Blog, Industrie 4.0

#211 – Die «Roboter» kommen

Mensch oder Maschine?
«Schulen sind nur die letzten, die ersetzt werden, wo schon das Stricken im Laufe der Industrialisierung durch Strickmaschinen und Bauern durch GPS-gesteuerte Traktoren ersetzt wurden», lautete ein Leserkommentar zum Beitrag: «Roboter werden Lehrpersonen nicht ersetzen – vorerst» von Christian Raaflaub, TV und online Journalist, Swissinfo vom 24. Februar 2021. Die Covid-19-Pandemie rückt auch die Frage in den Fokus, ob Roboter Lehraufgaben übernehmen könnten – sei es im Fernunterricht oder in der Klasse. Experten sehen darin viel Potenzial, aber auch Gefahren, wenn die Roboter allzu menschlich werden. Mittlerweile sind digitale Werkzeuge wie Smartphone, Tablet und Roboter im Kindergarten angekommen. Tobias Müller ging in der Sendung «einstein», SRF 4. März 2021 der Frage nach, ob diese unseren Kindern schaden, oder ihnen sogar helfen, sich gut zu entwickeln. In seinem Experiment untersuchte er die Wirkung beim Einsatz von (simulierten) Sprachrobotern, wie Alexa oder Siri, auf die Kleinsten.

Die Form künstlicher Intelligenz
«Hallo zusammen, ich bin Lexi». Mit diesen Worten begrüsst ein «menschenähnlicher» Roboter Studierende an der Universität St. Gallen. Das Interesse ist gross. Der Vorlesungsaal ist voll besetzt. Sabine Seufert, Professorin für Management von Bildungsinnovationen an der Universität St. Gallen, setzte den Roboter 2019 erstmals versuchsweise in ihren Vorlesungen ein. Ausgestattet mit künstlicher Intelligenz arbeitet «Lexi» wie ein Chatbot (ein Computerprogramm zur Simulation von Gesprächen mit menschlichen Benutzern, insbesondere über das Internet) und kann einfache Hilfsaufgaben wie zum Beispiel eine Google-Suche erledigen. Derzeit forscht die Universität an weiteren Einsatzmöglichkeiten. «Thymio» hingegen sieht überhaupt nicht menschlich aus. Lernfähig ist er trotzdem. Er ist eine kleine weisse Schachtel auf Rädern, die von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) entwickelt wurde. Mit dem Mini-Roboter erlernen Kinder in der ganzen Schweiz schon heute auf einfache Art das Programmieren. Und sie sehen sofort ein Resultat: zum Beispiel eine Zeichnung, die der Kleine auf Befehl zu Papier bringt.

Zurück zur Natur, das verlassene Fischerdorf Houtouwan, Insel Shengshan, China. Bild: Bored Panda

Inhalte haben Priorität
Unser Defizit ist, dass wir (fast) immer den technischen Entwicklungen hinterher hinken, auch weil es uns zu oft an Vorstellungskraft fehlt. So werkelt Apple, gemäss einem aktuellen Bericht in Heise.de-online, beispielsweise am Übergang vom «Visible Computung» hin zu «Invisible Computing» bis 2030 – in Form von AR-Kontaktlinsen, Linsen zur Nutzung von erweiterter Realität. Einer Rechentechnik also, die für den Benutzer, mit Anbindung (bisher) an iPhone & Co, komplett transparent und «unsichtbar» wird. Die Linsen sollen es uns ermöglichen, unsere reale Welt mit Augmented-Reality-Inhalten zu überlagern. In Anbetracht solcher Entwicklungen ist es wichtig, dass wir uns in erster Linie mit den Inhalten und nicht mit der Form von Technik auseinander setzen, denn diese Verändert sich immer schneller.

Roboter in Schweizer Klassenzimmern
Roboter wie «Lexi» oder «Thymio» stehen heute an der Spitze der digitalen Transformation in Schulzimmern und Universitäten in der Schweiz. Sie werden die Rollen der Lehrenden neu definieren. Laut Francesco Mondada, Co-Leiter der Gruppe für pädagogische Robotik am Nationalen Kompetenzzentrum für Forschungsrobotik, hat die Schweiz bei der Entwicklung des Lernens mit Robotern bereits einen langen Weg zurückgelegt, doch punkto Einsatz in der Praxis gehört wir nicht zu den führenden Nationen. Beim Fernunterricht sieht Sabine Seufert eher ein Potenzial für den Einsatz von intelligenten Chatbots, wie man sie beispielsweise von den Webseiten der Banken und Versicherungen kennt. Diese können die Interaktion unterstützen und die Lernbegleitung übernehmen. Besonders beim Sprachenlernen, wo viel repetiert werden muss, mache der Einsatz von Chatbots Sinn, denn solche Lernbegleitungen von 20-25 SchülerInnen überfordern die Lehrpersonen oft.

Kreativität und Begeisterung vermitteln
Experten sehen eine Gefahr darin, dass besonders bei Kindern eine zu starke emotionale Bindung zu einem menschenähnlichen Roboter entstehen könnte. Sabine Seufert plädiert deshalb, das Wissen über die Funktion von Robotern zu fördern, anstatt sich dieser Entwicklung ganz zu verschliessen. Denn der Megatrend bei «Educational Robots» gehe ganz klar in Richtung künstliche Intelligenz (KI). Ein Lernroboter gebe dabei der KI ein «Gesicht». Mit «Thymio» verfolgt die EPFL ein Projekt, wo Schülerinnen und Schüler einen lernfähigen Roboter nicht einfach als Lernhelfer benutzen, sondern diesem selber Dinge beibringen. Lehrpersonen müssen daher in erster Linie Kreativität und Begeisterung vermitteln, diese Aufgabe können Maschinen (noch) nicht übernehmen.

Noch viel ungenütztes Potenzial
Gemäss Francesco Mondada, der auch als Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) lehrt und dort das Zentrum für Lernwissenschaften (LEARN) leitet, haben Roboter das Potenzial, für eine neue Dynamik in der Klasse. So haben Länder wie Frankreich, seit Jahren in einigen Schulbüchern, Roboter als zu programmierendes Werkzeug vorgesehen. Informatik ist dort Pflichtfach. Aber nicht alle Schulen in der reichen Schweiz können sich Roboter für das Schulzimmer leisten, oder sind imstande, solche einzusetzen. Gründe sind ein schwaches WLAN, Lehrende ohne eigenen Computer oder mangelndes Interesse. Eine der grössten Herausforderungen besteht seiner Ansicht nach darin, sicherzustellen, dass die Kinder nicht nur mit dem Roboter herumspielen, sondern auch lernen. Wie Seufert argumentiert auch er, dass die Lehrer zuerst die grundlegenden Technologien hinter diesen neuen Werkzeugen verstehen müssen, um sie effizient zu nutzen. Zwischen der Wissenschaft und den Schulen bestehe leider noch ein recht grosser Graben, den er mit LEARN an der EPFL überbrücken will.

Kompetente «Alte» stellen ihre Erfahrung zur Verfügung
«kompetenz60plus.ch» ist ein Sammelbecken für kompetente Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation bewusst sind und sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft beteiligen wollen. Wir «Alten», Frauen und Männer, im Team auf Augenhöhe mit den «jungen Wilden», stellen unsere Erfahrung mit Leidenschaft zur Verfügung. Bitte bringen Sie sich ein und registrieren Sie Ihre Kompetenz kostenlos hier. Wir freuen uns auch über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch, oder hinterlassen Sie Ihren Kommentar weiter unten. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
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#192 – Systemrelevante «Alte»

Machen Sie das Beste aus Ihrer Beziehung zur KI?
20. Oktober 2020
Eine neue Studie von BCG Boston Consulting Group GAMMA, dem BCG Henderson Institute und dem MIT Sloan Management Review legt nahe, dass Unternehmen eine mehrdimensionale, komplexe Beziehung zur KI künstlichen Intelligenz benötigen, die mehrere Lernmethoden und verschiedene Arten der Interaktion umfasst, um signifikante finanzielle Renditen zu erzielen .

Erfahrungen von uns «Alten» wird wenig respektiert
Die weltweite Umfrage unter mehr als 3’000 Führungskräften ergab, dass mehr als die Hälfte der Befragten KI künstliche Intelligenz einsetzt: Sechs von zehn haben 2020 eine KI-Strategie, gegenüber vier von zehn im Jahr 2018. Unternehmen setzen auf das Potenzial von KI, um Prozesse zu verbessern, Kundenbedürfnisse zu erfüllen, neue Räume zu betreten und vor allem nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen. KI-Lösungen sind heute produktiver und einfacher zu implementieren als je zuvor. Doch um eine signifikante Rendite zu erwirtschaften braucht es noch Geduld. Datenwissenschafter einzustellen, Algorithmen zu entwickeln und Prozesse und Entscheidungen zu optimieren braucht eben Zeit. Eigentlich hätten ältere Mitarbeitende hier eine Aufgabe. Sie können von ihrer reichen Erfahrung profitieren und ohne Karrierezwang, mit Geduld solche Projekte begleiten und zum Erfolg führen. Einer aktuellen Studie zum Altersmanagement von «die Plattform.ch» zufolge, sehen jedoch über 50-Jährige oft keinen Bedarf für eine Weiterbildung und werden deshalb von allen Altersgruppen als weniger lernfähig eingestuft. Das führt dazu, dass die Erfahrungen von uns «Alten» zu wenig respektiert wird um in Arbeitsabläufe und Prozesse mit eingebracht zu werden.

Eine symbiotische Beziehung
KI künstliche Intelligenz basiert grundsätzlich auf dem Wissen und der Erfahrung von uns Menschen. Uns «Alten» kommt dabei die Aufgabe zu, Werte wie Verantwortung, Vernunft, Ethik oder Moral im digitalen Bereich einzubringen. KMU setzen jene Mensch-Maschine-Interaktion ein, die eine Situation erfordert und passt sie nach Bedarf an veränderte Kontexte, Umstände und Szenarien an. Wichtig ist es zu erkennen, was KI kann und was nicht – und welche Arbeit am besten dem Menschen überlassen bleibt. Führende Unternehmen wissen, dass Mensch und Maschine zusammenarbeiten und voneinander lernen müssen. In diesen Unternehmen lernen KI-Technologien autonom und aus menschlichem Feedback, genauso wie Menschen aus KI lernen. Am wichtigsten ist jedoch, dass alle Arten des Lernens stattfinden.

Eine positive Einstellung hilft
Der wohl wichtigste Aspekt ist das Vorhandensein einer umfassenden Datenbank, die als KI-Grundlage dient. Firmen lernen, sich im Zeitalter der KI zu verändern. Sie verschreiben sich neue Organisationsarchitekturen, Prozesse, Verhaltensweisen und Einstellungen. Solche Änderungen sind anspruchsvoll und können unangenehm und schwierig umzusetzen sein. Dies erfordert Geduld und Flexibilität sowie die Fähigkeit, sich an neue Kontexte und Informationen anzupassen. Mitarbeitende ohne permanente Weiterbildung werden Mühe haben, im neuen Kontext zu bestehen. Bei ihnen geht es vor allem um die innere Einstellung, sich auf «Neues» einzulassen.

Vorteile der KI-Implementierung
Für diese KMU ist KI nicht nur ein Weg zur Automatisierung. Es ist ein integraler strategischer Bestandteil ihres Geschäfts. Unternehmen müssen über die anfänglichen, wenn auch grundlegenden Schritte der KI-Einführung hinausblicken – um die richtigen Daten, Technologien und Talente zu haben und diese Elemente um eine Unternehmensstrategie herum zu organisieren. Es ist die erfolgreiche Orchestrierung der Makro- und Mikrointeraktionen zwischen Mensch und Maschine, die wirklich Wert freisetzt. Die Fähigkeit, als Organisation zu lernen, indem das menschliche Gehirn und die Logik von Maschinen zusammengeführt werden, gibt Unternehmen eine hohe Chance, auch die finanziellen Vorteile der KI-Implementierung zu nutzen.

Kompetente «Alte» stellen ihre Erfahrung zur Verfügung
«kompetenz60plus.ch» ist ein Sammelbecken für kompetente Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation bewusst sind und sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft beteiligen wollen. Wir «Alten», Frauen und Männer, im Team auf Augenhöhe mit den «jungen Wilden», stellen unsere Erfahrung mit Leidenschaft zur Verfügung. Bitte bringen Sie sich ein und registrieren Sie Ihre Kompetenz kostenlos hier. Wir freuen uns auch über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch, oder hinterlassen Sie Ihren Kommentar weiter unten. Danke!

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#191 – Der Mensch als Zwischenwirt

Erfahrung und Vernunft beim Programmieren
Wir «Alten» wünschen uns, wenn wir unsere Erfahrung an die nächste Generation weitergeben, dass wir damit die Zukunft sichern. Während vor 50 Jahren traditionsgemäss handwerkliche Fertigkeiten an die Jüngeren weitergegeben wurden, besteht heute der Wunsch nach Verantwortung, Vernunft, Ethik und Moral im digitalen Bereich. Zunehmend gewinnt die KI künstliche Intelligenz und folglich die Qualität der damit verbundenen Daten an Wichtigkeit. Diese Programmierungen erfolgen heute noch grossmehrheitlich im englischsprachigen Kulturraum, mit teilweise sperrigem Ergebnis. Applikationen müssten daher auch nationale oder regionale Eigenheiten berücksichtigen. Einfach alles auf Deutsch zu übersetzen und damit teils fremde Wertvorstellungen zu übernehmen, greift zu kurz. Zur künstlichen Intelligenz stellt der Schweizer Physiker und Philosoph Eduard Kaeser (72) in der NZZ vom 10. Oktober 2020 die Frage, wessen Intelligenz wir meinen. Ist es das vertiefte Denken, das unter anderem auch Erfahrung voraussetzt, oder ist es einfach das (maschinelle) «Lernen» nach dem Prinzip: immer mehr vom Gleichen. Die (Lebens-)Erfahrung und Vernunft von uns «Alten», gepaart mit dem aktualisierten Wissen der «Jungen», eignen sich hervorragend zur Programmierung von künstlicher Intelligenz. Dabei spekuliert der deutsche Kultur- und Medienwissenschafter Roberto Simanowski (57), dass der Mensch vielleicht nur ein Zwischenwirt dieser Vernunft ist und nicht der «Endpunkt der Schöpfung». Sein Beitrag vom 16. Oktober 2020 im NZZ-Feuilleton befasst sich deshalb mit dem Menschen der immerzu das Verborgene entdecken will – auch wenn er dabei an Dingen bastelt, die unkontrollierbar zu werden drohen.

NZZ Feuilleton vom 16. Oktober 2020, Bild: Kim Cheung / AP

Die Zukunft liegt in den Händen der Computerwissenschaft
Simanowski bezieht sich unter Anderen auf den deutsch-amerikanische Literaturwissenschafter Hans Ulrich Gumbrecht (72) und dessen Buch «Weltgeist im Silicon Valley» (2018): Die geopolitische Verschiebung von Mitteleuropa an die Westküste der USA bedeutet zugleich den Wechsel vom Politischen zum Wissenschaftlichen. Es sind Menschen wie der Amazon-Chef Jeff Bezos oder der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, die Tag für Tag, mit jedem neuen Projekt und jedem neuen Datensatz ein bisschen mehr die Zukunft bestimmen. Die Frage der Ethik des Technischen stellt sich gemäss Auffassung des Stanford-Studenten Sam Ginn anders als in der Vergangenheit, weil im Falle der KI künstlichen Intelligenz die Gefahr gar nicht mehr nur von einer verantwortungslosen Nutzung der Erfindung ausgeht, sondern von der Erfindung selbst. Es ist möglich, dass diese ihren Schöpfern nicht wie geplant als Sklave dient, sondern diese selbst versklavt.

Vom Sklaven zum Partner
Die Frage nach dem Verhältnis der KI zum Menschen zielt darauf, mit welchen moralischen Grundsätzen man Technik ausstattet, damit sie, sobald der Mensch sie nicht mehr kontrollieren kann, diesen nicht als Sklaven, sondern als Partner betrachtet. Je mehr die Algorithmen uns helfen, umso hilfloser werden wir. Wer sich plötzlich ohne Navi allein nach Karte orientieren muss, spürt das. Man könnte deshalb die Macht nicht im Menschen sehen, der das Medium so oder so benutzen kann, sondern im Medium, das dem Menschen seine eigenen Dispositive aufdrängt. Die Macintosh-Computerplattform mit den heute üblichen Menübefehlen wurde erstmals 1984 von Apple vorgestellt. 1985 war die Geburtsstunde für Desktop-Publishing mit dem Apple LaserWriter-Drucker. Plötzlich verfügten wir per «Mausklick» über noch nie dagewesene Optionen zu den einzelnen Arbeitsschritten. Diese Programmierung hat eine ganze Industrie verändert und bildete den Anfang einer über bald vier Jahrzehnte andauernden «Konvention» im digitalen Arbeiten. Dazu Roberto Simanowski: «Klar, es degradiert den Menschen, wenn er sich am Ende nur als Zwischenwirt der Vernunft herausstellt, ein Zwischenwirt der Vernunft nicht nur für seine Schöpfung, die künstliche Intelligenz, sondern auch für seinen Schöpfer, den absoluten Geist, der als allwissende, allmächtige künstliche Intelligenz im Internet aller Dinge und Ereignisse auf höchster Prozess-Stufe in Echtzeit endlich ganz zu sich selbst kommt. Aber ist es nicht auch beruhigend, sich – als «Geschäftsführer des Weltgeistes» – wieder eingebunden zu sehen in eine Geschichte, die weiss, wo sie hinwill?»

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