Blog, Industrie 4.0

Disruptiv?

Disruptive Ideen
Die Präsentation zum Thema «Wiederverwendung von Bauteilen» in der Schweizer Baumuster-Centrale Zürich vom letzten Donnerstag inspirierte die folgende Überlegung. Marc Loeliger, Mitinhaber Loeliger Strub Architektur Zürich und Dozenten Institut Konstruktives Entwerfen ZHAW, Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen zeigte zur Einführung in die Thematik das wunderbare Bild der «Dachträger». Dieses Wiederverwerten eines Bauteils an einem anderen Ort und vielleicht für einen anderen Zweck steht diametral zur verbreiteten Auffassung, alles bestehende über Bord zu werfen. Möglichst disruptiv sollen Ideen sein, ein Neuanfang auf der «grünen Wiese» sozusagen. Man klammert sich an Begriffe wie «Design Thinking», «Sprints» oder «Ideation», vorzugsweise aus dem englischen Sprachraum. Erfahrung ist von gestern, unverbraucht sollen die Teams sein, idealerweise aus anderen Branchen kommen. In wenigen Tagen soll das Projekt als Prototyp auf dem weltweiten Markt im Internet getestet werden.

Präsentattion von Marc Loeliger Architekt, Dozenten Institut Konstruktives Entwerfen ZHAW, Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen

Evolution contra Disruption
Disruptive Technologien (oft auch «Disruptive Innovationen»; englisch to disrupt «unterbrechen» beziehungsweise «stören») sind Innovationen, die die Erfolgsserie einer bereits bestehenden Technologie, eines bestehenden Produkts oder einer bestehenden Dienstleistung ersetzen oder diese vollständig vom Markt verdrängen. Solche disruptiven Technologien zu erkennen und zu bewerten sowie daraus passende Reaktionsstrategien abzuleiten ist für Unternehmen oft eine grosse Herausforderung. Der Begriff wurde erstmals von Clayton M. Christensen, Harvard Business School, verwendet. Jill Lepore, Professorin für Geschichte an derselben Universität, bewertet Christensens Disruptionstheorie als «gegründet auf Panik, Angst und wackeliger Beweiskraft» («founded on panic, anxiety, and shaky evidence»). Sie bezieht sich auf langfristig operierende Unternehmen, die auf kontinuierliche Innovationen setzen, über einen längeren Betrachtungszeitraum ihren Marktanteil gehalten oder ausgebaut hätten, während die meisten mit der Absicht, die Wirtschaft disruptiv zu verändern, gegründeten Startups zwar anfangs Erfolge hätten erzielen können, aber mittelfristig insolvent geworden oder aufgekauft worden seien.

Die Sicht des Fraunhofer-Instituts
Bei ihrer Einführung sind disruptive Technologien zunächst am unteren Ende des Marktes und in neuen Märkten zu finden. Dabei sind sie gegenwärtigen Technologien zunächst unterlegen, gleichen sich mit der Zeit aber an ihre Vorgänger an oder übertreffen diese. Disruptive Technologien weisen oft neue Produktattribute auf, die von den für die Hauptwettbewerber wichtigen Kunden nicht gefordert werden. Interessant ist diese Art von Technologien für Unternehmen, die neu in einem Markt einsteigen und ein kleines Kundensegment besitzen, das von herkömmlichen Produkten und Technologien entweder nicht angesprochen wird oder deren Eigenschaften als zu umfangreich eingeschätzt werden. Sollte die disruptive Technologie später doch bereits etablierte Firmen ansprechen, kann ein Wechsel der Konsumenten von etablierten Unternehmen zu den Einsteigern stattfinden. Oft ist es ein besseres Kundenverständnis, das die disruptiven Angreifer so erfolgreich macht.

Flexible «Alte» gesucht
Neu in dieser Konstellation ist, dass wir den Verlauf der Dinge in Zukunft immer weniger voraussehen können. Alles ist im Fluss, die Rahmenbedingungen verändern sich laufend, weil simultan Tausende an ähnlichen Ideen werkeln. Das bedingt Kreativität, kritisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und ­kollaborative Fähigkeiten. Wir «Alten» haben den Vorteil, dass wir schon vieles miterleben und mitprägen durften – mit Höhen und Tiefen. Wir sind auch schon gescheitert, das gehört dazu. Unsere vielleicht grösste Kompetenz ist der Verstand und unsere Aussensicht. Ohne Karrieredruck und ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten haben wir das Privileg, unsere Energie und Kompetenz für Projekte einzusetzen wo das Endprodukt noch nicht feststeht. «kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für interessierte und kompetente Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen bewusst sind.

Bitte machen Sie mit, wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: wernerkruegger | Skype: live:werner_2636

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Alte und ihre «Regenbogenkarrieren»

Warten auf den «letzten» Tag
(Inspiration: «Ältere Arbeitssuchende: ein Problem mit politischer Sprengkraft»
Nicole Rütti, NZZ vom 23.2.2019)

Einige Unternehmen betrachten ältere Mitarbeitende eher als lästigen Kostenblock denn als loyale Arbeitskräfte mit wertvollen Betriebskenntnissen. Doch Arbeitgebende, die das Potenzial der Älteren nicht zu schätzen wissen, disqualifizieren sich längerfristig selber. Vorurteile über die angebliche Inflexibilität älterer Arbeitnehmenden, über deren mangelnde Lernbereitschaft und fehlende Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem halten sich auch in kleineren Betrieben (KMU) hartnäckig. Die nach Alter gestaffelten Pensionskassenbeiträge, welche die Arbeitsleistung älterer Arbeitskräfte verteuern ist auch nicht das Killerkriterium, wie oft dargestellt. Die Beschäftigungsfähigkeit hängt nämlich nicht in erster Linie vom Alter, sondern vielmehr vom individuellen Lebenslauf, von den beruflichen Fähigkeiten und von persönlichen Kompetenzen ab. Voraussetzung ist auch ein gesundes Betriebsklima, denn eine mangelhafte Unternehmenskultur ist meist schuld am Desinteresse der Mitarbeitenden, diese warten dann (oft jahrelang) auf den «letzten» Tag.

Bild: Christian Beutler / NZZ 23.2.2019

«Regenbogenkarrieren» zeigen den Weg
Als Lösungsansatz bietet sich die vielzitierte «Regenbogenkarriere» an: Der schrittweise Abbau von Anforderungen, Lohn und Führungsverantwortung für ältere Mitarbeitende. Dies erfordert sowohl von Arbeitnehmenden als auch von Arbeitgebenden ein Umdenken. Mehr Flexibilität bei den Löhnen, der Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse sowie der beruflichen Laufbahnen wäre zentral, um ältere Arbeitskräfte verstärkt im Arbeitsmarkt zu halten und deren Potenzial weiterhin zu nutzen. Im Gespräch auf Augenhöhe offenbaren sich auch immer wieder versteckte Fähigkeiten und Interessen, wertvolle Erfahrungen am Ende einer «Karriere» und ohne Angst vor dem Stellenverlust, die ein Unternehmen weiter bringen.

Ins Ungesicherte denken
(Inspiration: «Sind wir noch exzentrisch oder nurmehr Schafe?»
Roman Bucheli, NZZ vom 23.2.2019)

Die Welt braucht dringend mehr originelle Köpfe. Zu viele denken und reden in vorgespurten Bahnen. Die Gegenwart und viele ihrer kleinmütigen Zeitgenossen hätten es wohl nötiger denn je, über die engen Grenzen ihres Denkens hinausgetrieben zu werden. Wir brauchen Menschen, die auf Augenhöhe miteinander sprechen und einander nichts schenken und dabei das Beste aus sich herausholen. Gerade ältere Mitmenschen strahlen in ihrer Unantastbarkeit eine gewisse Gelassenheit aus, eine Narrenfreiheit oder einfach Freiheit. Es sind die Freiheiten, die sich der selbstbestimmte, unabhängige, eigenwillige, kurz: der exzentrische Einzelne, im Denken und Handeln nimmt. Diese Originalität gilt es zu schützen und zu befördern, wenn es denn mit der Welt vorangehen solle.

Kompetente Ältere gesucht
«kompetenz60plus.ch», die Plattform als Sammelbecken kompetenter Senioren welche sich ihrer Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen bewusst sind, war Gegenstand eines doppelseitigen Zeitungsartikels Ende Januar 2019 in der Schweizerischen Gewerbezeitung  und wurde als Videobeitrag (3:43′) «FokusKMU» im Lokalfernsehen diesen Februar gezeigt*.  Das Echo war erstaunlich positiv. Unter den Rückmeldungen war auch die Anfrage eines bekannten Lehrmittelverlags aus Zürich. Netzwerke wie «kompetenz60plus.ch» erschliessen dem Verlag das Wissen und die (Lebens-)Erfahrung von «Alten». Ermöglicht wird eine Art Generationenmanagement (Talente finden, Wissen auffangen, Wissen erhalten). Ein Projekt «von uns. für uns».

Bitte engagieren Sie sich, wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
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  • Die Auswertung der Zuschauerzahlen hat gezeigt, diese Sendung war von allen Sendungen der Schweizerische Gewerbezeitung sgz in den zwei Jahren seit Bestehen des Formats eine der meist gesehenen. Auf TeleZüri war es die drittbeste Sendung für die sgz überhaupt.
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FOKUS KMU auf TeleZüri, TeleM1 und TeleBärn

«kompetenz60plus.ch» im FOKUS KMU
Die Plattform «kompetenz60plus.ch» ist ein Sammelbecken kompetenter Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen bewusst sind. Nicht das physische Alter steht so sehr im Vordergrund als der Beitrag, den wir «Alten» für unsere Gesellschaft immer noch zu leisten bereit sind.

Erklärung zum Projekt auf TeleZüri, TeleM1 und TeleBärn
Im Videobeitrag (3:43′), aufgezeichnet von Adrian Uhlmann, Schweizerische Gewerbezeitung sgz, erklärt Werner K. Rüegger seine Ideen und die Philosophie hinter dem Projekt. Mit dem Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess der Baby Boomer Generation (geboren 1946 – 1964) und den Schwierigkeiten vieler älterer «Patrons», Nachfolgeregelungen für Ihre Klein- und Kleinstunternehmen zu finden, stellen wir gerne unsere Kompetenzen und ein industrieübergreifendes Netzwerk zur Verfügung. Wir haben ganz massgeblich den heutigen Erfolg mitgeprägt und sind daran interessiert das vorhandene Wissen auf Augenhöhe an eine jüngere Generation weiterzugeben. Siehe dazu auch den Beitrag in der Schweizerischen Gewerbezeitung vom 25. Januar 2019.

«kompetenz60plus.ch» im Lokalfernsehen, Simone Moor, 11. Februar 2019

«FOKUS KMU – Die Sendung für Wirtschaft & Gesellschaft» präsentiert alle zwei Wochen wichtige Themen und spannende Geschichten aus der Schweizer KMU-Wirtschaft. Auf TeleZüri, Tele M1 und TeleBärn ist unser Projekt «kompetenz60plus.ch», bei welchem der Transfer von Wissen und Erfahrungen für KMU im Vordergrund steht, vom 11. bis 17. Februar, respektive auf Tele Z vom 18. bis 24. Februar zu sehen. Mehr Informationen unter: www.fokus-kmu.tv

Machen Sie mit, wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme für einen unverbidlichen Termin. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
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