Blog, Industrie 4.0

«Alte» Werte, neue Ziele – Ideen mit Sprengkraft

Firmenkultur als Chance
Bei startup Unternehmen existieren in der Regel flache Hierarchien. Dies ist für die Kommunikation, Entscheidungsfindung und Agilität während einer Aufbauphase wichtig. Daneben verfügt das Startup als unbeschriebenes Blatt über wenig «Geschichte», die eigene «Firmenkultur» muss sich erst noch entwickeln. In welche Richtung diese gehen sollte fasst Wilfried Porth, Vorstand Personal und Arbeitsdirektor, IT & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG folgendermassen zusammen: «Die Top-Fähigkeiten heissen in den kommenden Jahren Kreativität, Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit. Um diese Fähigkeiten zu fördern, schaffen wir ein neues Arbeitsklima. Eine Kultur, in der Ideen noch besser entstehen können – und in der wir die mobile Zukunft für Kunden in aller Welt gestalten.»

Firmenpublikation: Daimler Sindelfingen

In KMU’s die von einem Unternehmer oder einer Unternehmerin geführt sind folgt man deren «Patrons», die ihre Firmenkultur bestimmen und oft auf viele Jahre Firmengeschichte und Tradition zurückblicken. Solche Verbundenheit mit dem «Geschäft» findet man selten in Betrieben, die von bezahlten Managern geführt sind, welche alle paar Jahre ausgewechselt werden. Deshalb gilt es, den unternehmerischen Geist von KMU’s mit ihrer individuellen Kultur zu bewahren. In Krisensituationen fühlen sich Mitarbeitende oft auch als «Miteigentümer», welche in Entscheide einbezogen werden wollen. Bei einer Neuausrichtung, Nachfolgeregelung oder digitalen Transformation scheint es deshalb zentral, dass man die «Geschichte» als Symbol und die «Tradition» als Ausgangslage nutzt und bei der Umsetzung von Massnahmen an deren Stärken anknüpft.

Tradition ist trotz Digitalisierung wichtig
Wir alle sind emotionale Geschöpfe. Wir erinnern uns gerne an die gute alte Zeit. Man muss das Gefühl vermitteln: Dies ist eine Firma, die viele Jahre überlebt hat und deshalb auch die nächste Krise überstehen wird. Als Berater, Sparring-Partner oder Coach ist man zwar nur während eines kurzen Zeitabschnitts Teil dieses Ökosystems. Der Erfolg der zu ergreifenden Massnahmen hängt deshalb stark von der Firmenkultur und unserer Kreativität ab. Wie wir miteinander umgehen, wie viel Vertrauen wir uns schenken und von unserem Ehrgeiz und Stolz.

Firmenpublikation: Daimler Sindelfingen

Scheitern sei erlaubt
Wenn wir realisieren, dass das, was wir gemacht hatten, nicht (oder nicht mehr) funktioniert, entstehen Chancen für neue Ideen. In der Diskussion über Alternativen muss deshalb erlaubt sein, zu hinterfragen weshalb eine Idee vielleicht scheitern könnte. Risto Siilasmaa, ehemaliger Nokia-Chef im Interview vom 28.09.2018 mit der NZZ nennt es «paranoider Optimismus» und macht sich immer Gedanken darüber, was alles schief laufen und was eine bessere Alternative sein könnte. Wenn wir wissen, was schief laufen kann, schauen wir optimistischer in die Zukunft.

«kompetenz60plus.ch» die Plattform «von uns. für uns.»
Wir «Alten» verfügen als Partner in der Beratung über einen altersbedingten Wissensvorsprung und viel Lebenserfahrung. Als Konsumenten sind wir Vertreter eines stark wachsenden Marktpotenzials und kennen unsere Bedürfnisse aus erster Hand. Um den Wohlstand unserer Gesellschaft sichern zu können braucht es deshalb Modelle, welche die Kompetenzen von uns «Alten» nützen. «kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für Klein- und Kleinstunternehmen (KMU’s) wo man sich auf Augenhöhe begegnet. Helfen Sie mit, zusammen führen wir dieses Projekt zum Erfolg. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

Blog, Industrie 4.0

Fehlende Geschäftsmodelle in den KMU’s – Ideen mit Sprengkraft

Anstoss zu diesem Blog war ein Beitrag unter dem Titel: «Digitalisierung: Gute Fortschritte, fehlende Geschäftsmodelle» von Siegfried Lettmann, 13.08.2018.

Gute Geschäftsmodelle sind gefragt
Die Digitalisierung ist in den KMU’s angekommen. Dennoch stehen viele erst am Anfang. Der nächste Schritt erfordert Kreativität und gute Ideen. Erst ein strategischer Einsatz der Digitalisierung bei den Primärprozessen führt zum Erfolg. Vielerorts betreffen entsprechende Massnahmen aber nur einzelne Bereiche oder unterstützen nur die interne Organisation. Von einer rein internen Vernetzung hat der Kunde aber oft nicht viel. Im Prinzip ist der bedeutendste Ansatz nach wie vor der Kunde, dessen Anforderungen und die eigenen Kernkompetenzen. Wer damit am besten umgeht, wird auch morgen noch erfolgreich sein.

Neue Zugänge erarbeiten
Viele Unternehmen, die nicht mehrmals wöchentlich durch die Medien geistern, sind dennoch erfolgreich – oft aufgrund ihrer guten Kundenbeziehungen. Aber gerade hier kann ein digitalisiertes Angebot mit zusätzlich starker Medienpräsenz sehr wirksam sein, wenn es den Bedürfnissen heutiger Kunden entgegenkommt. Die Unternehmen müssen hier individuelle Zugänge erarbeiten, wobei andere Fähigkeiten eine Rolle spielen als jene, die im Tagesgeschäft wichtig sind. Viele haben schlicht wenig Erfahrung mit solchen Themen und Eingriffen. Das beeinflusst auch die eigene Perspektive: Man neigt dazu, Herausforderungen als schwieriger und komplexer einzustufen, als sie vielleicht wirklich sind, wenn zu wenig Erfahrung vorhanden ist.

Weg von der Produktzentrierung
Gute Ansatzpunkte für neue Geschäftsmodelle ergeben sich häufig durch eine Analyse der Aufgaben, für welche die Kunden das eigene Angebot nutzen. Viele Unternehmen denken zu produktorientiert. Diese Sichtweise ist traditionell gewachsen und hat ihre Daseinsberechtigung, kann aber mitunter in eine Sackgasse führen. Hier wird Theodore Levitts berühmtes Beispiel, dass der Kunde keinen Bohrer will, sondern ein Loch in der Wand, als Grundhaltung herangezogen. Möglicherweise ist das wertigste Angebot aber gar keine Bohrmaschine. Die beste Bohrmaschine könnte ausgedient haben, sobald das Laserbohren günstiger und energieeffizienter geworden ist. Geht man dazu noch der Frage nach, wofür das Loch gebraucht wird, wäre vielleicht ein Kleber die bessere Alternative.

Der Austausch mit kompetenten «Alten»
Die Digitalisierung gibt den Unternehmen völlig neue Instrumente an die Hand. Neue Geschäftsmodelle können in diesem Kontext auch zuerst zielgruppenspezifisch definiert und getestet werden. Wer ein gutes Kundensegment-Management hat, ist hier klar im Vorteil, und weiss genau, was spezifischen Kunden wichtig ist. Ein entsprechender Servicevertrag, der die hohen Anschaffungskosten für die Kunden abfedert und damit gleichzeitig eine dauerhafte Kundenbindung erzwingt, würde auf dem heutigen Markt vielleicht einen grösseren wirtschaftlichen Unterschied machen als ein besserer Bohrer. Fakt ist: Produkte, vor allem digitale, sind wesentlich leichter zu kopieren als Geschäftsmodelle. Gute Geschäftsmodelle können daher nachhaltiger für bessere Umsätze sorgen. Für die traditionelleren KMU’s wird das Erkennen dieses Umstandes vielleicht bald über ihr weiteres Bestehen entscheiden.

Ein Projekt «von uns. für uns.»
«kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für ältere Berufsleute zum Austausch von Erfahrung. Als ehemalige Mitarbeitende und Unternehmer waren wir Zeugen grosser Veränderungen, haben diese grösstenteils mit geprägt und dabei einen riesigen Rucksack an Kompetenz gesammelt. Sachkenntnis und Empathie mit den «Sorgen» älterer Firmeninhaber helfen in der Diskussion zur Optimierung von Prozessen oder bei der Nachfolgeregelung. «kompetenz60plus.ch» ist die Plattform für Klein- und Kleinstunternehmen (KMU’s) wo man sich auf Augenhöhe begegnet. Helfen Sie mit, zusammen führen wir dieses Projekt zum Erfolg. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

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Beratung als Risikofaktor – Ideen mit Sprengkraft

Beratung soll neue Möglichkeiten aufzeigen
Beratungsmethoden folgen meist ausgeklügelten Excel-Tabellen oder Checklisten, obwohl doch jeder Beratungsfall verschieden ist. Vielleicht ist die Lösung für das Weiterbestehen eines Kleinunternehmens die Neuausrichtung seines Geschäftsmodells oder tatsächlich die «Nachfolgeregelung». Bei der Umsetzung solcher Erkenntnisse gibt es wiederum unendlich viele Möglichkeiten. Das Vorstellungsvermögen der Berater ist deshalb gefragt. Ob Straffung der Abläufe mittels Digitalisierung oder Ideen zur Diversifizierung des Angebots, offensichtlich werden notwendige Massnahmen erst im Gespräch auf Augenhöhe. Wichtiger Bestandteil ist die Begleitung des Unternehmens über einen gewissen Zeitraum. Deshalb gehören Kreativität und Geschichtsbewusstsein ebenso zu den Kompetenzen von Beratern, wie das spezifische «Fachwissen». Gegenseitiges Vertrauen der Partner und eine Portion Risikofähigkeit sind Voraussetzungen zum Erfolg.

Jean-Philippe Hagmann, Innovation und Transformation, 1. September 2018
Jean-Philippe Hagmann, Experte für radikale Innovation, referiert bewusst nicht über Methoden und Werkzeuge (Excel-Tabellen und Checklisten) – nicht weil er diese verpönt, sondern weil sie den Blick fürs Wesentliche vernebeln. Methoden und Werkzeuge geben ein Gefühl der Sicherheit. Sie gleichen einem Kochrezept, welches verspricht, dass die Mahlzeit am Ende hervorragend schmecken wird, solange man der Anleitung folgt. Bei der Beratung von Firmen gibt es jedoch immer unzählige Unbekannte und Variablen. Da wir allerdings ständig nach Sicherheit streben, klingt jede Schritt-für-Schritt-Anleitung reizvoll. Doch schenken wir den Methoden zu viel Vertrauen, so handeln wir wie eine Person, die den Eindruck hat, ihre Kleiderwahl am Morgen werde das Wetter am Nachmittag beeinflussen.

Wichtiger Austausch auf Augenhöhe
Ältere «Patrons» sind oft froh, sich mit jemandem auszutauschen der schon ähnliches erlebt hat. Wir «Alten» wurden in den letzten 40 Jahren mit tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert, haben diese auch mit geprägt und verfügen über nützliche Erfahrung. Wir sind unabhängig und bereit für den sofortigen Einsatz ohne lange Einarbeitungszeit. Sei es als Hilfe bei der Erstellung eines Businessplans, beim Überbrücken von Führungsvakanzen, zur Unterstützung der Projektleitung bei dünnem Personalbestand oder in der Mediation von Konflikten. Wir bieten Hilfe für kleinere und mittlere Betriebe bei temporären Engpässen, unkompliziert und zu moderaten Bedingungen. Wir sind zwar nicht mehr im Zenit unseres Könnens, aber wohl im Zenit unserer Erfahrung und freuen uns, unser Wissen weiterhin einbringen zu können.

«kompetenz60plus.ch» die Plattform für ehemalige Führungskräfte
«kompetenz60plus.ch» ist ein Projekt «von uns. für uns.» – diskutieren Sie mit, werden Sie Teil eines Netzwerks von Unternehmen für Unternehmer, registrieren Sie Ihr KMU oder Ihre Kompetenz noch heute kostenlos, oder kontaktieren Sie uns und geben Sie dem Projekt dadurch eine Chance. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
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