto Versand, Hamburg Hamm, ca. 1955

Michael Otto, Jahrgang 1943, Unternehmer
Als im Dezember 2018 der letzte Otto-Katalog gedruckt wurde, erschienen Nachrufe in den deutschen Zeitungen. Das über 1000 Seiten dicke Heft gehörte zu den Grundsteinen Nachkriegsdeutschlands. Seit diesem Jahr ist Otto digital über Partner auch in der Schweiz präsent. Michael Otto, Sohn des Firmengründers Werner Otto, hat aus dem Versandhandel, einem 70-jährigen Familienbetrieb aus Hamburg, den erfolgreichen Weltkonzern gemacht. Er hat sich sein ganzes Leben lang freudig mit neuen Entwicklungen beschäftigt und sieht darin unwahrscheinlich viele Chancen. Künstliche Intelligenz oder erweiterte Realität zum Beispiel setzt die Firma als Dienst am Kunden in vielen Bereichen ein. Die Otto Group erwirtschaftete im letzten Jahr 13,7 Mia. Umsatz mit 52 000 Angestellten weltweit.

Die Digital Natives sind den Älteren voraus
Im Interview mit Anja Jardine, NZZ vom 29.3.2019, spricht Michael Otto über die Gründe weshalb seine Firma den digitalen Wandel im Gegensatz zur Konkurrenz erfolgreich geschafft hat: Studien zeigen, dass das grösste Hemmnis für den Wandel zur digitalen Ökonomie im mittleren Management liegt, das Angst hat vor Statusverlust. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte sind wir in der Situation, dass die Jüngeren, die Newcomer, von einem Thema deutlich mehr versteht als ihre Vorgesetzten. Diese Umstellung ist in der Tat ein gewaltiger Prozess. Das mittlere Management tut sich darum am schwersten, weil es Kontrolle abgeben muss. Es ist nicht mehr in jedem Schritt involviert. Diese Manager sind mehr Coach, sie müssen den Rahmen, die Ziele vorgeben, aber dann loslassen. Otto hat am Hauptsitz ein Durchschnittsalter von unter 40 Jahren. Die Firma muss in junge Leute investieren.

Zentral ist das Zusammenspiel zwischen Alten und Jungen
Aber zentral ist das Zusammenspiel zwischen Alten und Jungen. Otto hat auch schon Pensionäre zurückgeholt – was auch von den Jungen sehr positiv angenommen wird. Der frühere Direktor im Finanzbereich, längst pensioniert, betreut heute tageweise ein junges Kulturwandel-Team, alle sind glücklich.

Kompetente «alte Füchse» gesucht
«kompetenz60plus.ch», die Plattform als Sammelbecken kompetenter Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen bewusst sind. Genaueres dazu erfahren Sie im doppelseitigen Beitrag von Ende Januar 2019 in der Schweizerischen Gewerbezeitung oder im Videoclip (3:43′) «FokusKMU» für das Lokalfernsehen vom Februar 2019. Bitte machen Sie mit, wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

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Disruptive Technologien im Alltag

Veränderung als Chance für «alte Füchse»
Über Nacht präsentierte sich die Plattform meines Emaildienstes in neuem Kleid. Vieles ist plötzlich anders, aber auch übersichtlicher, die Informationen sind vielschichtiger und ein Zurück zur «alten» Version gibt es verständlicherweise nicht mehr. Wir haben uns daran gewöhnt, unsere Systeme und Applikationen in immer kürzeren Intervallen aktualisieren zu müssen (oft zum Zeitpunkt wo wir sie wirklich brauchen – an der Migroskasse zum Beispiel), wenn dies nicht mittlerweile automatisch erfolgt. Auch neue Fahrzeuge sind von diesen Vorgängen im «Hintergrund» nicht mehr ausgenommen. «Selbstverständlich» und «gewohnt» war gestern, heute leben wir mit immer schnelleren Veränderungen die unseren Alltag beherrschen. Abgehängt werden nur diejenigen unter uns, welche sich damit schwer tun oder den Überblick verlieren. Wer sich jedoch weiterbildet, agil bleibt und die Zeichen der Zeit frühzeitig erkennt, muss sich keine Gedanken um die Zukunft machen. Noch ersetzt die Maschine den Menschen nicht. Gute Ideen und innovative Konzepte werden immer gefragt sein. Darin liegt auch die Chance für uns «Alten», die wir schon einiges gesehen und erlebt haben.

«The Vessel», Hudson Yards, New York City NY, 155 Treppenläufe, AP Photo/MarkLennihan

Weiterbildung ist kein IT-Projekt
Unter dem Titel «Der Anwalt wird digital – Maschinen erledigen gewisse Arbeiten besser als der Mensch» beschreibt die Autorin Zoé Baches, NZZ 26.3.2019, den weitreichenden Wandel in unserer Gesellschaft. Anwälte, Ärzte, auch Dienstleistungen wie Finanzen, Steuern, Buchhaltung oder Versicherungen sind immer mehr von den Fortschritten digitalisierter Prozesse betroffen. Moderne Software verändert die Arbeit von Juristen. Komplexe Fälle erfordern die Analyse von riesigen Datenmengen. Dafür setzen die Kanzleien zunehmend spezialisierte Computerprogramme ein. Die Maschine erledigt die Suche nicht nur schneller und billiger, sondern auch viel besser als ein Mensch. Das hat weitreichende Folgen für das Jobprofil der Anwälte. Nicht alle Technologien sind Eigenentwicklungen oder von Anbietern gekauft. Die Suchmaschine des Schweizerischen Bundesgerichts ist so gut, dass man diese nutzen kann. Das unterstreicht den Netzwerkgedanken: Das Internet als globale Wissensbibliothek. Dazu braucht es jedoch die notwendige Offenheit. Die Server welche die Programme ausführen, stehen womöglich nicht einmal mehr in der Anwaltskanzlei und auch die Bücherregale werden immer mehr zu nostalgischen Attrappen verkommen. Anwälte müssen die Technologien beherrschen, um ihre Arbeit leichter und schneller zu gestalten, auch wenn diese am Ende als Menschen selber entscheiden. Weiterbildung versteht sich daher nicht als IT-Projekt, sondern als ein umfassendes organisatorisches und kulturelles Vorhaben.

Geschäftsmodelle die weiter greifen
Neue Geschäftsmodelle entstehen durch die Verbindung, Analyse und Visualisierung der enormen Datenmengen, welche Zusammenhänge erkennen und darstellen, die früher oft verborgen geblieben sind. Für KMU’s bedeutet dies auch mehr Transparenz um im juristischen Haifischbecken zu überleben. Kanzleien werden stärker in die Wertschöpfungskette ihrer Klienten integriert und haben gute Chancen, bei neuen Aufträgen erneut berücksichtigt zu werden. Das Verschwinden repetitiver Tätigkeiten dürfte die Arbeit nicht zuletzt für Junganwälte spannender machen. Und moderne Arbeitsmethoden wie Heim- oder Teilzeitarbeit fördern. Neu brauchen Kanzleien dafür IT-affine Anwälte, Analytiker, Statistiker, Ökonomen, Technologieexperten, Projektmanager, aber auch «alte Füchse» in ihren interdisziplinären Teams.

Kompetente «alte Füchse» gesucht
«kompetenz60plus.ch», die Plattform als Sammelbecken kompetenter Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen bewusst sind. Genaueres dazu erfahren Sie im doppelseitigen Beitrag von Ende Januar 2019 in der Schweizerischen Gewerbezeitung oder im Videoclip (3:43′) «FokusKMU» für das Lokalfernsehen vom Februar 2019. Bitte machen Sie mit, wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

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R O B O T E R

Neue Wege
Menschen tun sich schwer damit, sich zu verändern oder beruflich etwas Neues in Angriff zu nehmen. Nun haben wir «Alten» jedoch die Möglichkeit, losgelöst von Erwartungshaltungen und Karrieredruck, zusammen im Team mit «jungen Wilden» unsere Stärken zu Gunsten der aktuellen Herausforderungen einzusetzen. Heutige Generationen sind markiert von Erzählungen, Glaubenssystemen früherer Generationen, insbesondere uns 68ern und Babyboomern. Die innere psychologische Landkarte junger Menschen ist durch Erziehung und Übertragung von Glaubenssätzen vorgezeichnet. Sie hat Fixpunkte, Höhen und Tiefen, die wir einst vorgaben. Jede Generation sucht sich ihre Lehrmeister. Vielleicht finden die Jüngsten von heute gerade bei den älteren, im Urteil geschärften Haudegen, ihre Mentoren und den Rat. Wir «Alten» waren die Letzten, die noch nach neuen Wegen gesucht haben. Wir haben das System schon mal gehackt. Wir erlebten nach dem zweiten Weltkrieg eine Zeit des Aufbruchs mit einen fast naiven Zukunftsglauben.

Ab 1939 beeindruckte der Roboter Sabor das Publikum. Bis in die 1960er Jahre reiste er durch Europa und die USA, unterhielt sich mit den Zuschauern und führte Tänzchen vor. Er war von einem versteckten Menschen ferngesteuert, der über Mikrofon auch für ihn sprach. (Bild: Photo by Ralph Crane / The LIFE Picture Collection via Getty)

Zurück in die Zukunft
Unter dem Titel «Zurück in die Zukunft» schreibt Joachim Radkau in der NZZ vom 22.3.2019 rückblickend auf die letzten 100 Jahre über das, was die Menschen von der Zukunft erwarten: Trotz unzähliger Fehleinschätzungen nahm die Prognostik keineswegs ein Ende; sie wurde im Gegenteil ambitiöser, suchte sich zur Wissenschaft auszubilden und durch Politikberatung praktische Wirksamkeit zu erlangen. Sie stiess oftmals schärfer mit der Realität zusammen als die Utopien alter Art in einem dramatischen Auf und Ab, mit einem Boom in den 1960er Jahren und einem jähen Absturz danach, als nicht nur die wissenschaftliche Seriosität, sondern auch die praktische Brauchbarkeit dieser Forschungsrichtung in Misskredit geriet. Seit den «Grenzen des Wachstums» (1972) des Club of Rome ist es zunehmend die Umweltbewegung, die von einer Zukunftsschau angetrieben wird; das gipfelt seit den 1980er Jahren in den warnenden Klimaprognosen, deren Geschichte erst in Ansätzen geschrieben ist und mit denen wir mitten in der Gegenwart sind. Technikdenker sprachen nicht mehr von «Techniken», sondern – worüber sich alte Techniker manchmal mokierten – von «Technologien». Der Begriff suggerierte, die neue Technik besitze ihre eigene Entwicklungslogik: eine – wie es schien – nie da gewesene Chance für eine wissenschaftliche Futurologie.

Computer machen die Zukunft berechenbarer
Es waren vor allem drei neue Techniksektoren, die das Zukunftsdenken inspirierten: die Computer, die Raumfahrt und die Kerntechnik. Am allermeisten die Computer: Sie dienten einerseits als Techniken zur Errechnung der Zukunft; noch die Grenzen des Wachstums, diese kalte Dusche für die Wachstumsextrapolierer, stützte sich 1972 auf die Autorität von Grosscomputern. Das gilt vor allem für die 1960er Jahre, als es so aussah, als sei es ein Entwicklungsgesetz dieser «Technologie», dass sie immer grösser und aufwendiger werde und damit Grossunternehmen, Grossmächte und zentrale Planung begünstige. Dass stattdessen ein halbes Jahrhundert darauf sogar viele Kinder wie selbstverständlich mit Minicomputern herumlaufen würden und das Internet nicht nur Insidern, sondern allem und jedem offenstehen würde, ist eine der allergrössten Überraschungen der Technikgeschichte. Vollends vor dem Hintergrund, dass viele gewähnt hatten, gerade die Computer machten die Zukunft berechenbar.

Kompetente Ältere gesucht
«kompetenz60plus.ch», die Plattform als Sammelbecken kompetenter Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen bewusst sind. Genaueres dazu erfahren Sie im doppelseitigen Beitrag von Ende Januar 2019 in der Schweizerischen Gewerbezeitung oder im Videoclip (3:43′) «FokusKMU» für das Lokalfernsehen vom Februar. Bitte machen Sie mit, wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


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