Blog, Industrie 4.0

Plattform für aktive Pensionierte

Wertvolle Erfahrungen gesucht
Vor gut zwei Jahren hat Architekt Werner K. Rüegger die Leitung der Schweizer Baumuster-Centrale Zürich abgegeben. Auch nach seinem Rückzug in den «Ruhestand» ist er dort regelmässig anzutreffen, vor allem bei Ausstellungen und Veranstaltungen, in denen Werkstoffe, deren Verarbeitung, Einsatz oder Wirkung konkret an Bauprojekten vorgestellt werden. Doch die Ausflüge in die Räume in der Weberstrasse scheinen seinem Tatendrang nicht zu stillen. «Herr Tausendsassa» ist weiterhin aktiv. Seit kurzem engagiert er sich für sein neustes Projekt «kompetenz60plus.ch». Das «Baublatt (4. Mai 2018)» hat sich mit Werner K. Rüegger getroffen. Im Interview mit Claudia Bertoldi, Redaktorin.
Der jüngeren Generation mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ist das Ziel der neuen Plattform «kompetenz60plus». Bild: Shutterstock
Auszugsweise:
Sie bezeichnen es selber als ein Projekt «von uns. für uns.». Was konkret ist «kompetenz60plus.ch»?
Es ist in erster Linie eine Plattform für ältere, erfahrene Fachleute, die weiterhin das Bedürfnis haben, aktiv und ein Teil der Wertschöpfungskette zu sein. Die also nach der Pensionierung nicht zum «alten Eisen» gestellt zu werden möchten, sondern ihre Erfahrungen weitergeben, den Austausch mit anderen pflegen und dabei mit Rat und Tat helfen möchten. Natürlich kann sich jeder, unabhängig vom Alter engagieren. Gerne auch Personen, die momentan ohne Job sind und ihr vorhandenes Know-how bewahren und anwenden können.
Sie möchten mit Ihrer Plattform besonders Klein- und Kleinstunternehmen unter die Arme greifen.Insbesondere die Optimierung von Prozessen oder die Nachfolgeregelung mit anstehender Stabsübergabe an eine jüngere Generation liegt Ihnen am Herzen. Besteht auf diesem Gebiet Nachholbedarf?
Auf jeden Fall. Viele Unternehmen haben mit dem täglichen Überleben zu kämpfen und übersehen diese wichtigen Massnahmen. Um Hilfe wird im letzten Moment angefragt oder wenn es bereits fast zu spät ist. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass Termine für ein Treffen immer wieder herausgeschoben werden, weil es angeblich viel zu tun gibt und keine Zeit übrig ist.
Läuft der Austausch ausschliesslich über die digitalen Medien?
Bisher lief alles übers Internet. Jeder kann sich melden und sein Profil erstellen. Ebenso können die Anfragen gestellt werden. Eine persönliche Zusammenkunft der Mitglieder ist bisher nicht erfolgt. Der regelmässige Austausch von Ideen ist natürlich wichtig. Als Mitglied im Ökosystem von Company Factory werden wir uns Anfang Mai in Winterthur an der Arbeitssitzung zum Thema «Transformation ein Schreckgespenst – immer eine Frage der Perspektive» beteiligen.

Das Projekt «kompetenz60plus.ch»
Als gestandene Unternehmer und Unternehmerinnen wünschen Sie den Kontakt zu einem Sparring-Partner mit Empathie für Ihre Anliegen ausserhalb Ihrer Informationsblase. «kompetenz60plus.ch» ist ein Projekt «von uns. für uns.» Ziel ist ein Sammelbecken (Kompetenzpool) von Gleichgesinnten welche ohne Leistungsdruck auf Ihre Ideen eingehen und Sie gegebenenfalls mit einem Netzwerk von innovativen Unternehmen und Personen bekannt machen können. Registrieren Sie Ihr KMU oder Ihre Kompetenz noch heute kostenlos und geben Sie dem Projekt eine Chance. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

Blog, Industrie 4.0

«Reputationsmanagement»

Marktauftritt und Firmenkultur
Als Architekt hat man ein Auge für die Ästhetik, ob diese angemessen ist für eine Aufgabe, oder den Erwartungen an eine Firma entspricht. Mein Besuch kürzlich im Apple-Laden enttäuschte mich diesbezüglich nicht. Primäres Gestaltungselement dieser Verkaufsstellen sind aufgeräumte, grosse Flächen mit viel Glas (Licht, Transparenz, Offenheit). Auf den schlichten, riesigen Holztischen sind die raffinierten technischen Geräte ausgestellt, wie Juwelen in einer exklusiven Bijouterie. Keine überladenen Auslagen, Preisschilder, schreiende Rabattplakate, Musik, verwirrende Hinweistafeln, jedoch viel Platz für die Kundinnen und Kunden. Bezahlt wird von überall her im Laden, natürlich digital, die Quittung wird als Email verschickt. Die Konkurrenz bemüht sich krampfhaft das Konzept zu kopieren, stolpert aber immer wieder über die unterschiedliche «Firmenkultur».

Ästhetik für KMU’s
Ein weiteres Beispiel bieten aktuelle Gastronomiekonzepte, welche mit «offenen» einsehbaren Küchen die Zubereitung des Essens als Markenzeichen und Teil ihres Konzepts vermitteln. Die Küchenmannschaft ist nicht weggesperrt in einem Kellerloch oder hinter vergitterten Fenstern auf die Gasse mit den Abfallcontainern. Wenn möglich essen die Gäste auch am «grossen Tisch in der Küche».

Die «Werkstatt» als Markenzeichen
Als Gegensatz erinnere ich mich an meinen Besuch bei einem Kleinbetrieb (KMU). Das Empfangsbüro gegen die Strasse war hell und mässig aufgeräumt. Der Produktionsraum dahinter, dort wo die eigentliche Wertschöpfung geschieht, hingegen war düster, lärmig und verstellt. Schlechtes Kunstlicht und wenige Fenster dienten den Menschen in der Fabrikation. Das Lager doppelte als Garage und Abfallsammelstelle. Firmenlogos in unterschiedlichen Ausführungen, Schriftzügen und mit alternativen Namen zeugten von der Vergangenheit. Eine zeitgemässe Klarheit fehlte. Der Einblick in die Werkstatt als Markenzeichen wurde verkannt.

Werkstatt

Frischer Wind wörtlich  – «Frühlingsputzete»
Viele KMU’s der Schweiz stecken im Konkurrenzkampf. Altersbedingt und wegen erhöhter Transparenz verschwinden frühere «Seilschaften». Asien wird oft als Sündenbock für den Preiszerfall vorgeschoben. Oder man finde keine interessierten Mitarbeitenden, respektive willigen Nachwuchs. Dabei bräuchte es, um solchen anzulocken, nur eine gute «Frühlingsputzete», eine Klärung des Konzepts und die Definition vom Anspruch. In diesem Kampf spielt nämlich eine weiche Währung die Hauptrolle: Sie heisst Reputation. Obschon niemand recht weiss, woraus diese eigentlich besteht, jagen sie alle. Dazu gehören eine funktionierende Qualitätskontrolle und der Wille überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen.

Reputationsmanagement und Marktpotenzial
Auch als kleines Unternehmen ist «Reputationsmanagement» sinnvoll, also mittels Qualität, Werbung und Kommunikation eine «Marke» aufzubauen. Werden Emails umgehend beantwortet, Telefonanrufe prompt erwidert, Reklamationen ernst genommen und ist das angebotene Sortiment dem Team ausreichend bekannt. Mitverantwortlich sind Art und Ausstrahlung der Räumlichkeiten, Lage im Quartier, Arbeitsbedingungen, Teamgeist und Förderung von Talent. Ganz wichtig ist die Digitalisierung, nicht nur in der Produktion aber beim Erstkontakt, als «Visitenkarte» des Unternehmens. Wie empfange ich meinen Besuch, mit welchen Mitteln überzeuge ich künftige Partner, Mitarbeitende oder Kunden von meinem Geschäft. Bin ich Stolz auf den Rundgang durch die Produktion, gibt es neben gutem Kaffee auch die Möglichkeit eines zeitgemässen Austauschs mittels WLAN-Zugang für die Gäste. Solche einfachen Massnahmen machen die Erstbegegnung zum positiven Erlebnis und bilden Vertrauen zwischen den Parteien. Es zeigt sich sehr schnell wer im Markt Potenzial hat.

Themen aus dem Universum der Company Factory
«kompetenz60plus.ch» im Ökosystem von Company Factory AG wird am 2. Mai 2018 in Winterthur an einer Arbeitssitzung zum Thema «Transformation ein Schreckgespenst – immer eine Frage der Perspektive» teilnehmen. An diesem ersten Anlass wollen wir über konkrete Methoden zur nachhaltigen Transformation von KMU’s diskutieren. Es soll deshalb eine Mischung aus gemeinsamem Austausch, Erfahrungsberichten von KMU’s und Rückmeldungen oder Anregungen zur Company Factory werden: Interaktiv – konkret – sympathisch anders! (Zuständig ist: Christoph Meili, Co-Founder & CEO Company Factory AG)

Das Projekt «kompetenz60plus.ch»
Als gestandene Unternehmer und Unternehmerinnen wünschen Sie den Kontakt zu einem Sparring-Partner mit Empathie für Ihre Anliegen ausserhalb Ihrer Informationsblase. «kompetenz60plus.ch» ist ein Projekt «von uns. für uns.» Ziel ist ein Sammelbecken (Kompetenzpool) von Gleichgesinnten welche ohne Leistungsdruck auf Ihre Ideen eingehen und Sie gegebenenfalls mit einem Netzwerk von innovativen Unternehmen und Personen bekannt machen können. Registrieren Sie Ihr KMU oder Ihre Kompetenz noch heute kostenlos und geben Sie dem Projekt eine Chance. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

Blog, Industrie 4.0

Beratung der Berater

Welche Standards?
Im Jahr 1979 begründete die British Standards Institution (BSI) mit dem BS 5750 den ersten Standard für Qualitätsmanagementsysteme, welcher als Vorläufer der ISO 9000er Serie gilt.

ISO International Organization for Standardization
1987 wurde die ISO 8402 eingeführt, die im Jahr 2000 von der ISO 9000 Normenreihe abgelöst wurde. Aus dieser Reihe wurde die ISO 9001 inzwischen zu einer der meistakzeptierten Normen im Qualitätsmanagement. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Normung (ISO) wurden bis Ende 2009 über 1 Mio. Zertifikate basierend auf der Norm ISO 9001 in über 170 Ländern erteilt. Mit 342’800 (2014) Zertifikaten steht China auf Platz 1. (Quelle Wikipedia)

Digitalisierung zwingt uns zum Nachdenken
Qualitätsstandards sind also nichts Neues, auch wenn sich manche KMU’s darüber zuwenig bewusst sind. Unternehmende sind gezwungen sich bewusst Gedanken zu machen über quantifizierbare Vorgänge. Die Transformation zum digitalen Unternehmen muss nicht neu erfunden werden. Neu ist nur der Fokus auf das Messbare im Umgang mit Daten und Abläufen. Industrie 4.0 hat spätestens 1979 begonnen.

Lernen von Amazon-Chef Jeff Bezos
Handelsblatt vom 20.April 2018 : Wie jedes Jahr informiert Amazon-Chef Jeff Bezos, auch heuer zum zwanzigsten Jubiläum von Amazon, in einem Brief an die Aktionäre nicht nur über den Geschäftsverlauf. Er gibt auch Managementtipps – etwa, dass immer so gearbeitet werden müsse, als wäre es der erste Tag in der Unternehmensgeschichte. Dreh- und Angelpunkt sind für Bezos «hohe Standards». Denn, so schreibt er, Kunden seien «traumhaft unzufrieden: Die Leute haben einen unermüdlichen Appetit auf etwas Besseres, und das ‘Wow’ von gestern wird schnell zum Gewöhnlichen von heute». Die Erwartungen der Käuferschaft steigen, und mit ein paar Klicks auf ihrem Smartphone können sie im Internet Produkte, Preise und Lieferzeiten vergleichen.

Wie man auch als KMU mit den «Grossen» mithalten kann, die vier Tipps von Jeff Bezos

1. Hohe Standards kann man lernen
Für Bezos hat Professionalität eine Strahlkraft, die sich auf die Mitarbeitenden überträgt. Hohe Standards seien «ansteckend». Eine neue Person in einem Team mit hohen Standards wird sich schnell anpassen. Dasselbe gilt auch umgekehrt: Wenn niedrige Standards die Oberhand gewinnen, breiten sie sich schnell aus. Sorgfalt also bei der Zusammenstellung der Teams!

2. Generalisten gibt es nicht
Man muss nicht in allem gut sein, sondern seine Kernkompetenzen finden. Zum Beispiel: Betriebliche Abläufe und wie man Prozesse optimiert muss man nicht beherrschen. All das bringt einem das gut ausgewählte Team bei.

3. Immer schön realistisch bleiben
Nachdem man herausgefunden hat, in welchem Bereich man seinen Fokus legt, folgen zwei wichtige Schritte.
Erstens: zu wissen, was «gut» in diesem Feld überhaupt bedeutet.
Und zweitens: Realistische Erwartungen zu haben, wie schwer und langwierig es sein kann, dieses Resultat zu erzielen.

Zum Beispiel reicht es nicht, einfach eine flotte Webseite einzurichten ohne den Markt zu verstehen. Speziell in der Schweiz gilt immer noch vorwiegend die «Mund zu Mund Propaganda» und diese braucht Zeit. Das zweite Beispiel kommt aus der Amazon-Welt: Powerpoint-Präsentationen wurden aus dem Unternehmen verbannt, stattdessen schreiben die Mitarbeiter sechsseitige Memos. Deren Qualität unterscheide sich je nach Schreiber erheblich. Aber: «Manche haben die Klarheit singender Engel», schreibt Bezos. Eine punktgenaue Anleitung zum Schreiben gibt es für die Verfasser aber nicht. «Grossartige Memos werden geschrieben, umgeschrieben, von Kollegen geprüft und korrigiert, auf die Seite gelegt und mehrere Tage später erneut bearbeitet». Die Essenz: Gute Resultate sind nicht schnell zu erzielen. Hartnäckigkeit und Ausdauer sind gefragt.

4. Teamwork, Teamwork, Teamwork
Wer gute Resultate erzielen möchte, muss nicht unbedingt der Beste in jedem Bereich sein. Wichtiger ist zu wissen, wer im Team welche Aufgabe am besten lösen kann – und dann zu delegieren (Thema flache Hierarchien). Das «Beste» Unternehmen auf einem Gebiet zu sein braucht Ausdauer und die Fähigkeit auch Rückschläge zu verkraften. Gleichzeitig geben einem die vielen Herausforderungen und Chancen enorme Energie. Der grosse Aufwand, den es bedeutet, eine Unternehmenskultur mit hohen Standards zu implementieren, ist die Mühe wert. Bessere Produkte und glücklichere Kunden – Entscheidend ist dabei vor allem die «unsichtbare» Arbeit hinter den Kulissen: «Die Arbeit, die erledigt wird, wenn niemand zuschaut». Und eben das macht gemäss Firmenchef Bezo die Professionalität aus. Die schrittweise digitale Transformation einzelner Bereiche hilft mit, diese Ziele zu erreichen.

Themen aus dem Universum der Company Factory
«kompetenz60plus.ch» im Ökosystem von Company Factory AG wird am 2. Mai 2018 in Winterthur an einer Arbeitssitzung zum Thema «Transformation ein Schreckgespenst – immer eine Frage der Perspektive» teilnehmen. An diesem ersten Anlass wollen wir über konkrete Methoden zur nachhaltigen Transformation von KMU’s diskutieren. Es soll deshalb eine Mischung aus gemeinsamem Austausch, Erfahrungsberichten von KMU’s und Rückmeldungen oder Anregungen zur Company Factory werden: Interaktiv – konkret – sympathisch anders! (Zuständig ist: Christoph Meili, Co-Founder & CEO Company Factory AG)

Das Projekt «kompetenz60plus.ch»
Als gestandene Unternehmer und Unternehmerinnen wünschen Sie den Kontakt zu einem Sparring-Partner mit Empathie für Ihre Anliegen ausserhalb Ihrer Informationsblase. «kompetenz60plus.ch» ist ein Projekt «von uns. für uns.» Ziel ist ein Sammelbecken (Kompetenzpool) von Gleichgesinnten welche ohne Leistungsdruck auf Ihre Ideen eingehen und Sie gegebenenfalls mit einem Netzwerk von innovativen Unternehmen und Personen bekannt machen können. Registrieren Sie Ihr KMU oder Ihre Kompetenz noch heute kostenlos und geben Sie dem Projekt eine Chance. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger