Blog, Industrie 4.0

#192 – Systemrelevante «Alte»

Machen Sie das Beste aus Ihrer Beziehung zur KI?
20. Oktober 2020
Eine neue Studie von BCG Boston Consulting Group GAMMA, dem BCG Henderson Institute und dem MIT Sloan Management Review legt nahe, dass Unternehmen eine mehrdimensionale, komplexe Beziehung zur KI künstlichen Intelligenz benötigen, die mehrere Lernmethoden und verschiedene Arten der Interaktion umfasst, um signifikante finanzielle Renditen zu erzielen .

Erfahrungen von uns «Alten» wird wenig respektiert
Die weltweite Umfrage unter mehr als 3’000 Führungskräften ergab, dass mehr als die Hälfte der Befragten KI künstliche Intelligenz einsetzt: Sechs von zehn haben 2020 eine KI-Strategie, gegenüber vier von zehn im Jahr 2018. Unternehmen setzen auf das Potenzial von KI, um Prozesse zu verbessern, Kundenbedürfnisse zu erfüllen, neue Räume zu betreten und vor allem nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen. KI-Lösungen sind heute produktiver und einfacher zu implementieren als je zuvor. Doch um eine signifikante Rendite zu erwirtschaften braucht es noch Geduld. Datenwissenschafter einzustellen, Algorithmen zu entwickeln und Prozesse und Entscheidungen zu optimieren braucht eben Zeit. Eigentlich hätten ältere Mitarbeitende hier eine Aufgabe. Sie können von ihrer reichen Erfahrung profitieren und ohne Karrierezwang, mit Geduld solche Projekte begleiten und zum Erfolg führen. Einer aktuellen Studie zum Altersmanagement von «die Plattform.ch» zufolge, sehen jedoch über 50-Jährige oft keinen Bedarf für eine Weiterbildung und werden deshalb von allen Altersgruppen als weniger lernfähig eingestuft. Das führt dazu, dass die Erfahrungen von uns «Alten» zu wenig respektiert wird um in Arbeitsabläufe und Prozesse mit eingebracht zu werden.

Eine symbiotische Beziehung
KI künstliche Intelligenz basiert grundsätzlich auf dem Wissen und der Erfahrung von uns Menschen. Uns «Alten» kommt dabei die Aufgabe zu, Werte wie Verantwortung, Vernunft, Ethik oder Moral im digitalen Bereich einzubringen. KMU setzen jene Mensch-Maschine-Interaktion ein, die eine Situation erfordert und passt sie nach Bedarf an veränderte Kontexte, Umstände und Szenarien an. Wichtig ist es zu erkennen, was KI kann und was nicht – und welche Arbeit am besten dem Menschen überlassen bleibt. Führende Unternehmen wissen, dass Mensch und Maschine zusammenarbeiten und voneinander lernen müssen. In diesen Unternehmen lernen KI-Technologien autonom und aus menschlichem Feedback, genauso wie Menschen aus KI lernen. Am wichtigsten ist jedoch, dass alle Arten des Lernens stattfinden.

Eine positive Einstellung hilft
Der wohl wichtigste Aspekt ist das Vorhandensein einer umfassenden Datenbank, die als KI-Grundlage dient. Firmen lernen, sich im Zeitalter der KI zu verändern. Sie verschreiben sich neue Organisationsarchitekturen, Prozesse, Verhaltensweisen und Einstellungen. Solche Änderungen sind anspruchsvoll und können unangenehm und schwierig umzusetzen sein. Dies erfordert Geduld und Flexibilität sowie die Fähigkeit, sich an neue Kontexte und Informationen anzupassen. Mitarbeitende ohne permanente Weiterbildung werden Mühe haben, im neuen Kontext zu bestehen. Bei ihnen geht es vor allem um die innere Einstellung, sich auf «Neues» einzulassen.

Vorteile der KI-Implementierung
Für diese KMU ist KI nicht nur ein Weg zur Automatisierung. Es ist ein integraler strategischer Bestandteil ihres Geschäfts. Unternehmen müssen über die anfänglichen, wenn auch grundlegenden Schritte der KI-Einführung hinausblicken – um die richtigen Daten, Technologien und Talente zu haben und diese Elemente um eine Unternehmensstrategie herum zu organisieren. Es ist die erfolgreiche Orchestrierung der Makro- und Mikrointeraktionen zwischen Mensch und Maschine, die wirklich Wert freisetzt. Die Fähigkeit, als Organisation zu lernen, indem das menschliche Gehirn und die Logik von Maschinen zusammengeführt werden, gibt Unternehmen eine hohe Chance, auch die finanziellen Vorteile der KI-Implementierung zu nutzen.

Kompetente «Alte» stellen ihre Erfahrung zur Verfügung
«kompetenz60plus.ch» ist ein Sammelbecken für kompetente Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation bewusst sind und sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft beteiligen wollen. Wir «Alten», Frauen und Männer, im Team auf Augenhöhe mit den «jungen Wilden», stellen unsere Erfahrung mit Leidenschaft zur Verfügung. Bitte bringen Sie sich ein und registrieren Sie Ihre Kompetenz kostenlos hier. Wir freuen uns auch über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch, oder hinterlassen Sie Ihren Kommentar weiter unten. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: kompetenz60plus.ch | facebook: wernerkruegger

Blog, Industrie 4.0

#178 – Gedanken für die Sommerpause

Es mangelt am Willen zu verstehen
Wenn der älteste von sieben Bundesrät*innen «nicht drauskommt» und sich öffentlich äussert, die SwissCovid-19 App auf seinem Smartphone deswegen nicht zu installieren, läuft etwas falsch. Eigentlich müsste der Strukturwandel von oben vorgelebt werden um in der breiten Bevölkerung Akzeptanz zu finden. Wir «Alten» disqualifizieren uns selbst durch ständige Ablehnung des Neuen. Es geht dabei auch nicht nur um einzelne «Verweigerer», sondern um eine «(Alters-)Kultur» der fehlenden Konzepte, Weitsicht und Strategien, als Folge von Wohlstand und lückenhafter (Weiter-)Bildung. Seit Jahrzehnten wird zum Beispiel an der IT-Struktur des Bundes «geflickt», ohne wirklichen Fortschritt. Mit der Corona-Krise wurde deutlich, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) immer noch zur Übermittlung von Excel-Tabellen auf Faxgeräte angewiesen ist. Im Jahr 2020 werden demzufolge Statistiken händisch und damit fehleranfällig ins Internet gestellt. Eine kluge Nutzung der Digitalisierung sieht anders aus. Siehe dazu auch den Beitrag von Larissa Rhyn, NZZ vom 10.Juli 2020: «Teile der öffentlichen Verwaltung sind in den 1990er Jahren stehengeblieben». Der internationale Konkurrenzdruck ist viel zu gross als dass sich die Privatwirtschaft solchen «Heimatschutz» am Arbeitsplatz leisten könnte. Daraus erklärt sich weshalb viele ältere Mitarbeitende in den vergangenen 10 Jahren ihre Stelle verloren und Leute über 50, ohne relevante Weiterbildung, arbeitslos bleiben.

Mumbai, India. Bild: © Johnny Miller Photography

Künstliche Intelligenz dank analoger Erfahrung
In ihrem Beitrag «Künstliche Intelligenz (KI): Die Corona-Krise bringt den nächsten Technologieschub» beschreibt Nicole Rütti, NZZ vom 7. Juli 2020, wie die Privatwirtschaft verstärkt auf Automatisierung setzt. Videokonferenzen, Home-Office und intelligente Assistenten: Die Corona-Krise habe zu einem Technologieschub geführt, der zu einer Umwälzung der Arbeitswelt führen werde, frohlocken Ökonomen. «Wir haben in den zurückliegenden Wochen die Digitalisierung light kennengelernt und gemerkt, dass damit neue Organisationsformen möglich sind», sagt Rafael Lalive, Professor für Arbeitsmarktökonomie und technologische Transformation an der Universität Lausanne. Roboterassistenten übernehmen immer mehr Routinearbeiten, in Krisenphasen gehen vor allem Arbeitsplätze in Berufen mit einem hohen Automatisierungspotenzial verloren. Der schon nach der Finanzkrise vor über 10 Jahren prophezeite Strukturwandel erhält nun einen weiteren Schub, auch für KMU. Bedroht sind vor allem Stellen, für die ein mittleres Qualifikationsniveau – beziehungsweise eine Lehre ohne anschliessende Weiterbildung – erforderlich ist. Ältere Mitarbeitende, mit ihrer Resistenz gegenüber digitalen Technologien, sind ebenfalls betroffen. Im Gegenzug ist der Anteil an Jobs für Hochqualifizierte in den zurückliegenden Jahren stark gestiegen. Auch aufgeschlossene und agile «Alte», dank ihrer breiten analogen Erfahrung, sind involviert bei der Umsetzung digitaler Projekte.

Sind Firmen für den nächsten Digitalisierungsschritt bereit?
Die Zurückhaltung der Firmen gegenüber der künstlichen Intelligenz scheint derzeit noch gross zu sein. Die meisten haben erst vage Vorstellungen davon, wie sich entsprechende Lösungen in profitable Geschäftsmodelle umsetzen lassen. Experten schätzen, dass sich der Anteil der Schweizer Unternehmen, die auf KI-Technologie setzen, gerade einmal im einstelligen Prozentbereich bewegt. Selbstlernende Maschinen brauchten derzeit noch zu viele Daten, verbrauchten viel Energie und verstünden im Grund nicht, was sie täten. Klar ist, dass die Diskrepanz zwischen den angeblich unbeschränkten Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz und ihrem tatsächlichen Anwendungsgebiet gross ist. Insgesamt zeichnet sich eher ein Miteinander von Maschinen und Mensch ab. «Langweilige Tätigkeiten werden automatisiert, während der Mensch mehr Zeit für kreative, intellektuelle und emotionale Arbeit erhält», erläutert Rafael Lalive. Er räumt ein, dass künstliche Intelligenz derzeit wenige Arbeitsplätze verändert. Ob und in welchen Bereichen sich daraus Produktivitätsfortschritte ergeben, muss sich erst noch zeigen. Was nicht heisst, dass wir uns zurücklehnen dürfen.

Das Wissen der «Jungen» und die Erfahrung der «Alten» nutzen
In ihrem Beitrag in der NZZ vom 13.Januar 2020, beschreibt Nicole Rütti wie mangelndes Vertrauen in die Technologie und fehlende Erfahrung der Entscheidungsträger notwendige Fortschritte verhindern. Ein aktuelles Beispiel dafür ist für mich die fehlende Unterstützung der zuständigen Bundesrätin beim Ausbau des G5-Netzes. Laut einer Erhebung der Management-Consulting-Gruppe MSM Research ist für beinahe die Hälfte der Ende 2018 befragten Unternehmen in der Schweiz der konkrete Nutzen von KI-Lösungen nach wie vor nicht ersichtlich. Eine Knacknuss ist hierbei nicht zuletzt der Wissensmangel: 58% der Firmen nennen fehlendes internes Know-how (Bildungslücken) als Hemmfaktor für die Einführung von KI-Technologien – noch vor hohen Kosten (33%) oder Sicherheitsaspekten (33%). Das Thema KI in seiner ganzen Tiefe und Bandbreite sei bei der Mehrheit der Unternehmen noch nicht wirklich angekommen, stellen die Autoren etwas konsterniert fest.

Künstliche Intelligenz braucht menschliches Urteilsvermögen
Eine weitere Hürde für den Einsatz künstlicher Intelligenz sei das (auch kulturbedingte) Misstrauen der Menschen gegenüber der Technik. Wenn es zu Fehlern komme, verlören Betroffene schneller das Vertrauen in Algorithmen als in Menschen. Berater von McKinsey kamen anhand der Analyse von mehr als 2000 Arbeitstätigkeiten in über 800 Berufen zwar ebenfalls zur Erkenntnis, dass ungefähr die Hälfte der von den Arbeitnehmern ausgeführten Tätigkeiten von der Automatisierung betroffen sein könnten. Dies heisst aber nicht, dass in absehbarer Zeit ganze Berufsgruppen verschwinden werden. Wie die Experten einräumen, könnten mit den derzeitigen Technologien nur etwa 5% der Berufe vollständig automatisiert werden. Mit anderen Worten: Die Automatisierung von Routinetätigkeiten ist in vollem Gange, und sie wird sich auf die Arbeitsweise zahlreicher Berufsgruppen auswirken – vom Schweisser über den Hypothekenmakler bis hin zum CEO. Beim Erstellen von Prognosen wird die Technik des maschinellen Lernens den Menschen voraussichtlich ersetzen. Dort aber, wo menschliches Urteilsvermögen gefragt ist, ergänzt sie ihn. Überflüssig macht sie den Menschen nicht.

Kompetente Senioren denken mit
«kompetenz60plus.ch» ist ein Sammelbecken für kompetente Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation bewusst sind und sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft beteiligen wollen. «Alte», Frauen und Männer, im Team auf Augenhöhe mit den «jungen Wilden», stellen ihre Erfahrung mit Leidenschaft zur Verfügung. Bitte bringen Sie sich ein und registrieren Sie Ihre Kompetenz kostenlos hier. Wir freuen uns auch über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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#173 – Weiterbildung im Wettbewerb

Handwerk und Digitalisierung
Stunden habe ich in der Werkstatt meines Vaters verbracht. Habe gelernt, welches Werkzeug für welches Material und dessen Bearbeitung geeignet ist. Als Architekt konnte ich immer wieder von dieser Erfahrung profitieren, auch wenn sich Materialien und Werkzeuge zwischenzeitlich sehr verändert haben. Gerade das Beispiel Bauwesen zeigt, wie dieses sich von einem Handwerk zunehmend in eine Industrie wandelt. Menschen, die technisch im letzten Jahrhundert stecken geblieben sind und die aktuellen Entwicklungen nicht sehen wollen, bereitet diese Tatsache grosse Mühe. In meinem ganzen Berufsleben konnte ich mich dank dieser «analogen Erfahrung», vorbehaltlos mit den Vorteilen digitaler Technologien beschäftigen und bin noch heute beratend tätig. Dies ermöglicht mir einen guten Überblick über die neuesten Entwicklungen in der Bauwirtschaft. Wir «Alten» profitieren bei der Umsetzung digitaler Prozesse vom technologischen Wissen und der Begeisterung der «jungen Wilden» und vermögen vermeintliche Fortschritte geschichtlich und global einzuordnen.

Technisches Zeichenbüro USA, ca. 1960er Jahre, bevor AutoCAD

Kompetente «Alte» im Team überbrücken Engpässe
Die gegenwärtige Krise zeigt einmal mehr, wie ältere Arbeitnehmende, aber auch ältere Patrons von KMU, mit veränderten Wettbewerbsbedingungen zu kämpfen haben. In der Sendung «Arena» vom 5. Juni 2020 des Schweizer Fernsehens wurde der Stellenverlust trotz Weiterbildung von über 50-jährigen diskutiert. Nicht thematisiert wurden der Zusammenhang zur (relativ kurzen) Erstausbildung (frühe Kategorisierung der Menschen), mit dem Selbstbild und der mangelnden Flexibilität von vielen Arbeitnehmenden. Gesellschaftlich-Kulturell bedingt sind Alternativen zur aktuellen Berufssituation für eine Mehrheit nur beschränkt denkbar. Dieses Silodenken ist nicht abhängig vom biologischen Alter eines Menschen, davon sind Junge und Alte gleichsam betroffen. Ältere verfügen dagegen oft über eine gute Portion Weisheit, gesammeltes Wissen wird als Erfahrung «Be-Greifbar» (Geschichtsbewusstsein). Die vielleicht grösste Kompetenz von «Alten» ist deren Verstand und die Aussensicht. Kompetente «Alte» sind deshalb gerne bereit, zur Bewältigung von temporären Personalengpässen, ihre Fähigkeiten auf Augenhöhe im Team mit Jüngeren zu teilen, ohne kostspielige Beraterverträge mit ungewissen Erfolgsaussichten.

Veränderung des Kundenverhaltens
Der Markt hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Bisher wenig bekannte Firmen, aber auch grosse etablierte Konzerne, gehen Kooperationen ein, um gemeinsam die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken. Dieses vernetzte Denken und das veränderte Kundenverhalten bereitet vielen Älteren noch Mühe, obwohl wir die Auswirkungen im Alltag hautnah erleben. Dass zum Beispiel Amazon, ursprünglich bekannt als online Buchhändler, heute eine Plattform für fast alle Konsumgüter bereitstellt, Serverlösungen (Cloud) anbietet oder vollautomatisiertes und bargeldloses Einkaufen in eigenen Läden (amazon Go) 24/7 anbietet, war vor ein paar Jahren nur schwer vorstellbar. Diese Entwicklung hat viele Firmeninhaber im «Schlaf» überrannt. Hunderttausende gescheiter Menschen arbeiten weltweit Tag und Nacht an solchen Modellen. Digitale Test-Marktplätze (Marktvalidierungen) ersetzen dabei die traditionellen Umfragen, denn wir Konsumenten wissen meist gar nicht was wir wollen, bis etwas auf dem Markt erscheint. Niemand aus der «BlackBerry und Palm-Gemeinde» konnte sich damals eine Alternative zum eigenen Produkt ausmalen, bis Apple-Gründer Steve Jobs vor 13 Jahren das iPhone mit seiner berührungsempfindlichen Oberfläche vorstellte.

(Schnelles) Scheitern sei erlaubt
Genauso konnte sich 1991 (fast) niemand vorstellen, dass aus dem ursprünglichen Browser im World Wide Web von Sir Tim Berners-Lee, unzählige Plattformen für soziale Medien entstehen könnten. Das gilt auch für noch bevorstehende Entwicklungen im Zusammenhang mit der 5G-Technologie und dem Internet der Dinge. Die Beispiele sollen illustrieren, wie vermeintlich nachhaltige Evolutionen im Kerngeschäft durch revolutionäre Ideen von aussen (oder innen) fundamental gestört werden (Disruption). 72% der CEOs in einer weltweiten Studie glauben, dass die nächsten fünf Jahre kritischer für ihr Geschäft sein werden als die letzten 50 Jahre zusammen (Forbes, 2019). Für uns «Alte» eröffnen sich hier neue Tätigkeitsfelder, dank unserer Erfahrung, unserem Enthusiasmus und Ausdauer. Denn in der Regel haben wir unsere Fähigkeiten durch «Arbeiten» erlernt und nicht nur durch das Lesen darüber. Wir verfügen deshalb über Empathie mit traditionellen Unternehmen, auch eine gewisse Grosszügigkeit und Abgebrühtheit bei der Entscheidungsfindung. Viele von uns sind offen für Neues und bereit, flexibel in alternativen Strukturen zu arbeiten.

Leidenschaft und Erfahrung von «Alten» als Ressource
«kompetenz60plus.ch» ist ein Sammelbecken für kompetente Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation bewusst sind und sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft beteiligen wollen. «Alte», Frauen und Männer, im Team auf Augenhöhe mit den «jungen Wilden», stellen ihre Erfahrung mit Leidenschaft zur Verfügung. Bitte bringen Sie sich ein und registrieren Sie Ihre Kompetenz kostenlos hier. Wir freuen uns auch über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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