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Digitale Kultur – Ideen mit Sprengkraft

Digitale Transformation bedingt eine digitale Kultur
90% der Firmen welche eine digitale Kultur pflegten sind erfolgreich, gegenüber nur 17% der Firmen OHNE digitale Kultur. Tom Reichert, Global Leader, DigitalBCG, Boston Consulting Group, 17. September 2018:

Wenn es darum geht, eine digitale Kultur zu schaffen, ist die knappe Ressource nicht unbedingt technologisches Know-how, sondern Führung. Die Rolle der Führungskräfte ändert sich grundlegend. Sie müssen neue Verhaltensweisen lernen und alte Gewohnheiten loslassen. Das richtige Gleichgewicht zwischen Ausrichtung und Autonomie zu finden, ist der ultimative Test der Führung während einer digitalen Transformation.

Bild: IM@CSWEB

Talente für den Transformationsprozess
Eine digitale Kultur befähigt Menschen und liefert schnellere Ergebnisse. Eine digitale Kultur zieht bessere Talente an, die dann auch länger bleiben. Firmen welche dies ignorieren scheitern im Transformationsprozess. Eine digitale Kultur ermutigt die Mitarbeitenden, über den Tellerrand zu schauen und sich mit Kunden und Partnern auszutauschen, um neue Lösungen zu entwickeln. Eine digitale Kultur verteilt die Entscheidungsfindung auf die gesamte Organisation. Dass hier kompetente «Alte» als Sparring-Partner durchaus ihren Platz haben liegt auf der Hand. Es geht darum ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, neutral und ohne Karrieredenken.

Mehr Handlung, weniger Planung
Eine digitale Kultur fördert Geschwindigkeit und kontinuierliche Iteration. Nicht jedes Detail muss gelöst sein um dann herauszufinden, dass das Projekt nicht marktfähig ist. Eine gelebte digitale Kultur ermutigt Menschen, Risiken einzugehen, schnell zu scheitern und dabei zu lernen. Wertvoller als der individuelle Aufwand sind Zusammenarbeit, Transparenz und Interaktion. Die Motivation von Mitarbeitenden im Team ersetzt das lineare Denken von gestern. Anstelle vom «Brüten» im stillen Kämmerlein, mit dem selbstauferlegten Zwang jeden «Gedanken» sofort zu Patentieren, vernetzt man sich und arbeitet industrieübergreifend an Innovationsbeschleunigungen.

Netzwerk von kompetenten «Alten»
Natürlich sind die meisten von uns nicht mehr die einstigen «Chefs» deren Führung die Zukunft prägte. Kompetenz beschränkt sich jedoch nicht auf die Digitalisierung von Arbeitsprozessen. Wichtig sind mehr den je kreative Ansätze als Entscheidungsgrundlagen, das Wissen um mögliche Konflikte oder Fähigkeiten auf einem speziellen Gebiet. Um den Wohlstand unserer Gesellschaft sichern zu können braucht es Modelle, welche das Potenzial der «Alten» nützen. Das Projekt «von uns. für uns.» ist deshalb breiter abgestützt und versteht sich als Netzwerk von kompetenten «Alten» im Team mit jungen Innovativen. «kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für Klein- und Kleinstunternehmen (KMU’s) wo man sich auf Augenhöhe begegnet. Helfen Sie mit, zusammen führen wir dieses Projekt zum Erfolg. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

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Big Data und «Alte» Weise – Ideen mit Sprengkraft

Digitalen Wertschöpfungskette
Zu oft distanzieren sich ältere Unternehmer von internetbasierten Anwendungen. Lieber verfügen sie über (meist ungesicherte) Dateien auf ihrem eigenen «PC», nicht selten ist dieser innerhalb ihres Unternehmens nicht einmal vernetzt. Sie fürchten um Ihre «persönlichen» Daten und haben unrealistische Vorstellung von den vermeintlichen Gefahren im Netz. Geschürt werden diese Vorurteile täglich von den Printmedien, die um ihre Zukunft bangen müssen und deshalb jegliche Digitalisierung verteufeln. Dabei überwiegen die Vorteile einer gut durchdachten Vernetzung um ein Vielfaches. Aufgeschlossene «Alte» als Sparring-Partner bilden eine wertvolle Ressource beim Aufbau einer digitalen Wertschöpfungskette.

Algorithmen aus Lebenserfahrung
Computerprogramme, die Algorithmen die uns bei der täglichen Arbeit unterstützen, werden von uns Menschen geschrieben, mit unseren individuellen Lebensbiografien als Grundlage. Ein reicher Erfahrungsschatz, gefestigte Kompetenzen und Altersweisheit sind Vorteile die wir «Alten» dabei an den Tisch bringen. Es geht schlussendlich nicht nur um die Umsetzung von Projekten für welche die «jungen Wilden» und «digitale natives» bestens gerüstet sind. Im Umgang mit Big Data sind eine gewisse Reife, Realitätssinn und Lebenserfahrung in der Beurteilung wichtig.

Attendees use their laptops at the Google I/O developers conference in San Francisco in 2014.

Dazu einige Gedanken, auszugsweise aus einem Beitrag von Philipp Albrecht 11.09.2018 in der BILANZ: Die Flops mit grossen Datensätzen häufen sich. Der Erfolg bleibt nur einer Handvoll Konzerne vorbehalten. Was bleibt vom «Öl des 21. Jahrhunderts»?

Korrelationen aber kaum Kausalität
Das Hauptproblem von Big Data: Es gibt Korrelationen zuhauf, aber kaum bis gar keine Kausalität. Eine Korrelation (mittellat. correlatio für «Wechselbeziehung») beschreibt eine Beziehung zwischen zwei oder mehreren Merkmalen, Ereignissen, Zuständen oder Funktionen, während die Kausalität die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung, also die Abfolge aufeinander bezogener Ereignisse und Zustände betrifft. Als Beispiel nennt Gerd Antes (69), das erfolglose Projekt «Flu Trends» von Google: Nur weil in Bern plötzlich mehr Menschen Grippesymptome googeln, muss das nicht bedeuten, dass dort der Virus ausgebrochen ist. Sie könnten auch einfach im Fernsehen einen Beitrag über eine schwere Grippewelle im Südtirol gesehen und sich dann im Internet über Symptome informiert haben.

Umgang mit der Datenflut
Algorithmen schaffen es bis heute nicht falsche Korrelationen zu filtern. Die Website Tylervigen.com hat zum Spass Grafiken übereinander gelegt, die sich zufällig gleich verhalten, aber nichts miteinander zu tun haben. Eine zeigt die scheinbare Parallelität zwischen der Absatzentwicklung japanischer Autos in den USA und der Anzahl sterbewilliger Menschen, die vor Autos sprangen. Ein Grundproblem liegt bei den falschen Versprechen, die im Umgang mit der Datenflut abgegeben werden. Finanzprofessor Karl Schmedders von der Uni Zürich hat mehrere Big-Data-getriebene Fintech-Firmen beobachtet und stellt einen Vergleich zur Jagd auf: Früher habe man die eine Kugel im Gewehr mit viel Bedacht abgefeuert, «heute schiesst man mit Schrot in den Baum rein, und irgendwo fällt dann ein Vogel runter».

Beispiel: Die Migros und ihr Datenschatz
Bei der Migros, die auf einem beispiellosen Datenschatz sitzt, will man genau das verhindern. Dank seines Kundenbindungsprogramms Cumulus gilt der Retailer als interessantes Anschauungsbeispiel in Sachen Big Data. Weil die Migros aber nicht wie Google eine Internetfirma, sondern ein 90 Jahre alter Detailhändler mit angehängter Produktion ist, hat man einen eher semiprofessionellen Zugang zu den Daten. Die Datentöpfe sind voll, müssen aber noch verknüpft werden.

Kompetente und Weise «Alte»
Die Beispiele zeigen, wie ältere Fachkräfte ihren altersbedingten Wissensvorsprung sinnvoll in digitale Projekte für KMU’s einbringen können. Unsere gesammelte Erfahrung, das kumulierte Wissen, manifestieren sich in unserer persönlichen Kompetenz. «kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für Klein- und Kleinstunternehmen (KMU’s) wo man sich auf Augenhöhe begegnet. Helfen Sie mit, zusammen führen wir dieses Projekt zum Erfolg. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

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Menschen über 50 mit Führungserfahrung – Ideen mit Sprengkraft

Der digitale Wandel als Herausforderung für uns «Alte»
Ältere «Patrons» schieben wichtige Entscheide vor sich her, oft aus Angst die Kontrolle zu verlieren. Sie sehen keinen unmittelbaren Handlungsbedarf solange der Wirtschaftsmotor noch brummt. Wir «Alten» müssen jedoch unsere jüngeren Kollegen akzeptieren lernen und versuchen, ausserhalb der eigenen, oft beschränkten Arbeitsbereiche, mit den technologischen Veränderungen Schritt zu halten. Mit Demut und Freude, statt Standesdünkel oder Überheblichkeit, müssen wir verpasstes Wissen durch Weiterbildung «aufholen» und im Dialog auf Augenhöhe testen. Unsere finanziellen Ansprüche müssen wir, ohne unseren «Stolz» zu verlieren, entsprechend anpassen.
(siehe dazu auch: Intelligenz basiert auf Lernprozessen – Ideen mit Sprengkraft)

Erfahrung beschreibt immer Vergangenes
Menschen über 50 mit Führungserfahrung, sozialer Kompetenz, kommunikativen Fähigkeiten und Fachwissen sind, trotz verminderter Belastbarkeit, weiterhin wertvolle Partner und vermittelbare Fachkräfte. Sie beherrschen die Sprache des Managements und halten den «jungen Wilden» den Rücken frei gegenüber vermeintlichen «Autoritäten». (Siehe dazu auch: «Alte» als Innovationsmanager)

Menschenpyramide, Bild: Emilio Morenatti / AP

Fakten, die man kennen sollte
Der digitale Wandel ist eine Zeitenwende – und um einiges schneller, radikaler und weitreichender als frühere technologische Revolutionen. Wir erleben Umbrüche, die viel fundamentaler sind als alles, was uns Dampfmaschine und Massenfertigung je brachten. Die folgenden Fakten helfen dabei, ein Bewusstsein für die Dramatik der Veränderungen zu schaffen (aus einem Beitrag von Benedikt Herles, August 21, 2018):

Heute haben wir mehr Rechenpower in unserer Hosentasche, als der gesamten NASA im Jahr 1969 für die Mondmission zur Verfügung stand. Das Tempo des technologischen Fortschritts ist exponentieller Natur: 50 Jahre hat es gebraucht, um weltweit eine Million Industrieroboter zu installieren. Nur etwa acht Jahre werden für die zweite Million benötigt. Computerprogramme sind heute bereits für mehr als die Hälfte des globalen Internetverkehrs verantwortlich – das Netz ist fest in der Hand der Software-Roboter. 2017 wurde nur etwas mehr als eine Milliarde Euro privates Risikokapital in Deutschland (keine Zahlen für die Schweiz) investiert. Die Vereinigten Staaten kamen im gleichen Jahr auf ein Venture-Capital-Volumen von über 84 Milliarden Dollar. Von den 20 wertvollsten Internet-Firmen stammen zwölf aus den USA, sieben aus der Volksrepublik China, und keine aus Europa. 2017 wurden bei Initial Coin Offerings (ICOs) zur Finanzierung von Blockchain-Projekten weltweit knapp vier Milliarden Dollar eingesammelt. Alleine in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 wurden über 16 Milliarden Dollar im Rahmen von ICOs investiert.

Kompetente «Alte»
Wir «Alten» müssen mit diesen Tatsachen umgehen können, wollen wir den Anschluss nicht verlieren. Erfahrung beschreibt immer Vergangenes und jeder Fortschritt basiert auf dessen Weiterentwicklung. In den vergangenen 40 Jahren war unsere Generation an diesen Veränderungen beteiligt, gewollt oder ungewollt. Die dabei gesammelte Erfahrung, das kumulierte Wissen, manifestieren sich in unserer persönlichen Kompetenz. «kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für Klein- und Kleinstunternehmen (KMU’s) wo man sich auf Augenhöhe begegnet. Helfen Sie mit, zusammen führen wir dieses Projekt zum Erfolg. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger