Blog, Industrie 4.0

Unternehmenswert? – Ideen mit Sprengkraft

Der Wert eines Unternehmens
Berater klammern sich an Hilfsmittel wie Tabellen, check-up Listen oder den rechtlichen Mantel einer Firma zu deren Evaluation. Sie hoffen damit zum Beispiel den (fiktiven) Verkaufswert im Rahmen einer Nachfolgelösung zu eruieren. Dabei handelt es sich immer um «Zeitfenster» die sich mit der Vergangenheit befassen. Was aber bringt die Zukunft eines Unternehmens. Sind Potenzial für Innovation, digitale Transformation und zeitgemässe Vertriebskanäle oder ein Netzwerk von möglichen (jüngeren) Kunden vorhanden? Oder geht es lediglich um die Übernahme von Mobiliar und Maschinenpark, allenfalls Immobilienbesitz. Für die langfristigen Wachstumsaussichten sind Innovationskraft, Humankapital, Anpassungsfähigkeit und Agilität zentral.

Kompetente und kreative «Alte» helfen weiter
Im Gespräch mit Schlüsselpersonen, einem Rundgang durch die Produktion und mittels Stichproben der Buchhaltung finden sich die wichtigen Antworten schnell. Unmittelbar spürt man den Stolz und das «Feuer» der Besitzer, die Unternehmenskultur und die Möglichkeiten für zukünftiges Wachstum. Man erfährt deren Einstellung zur Nachwuchsförderung gepaart mit dem Glauben an die Zukunft. Als ehemalige Unternehmer erkennen wir Schwachstellen schnell und finden, wenn angebracht, in unserem Netzwerk entsprechende Kontakte die weiterhelfen. Weitere Gedanken zur Firmenkultur und der Begegnung auf Augenhöhe in meinem Blogbeitrag vom 7. Oktober 2018: «Alte» Werte, neue Ziele – Ideen mit Sprengkraft. Das folgende Beispiel aus Grossbritannien beschreibt ein (Ideal-)Modell wie es auch in der Schweiz zur Anwendung kommen könnte.

Sir James Dyson, Bild: Heathcliff O’Malley / Dyson, NZZ

Sir James Dyson, 71 ist immer noch äusserst aktiv unterwegs
Dyson steigt ins Elektroauto-Geschäft ein: «Wir gehen die Sache anders an als Tesla» war der Titel zum Interview von Jürg Meier, NZZ vom 13.10.2018. Der 71-jährige Brite wurde mit seinem beutellosen Staubsauger weltberühmt. Bekannt sind auch sein Händetrockner, Ventilator und sein Haarföhn. Dyson ist verheiratet und hat drei Kinder. Laut «Forbes» gehört er zu den tausend reichsten Menschen auf der Welt. Seine Entwicklungen, die Hunderte von Millionen Pfund kosten, finanziert er ohne Investoren. Aktuell treibt er verschiedene Technologien voran. Darunter Robotik, insbesondere mit Bildsystemen, oder die Entwicklung einer Feststoffbatterie, als Alternative zu den heute üblichen Lösungen, an der das Unternehmen seit sieben Jahren forscht.

Ingenieurmangel – auch in der Schweiz
Dyson erwähnt einen Engpass beim Erfinden. Und dieser macht ihm offensichtlich grosse Sorgen. «Uns fehlen Ingenieurinnen und Ingenieure», sagt er. Er brauche heute Experten aus fünfmal mehr Wissensgebieten als noch vor 25 Jahren, als er mit seinem Unternehmen anfing. Seine Ingenieure müssen heute über Software, Elektronik, Bildanalyse und vieles andere mehr Bescheid wissen. «Es ist sehr traurig, aber Europa verliert seine Ingenieurskultur», sagt er. «Die Leute wollen heute nicht mehr Ingenieur sein oder Dinge herstellen.» Um wieder mehr Ingenieure zu finden, hat Dyson auf seinem Firmengelände eine eigene Universität aufgebaut. Die Studierenden treten mit 17 oder 18 ein und haben eine Sechstagewoche, drei Tage Arbeit im Betrieb und drei Tage Studium.

Rekrutierung der besten Talente ein Dauerthema
Dazu auch NZZ-Standpunkte (Video 49:39): «Was die Schweiz vom amerikanischen Bildungssystem lernen kann» 14. Oktober 2018. Martin Vetterli, Präsident der ETH Lausanne, spricht er über die Vorzüge des amerikanischen Bildungssystems und die Notwendigkeit zur Offenheit.

Junggeblieben «Alte» Ingenieure, Architekten und Kreative sind gefragt
Anstatt fähige Leute in Zwangspension zu schicken, muss unser System überdenkt werden. Es macht keinen Sinn, vorhandenes Wissen und Erfahrung verkümmern zu lassen weil jemand die vom Bund festgelegte Alterslimite überschritten hat. Viele von uns «Alten» haben den Willen weiterhin zu arbeiten, mit zu Gestalten, Einfluss zu nehmen und Fragen zu stellen. Zu günstigen Konditionen stehen wir auch im Rahmen eines Zwischenmandats zur Verfügung. Unsere Leidenschaft für eine Sache und ein Höchstmass an Begeisterungsfähigkeit und Erfolgsorientierung ist gepaart mit der notwendigen Geschicklichkeit und Ausdauer.

«kompetenz60plus.ch» die Plattform «von uns. für uns.»
Wir «Alten» verfügen als Partner im Team über einen altersbedingten Wissensvorsprung und viel Lebenserfahrung. Als Konsumenten sind wir Vertreter eines stark wachsenden Marktpotenzials und kennen unsere Bedürfnisse aus erster Hand. «kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für Klein- und Kleinstunternehmen (KMU’s) wo man sich auf Augenhöhe begegnet. Helfen Sie mit, zusammen führen wir dieses Projekt zum Erfolg. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

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Intelligente Assistenten für «Alte» – Ideen mit Sprengkraft

Der folgende Blogbeitrag wurde inspiriert von Nicole Rütti, NZZ 8.10.2018: Wenn der Roboter im Büro Einzug hält.

Neue Technologien krempeln den Büroalltag um
Geschwindigkeit ist in der heutigen Arbeitswelt ein Schlüsselfaktor. Laut einer Erhebung von KPMG hinterfragen 82% der Geschäftsführer, ob die von der eigenen Firma hergestellten Produkte und Dienstleistungen in drei Jahren noch relevant sein werden.

Damit einhergehend verändern sich die Organisations- und Arbeitsformen – nämlich von traditionellen Hierarchiestufen mit fixen Abteilungen hin zu agilen Projektgruppen. Das Bedürfnis, sich schnell mit anderen Mitarbeitenden kurzzuschliessen, ist gestiegen. Ein Austausch per Telefon oder Email hat seine Grenzen. Hinzu kommt die neue Generation der Millennials («junge Wilde»), die professionelle technologische Hilfsmittel und flexible Arbeitsmöglichkeiten erwarten. Deshalb ermöglichen immer mehr virtuelle Technologien, von zu Hause oder von unterwegs zu arbeiten und gleichzeitig eng mit Teamkollegen in Kontakt zu sein.

Apple Campus Cuppertino Kalifornien 2016, Bild: Kyodo News, Getty images

Virtuelle Technologien unterstützen uns «Alte»
Roboter (Assistenten) ermöglichen auch uns «Alten» weiterhin produktiv zu sein. Weil man im Alter mit gewissen Einschränkungen leben muss heisst dies noch lange nicht, dass unser Wissen wertlos geworden ist, oder uns die geistige Energie abhanden gekommen wäre. Der intelligente Assistent erinnert frühzeitig daran, dass wir um neun Uhr für eine Besprechung an einem bestimmten Ort oder in einem dazu reservierten Raum teilnehmen sollten. Er übermittelt, als Gedächtnisstütze, eine Liste der Teilnehmenden mit Bild und Kontaktinformationen, sowie das Protokoll der letzten Sitzung inklusive aktuellem Projektstand. Beim betreten des Sitzungsorts schaltet das «Telepresence-System» vom Stand-by-Modus auf aktiv und begrüsst die Teilnehmenden beim Namen. Einige Teamkollegen werden von zuhause, von unterwegs oder aus einem anderen Büro auf den Grossbildschirm zugeschaltet und nehmen so an der Konferenz teil.

Mensch und Maschine ergänzen sich
Die Videokameras fokussieren automatisch auf die jeweils Sprechenden, was den extern Teilnehmenden optimale Sicht und Akustik ermöglicht. Dank Gesichtserkennung ist das System in der Lage, jeweils die Namen der Teilnehmenden einzublenden (wir kennen dies aus Fernsehdebatten). Die Präsentationen werden via Bildschirm übertragen und geteilt. Teilnehmende haben die Möglichkeit, auf dem Bildschirm Bemerkungen oder Grafiken aufzuzeichnen. Der Assistent steuert seinerseits relevante Daten und Informationen bei und visualisiert das Ganze mittels Grafiken. Er erstellt wiederum eine Zusammenfassung des Meetings und erteilt eventuell den Ratschlag, weitere Mitarbeitende ins Team aufzunehmen, die wichtiges Know-how zur Realisierung des Projektes beisteuern könnten.

«kompetenz60plus.ch» die Plattform «von uns. für uns.»
Wir «Alten» verfügen als Partner im Team über einen altersbedingten Wissensvorsprung und viel Lebenserfahrung. Als Konsumenten sind wir Vertreter eines stark wachsenden Marktpotenzials und kennen unsere Bedürfnisse aus erster Hand. Um den Wohlstand unserer Gesellschaft sichern zu können hilft uns die Technologie, dass diese Kompetenzen nicht vergessen gehen. «kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für Klein- und Kleinstunternehmen (KMU’s) wo man sich auf Augenhöhe begegnet. Helfen Sie mit, zusammen führen wir dieses Projekt zum Erfolg. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
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«Alte» Werte, neue Ziele – Ideen mit Sprengkraft

Firmenkultur als Chance
Bei startup Unternehmen existieren in der Regel flache Hierarchien. Dies ist für die Kommunikation, Entscheidungsfindung und Agilität während einer Aufbauphase wichtig. Daneben verfügt das Startup als unbeschriebenes Blatt über wenig «Geschichte», die eigene «Firmenkultur» muss sich erst noch entwickeln. In welche Richtung diese gehen sollte fasst Wilfried Porth, Vorstand Personal und Arbeitsdirektor, IT & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG folgendermassen zusammen: «Die Top-Fähigkeiten heissen in den kommenden Jahren Kreativität, Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit. Um diese Fähigkeiten zu fördern, schaffen wir ein neues Arbeitsklima. Eine Kultur, in der Ideen noch besser entstehen können – und in der wir die mobile Zukunft für Kunden in aller Welt gestalten.»

Firmenpublikation: Daimler Sindelfingen

In KMU’s die von einem Unternehmer oder einer Unternehmerin geführt sind folgt man deren «Patrons», die ihre Firmenkultur bestimmen und oft auf viele Jahre Firmengeschichte und Tradition zurückblicken. Solche Verbundenheit mit dem «Geschäft» findet man selten in Betrieben, die von bezahlten Managern geführt sind, welche alle paar Jahre ausgewechselt werden. Deshalb gilt es, den unternehmerischen Geist von KMU’s mit ihrer individuellen Kultur zu bewahren. In Krisensituationen fühlen sich Mitarbeitende oft auch als «Miteigentümer», welche in Entscheide einbezogen werden wollen. Bei einer Neuausrichtung, Nachfolgeregelung oder digitalen Transformation scheint es deshalb zentral, dass man die «Geschichte» als Symbol und die «Tradition» als Ausgangslage nutzt und bei der Umsetzung von Massnahmen an deren Stärken anknüpft.

Tradition ist trotz Digitalisierung wichtig
Wir alle sind emotionale Geschöpfe. Wir erinnern uns gerne an die gute alte Zeit. Man muss das Gefühl vermitteln: Dies ist eine Firma, die viele Jahre überlebt hat und deshalb auch die nächste Krise überstehen wird. Als Berater, Sparring-Partner oder Coach ist man zwar nur während eines kurzen Zeitabschnitts Teil dieses Ökosystems. Der Erfolg der zu ergreifenden Massnahmen hängt deshalb stark von der Firmenkultur und unserer Kreativität ab. Wie wir miteinander umgehen, wie viel Vertrauen wir uns schenken und von unserem Ehrgeiz und Stolz.

Firmenpublikation: Daimler Sindelfingen

Scheitern sei erlaubt
Wenn wir realisieren, dass das, was wir gemacht hatten, nicht (oder nicht mehr) funktioniert, entstehen Chancen für neue Ideen. In der Diskussion über Alternativen muss deshalb erlaubt sein, zu hinterfragen weshalb eine Idee vielleicht scheitern könnte. Risto Siilasmaa, ehemaliger Nokia-Chef im Interview vom 28.09.2018 mit der NZZ nennt es «paranoider Optimismus» und macht sich immer Gedanken darüber, was alles schief laufen und was eine bessere Alternative sein könnte. Wenn wir wissen, was schief laufen kann, schauen wir optimistischer in die Zukunft.

«kompetenz60plus.ch» die Plattform «von uns. für uns.»
Wir «Alten» verfügen als Partner in der Beratung über einen altersbedingten Wissensvorsprung und viel Lebenserfahrung. Als Konsumenten sind wir Vertreter eines stark wachsenden Marktpotenzials und kennen unsere Bedürfnisse aus erster Hand. Um den Wohlstand unserer Gesellschaft sichern zu können braucht es deshalb Modelle, welche die Kompetenzen von uns «Alten» nützen. «kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für Klein- und Kleinstunternehmen (KMU’s) wo man sich auf Augenhöhe begegnet. Helfen Sie mit, zusammen führen wir dieses Projekt zum Erfolg. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
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