Blog, Industrie 4.0

R O B O T E R

Neue Wege
Menschen tun sich schwer damit, sich zu verändern oder beruflich etwas Neues in Angriff zu nehmen. Nun haben wir «Alten» jedoch die Möglichkeit, losgelöst von Erwartungshaltungen und Karrieredruck, zusammen im Team mit «jungen Wilden» unsere Stärken zu Gunsten der aktuellen Herausforderungen einzusetzen. Heutige Generationen sind markiert von Erzählungen, Glaubenssystemen früherer Generationen, insbesondere uns 68ern und Babyboomern. Die innere psychologische Landkarte junger Menschen ist durch Erziehung und Übertragung von Glaubenssätzen vorgezeichnet. Sie hat Fixpunkte, Höhen und Tiefen, die wir einst vorgaben. Jede Generation sucht sich ihre Lehrmeister. Vielleicht finden die Jüngsten von heute gerade bei den älteren, im Urteil geschärften Haudegen, ihre Mentoren und den Rat. Wir «Alten» waren die Letzten, die noch nach neuen Wegen gesucht haben. Wir haben das System schon mal gehackt. Wir erlebten nach dem zweiten Weltkrieg eine Zeit des Aufbruchs mit einen fast naiven Zukunftsglauben.

Ab 1939 beeindruckte der Roboter Sabor das Publikum. Bis in die 1960er Jahre reiste er durch Europa und die USA, unterhielt sich mit den Zuschauern und führte Tänzchen vor. Er war von einem versteckten Menschen ferngesteuert, der über Mikrofon auch für ihn sprach. (Bild: Photo by Ralph Crane / The LIFE Picture Collection via Getty)

Zurück in die Zukunft
Unter dem Titel «Zurück in die Zukunft» schreibt Joachim Radkau in der NZZ vom 22.3.2019 rückblickend auf die letzten 100 Jahre über das, was die Menschen von der Zukunft erwarten: Trotz unzähliger Fehleinschätzungen nahm die Prognostik keineswegs ein Ende; sie wurde im Gegenteil ambitiöser, suchte sich zur Wissenschaft auszubilden und durch Politikberatung praktische Wirksamkeit zu erlangen. Sie stiess oftmals schärfer mit der Realität zusammen als die Utopien alter Art in einem dramatischen Auf und Ab, mit einem Boom in den 1960er Jahren und einem jähen Absturz danach, als nicht nur die wissenschaftliche Seriosität, sondern auch die praktische Brauchbarkeit dieser Forschungsrichtung in Misskredit geriet. Seit den «Grenzen des Wachstums» (1972) des Club of Rome ist es zunehmend die Umweltbewegung, die von einer Zukunftsschau angetrieben wird; das gipfelt seit den 1980er Jahren in den warnenden Klimaprognosen, deren Geschichte erst in Ansätzen geschrieben ist und mit denen wir mitten in der Gegenwart sind. Technikdenker sprachen nicht mehr von «Techniken», sondern – worüber sich alte Techniker manchmal mokierten – von «Technologien». Der Begriff suggerierte, die neue Technik besitze ihre eigene Entwicklungslogik: eine – wie es schien – nie da gewesene Chance für eine wissenschaftliche Futurologie.

Computer machen die Zukunft berechenbarer
Es waren vor allem drei neue Techniksektoren, die das Zukunftsdenken inspirierten: die Computer, die Raumfahrt und die Kerntechnik. Am allermeisten die Computer: Sie dienten einerseits als Techniken zur Errechnung der Zukunft; noch die Grenzen des Wachstums, diese kalte Dusche für die Wachstumsextrapolierer, stützte sich 1972 auf die Autorität von Grosscomputern. Das gilt vor allem für die 1960er Jahre, als es so aussah, als sei es ein Entwicklungsgesetz dieser «Technologie», dass sie immer grösser und aufwendiger werde und damit Grossunternehmen, Grossmächte und zentrale Planung begünstige. Dass stattdessen ein halbes Jahrhundert darauf sogar viele Kinder wie selbstverständlich mit Minicomputern herumlaufen würden und das Internet nicht nur Insidern, sondern allem und jedem offenstehen würde, ist eine der allergrössten Überraschungen der Technikgeschichte. Vollends vor dem Hintergrund, dass viele gewähnt hatten, gerade die Computer machten die Zukunft berechenbar.

Kompetente Ältere gesucht
«kompetenz60plus.ch», die Plattform als Sammelbecken kompetenter Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen bewusst sind. Genaueres dazu erfahren Sie im doppelseitigen Beitrag von Ende Januar 2019 in der Schweizerischen Gewerbezeitung oder im Videoclip (3:43′) «FokusKMU» für das Lokalfernsehen vom Februar. Bitte machen Sie mit, wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

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Arbeiten im alter dank Digitalisierung

Der Beitrag von Eugen Stamm in der NZZ vom 20.8.2018 mit dem Titel «So schwierig kann das Rentnerleben ja nicht sein» diente als Inspiration für den folgenden Text:

Pensionierung als Belastung
Sich ernsthaft mit dem dritten Lebensabschnitt zu beschäftigen, damit beginnt man in der Regel erst wenige Jahre vor dem Pensionsalter. Das ist verständlich. Schliesslich gibt es, solange man mitten im Leben steht, immer Wichtigeres als das. Dazu kommt eine gewisse mentale Hürde, sich mit dem Älterwerden zu befassen. Alt sind die, die zehn Jahre älter sind als man selbst. Was aber bedeutet der unerwartete Verlust des Arbeitsplatzes infolge einer Restrukturierung oder einer Zwangspensionierung? Dann spätestens kommt der Moment, wo man sich Gedanken über weitere Schritte machen muss. Zumal man dann meist noch 25 Jahre bei guter Gesundheit vor sich hat und vorhandenes Wissen weiterhin sinnvoll einsetzen möchte.

Arbeiten ohne Digitalisierung (AutoCAD)

Marktwert von uns «Alten»
Bei vielen Leuten, auch mit sehr guter Ausbildung, stehen trotz sozialer Absicherung finanzielle Fragen zuoberst auf der Agenda. Kurz vor der Pensionierung bleibt nicht mehr viel Handlungsspielraum für die Altersvorsorge, ausser zu berechnen was man als Pension erwarten darf. Der Entscheid, wie lange man arbeiten will hängt auch stark von den beruflichen Rahmenbedingungen ab. Viele «Alte» haben von ihrem Arbeitsumfeld einfach langsam genug, weil die Wertschätzung fehlt und sie sich nach zig Reorganisationen am falschen Platz wähnen. Andererseits ist den meisten Menschen, die nach 65 noch arbeiten, gemeinsam, dass ihr Fachwissen oder andere Fertigkeiten tatsächlich dringend benötigt werden. Verschiedene Fähigkeiten zu besitzen, zahlt sich aus, das zeigt auch das Beispiel eines promovierten Mathematikers der nach der Pensionierung Pensen als Lehrer übernahm und heute Nachhilfestunden gibt. Die so geknüpften Kontakte über das reguläre Arbeitsleben hinaus sind enorm wichtig.

Beziehungsmotor fällt weg
Vom Kindergarten an lebt der Mensch in Strukturen, die laufend neue Beziehungen generieren. Mit der Pensionierung fallen diese plötzlich weg und man muss die Beziehungspflege selbst in die Hand nehmen. Nimmt man erfolgsverwöhnten Kadern die Visitenkarten weg, so löst sich auch ihr berufliches Netzwerk rasch auf und sie fallen in ein Loch. Diejenigen welche diese neue «Ruhe» schlecht aushalten, gestalten den Übergang in den neuen Lebensabschnitt sanfter, beispielsweise durch ein Engagement im Weiterbildungssektor. Dazu verfügen wir heute über technische Hilfsmittel, welche uns das Arbeiten von zuhause zu jeder beleibigen Zeit oder an jedem beliebigen Standort ermöglichen. Wagen Sie es, beruflich etwas Neues in Angriff zu nehmen im Rahmen Ihrer Neigungen und Kompetenzen. Zusammen im Team mit Jüngeren leisten Sie weiterhin Ihren wertvollen Beitrag zur Entwicklung unserer Gesellschaft.

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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


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Neuausrichtung im Alter

Verpassen wir den Anschluss nicht
Tatsache ist, dass das Telefon mit den Grossaufträgen nicht mehr klingelt und das vorhandene Netzwerk an Kontakten immer weniger wird. Erfahrung beruht auf Vergangenem. Unser Umfeld verändert sich, so scheint es, immer schneller und verlangt von uns grosse Flexibilität und Offenheit für Neues. Nur wenn wir die Freude am «Fortschritt» nicht verlieren und uns täglich informieren, entkommen wir einem «Leben in der Vergangenheit». Verstecken wir uns also nicht: Nutzen wir die Möglichkeiten der neuen Technologien mit ihrer Vernetzung über Kontinente hinweg und schärfen wir unsere Kompetenzen mit aktuellen Erkenntnissen. Im Gespräch vom letzten Freitag mit einer gestandenen Architektin wurde uns einmal mehr bewusst wie wichtig es ist, den Anschluss an die Zukunft nicht zu verpassen. Alt wird man schleichend und ganz ohne sein Zutun, durch aktive Weiterbildung bleibt man jung.

Freuen wir uns gemeinsam am Erfolg
Wir «Alte» verfügen über eine grosse (Lebens-)Erfahrung, die wir gerne im Team mit «jungen Wilden» auf Augenhöhe und projektbezogen einbringen. Ohne die ewige «Besserwisserei», welche uns (oft zu Recht) nachgesagt wird und trotz unserer verlangsamten Reaktionszeit. Dass Fehler passieren ist das Recht der jungen Generation. Demgegenüber führt ihre unbeschwerte Herangehensweise vielfach zu erstaunlichen Resultaten. Die Erfahrung von uns «Alten» hilft im Umgang mit schwierigen Situationen oder um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Und vergessen wir nicht: Im Hinblick auf die demografische Entwicklung sollten wir «Alten», als wachsende Konsumentengruppe, die Entwicklung neuer Produkte mitgestalten. Dank guter Gesundheit stellen wir gerne unser Wissen zur Verfügung, ohne Karrieredruck und ausserhalb der Verantwortung für das Tagesgeschäft. Wichtig ist uns neben dem finanziellen Zustupf (was nichts kostet, ist nichts Wert) vor allem die Gewissheit, weiterhin gebraucht zu werden, mit Würde am Erfolg teilhaben und uns über zukünftige Entwicklungen freuen zu können.

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«kompetenz60plus.ch», die Plattform als Sammelbecken kompetenter Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen bewusst sind. Genaueres dazu erfahren Sie im doppelseitigen Zeitungsartikel von Ende Januar 2019 in der Schweizerischen Gewerbezeitung oder im Videobeitrag (3:43′) «FokusKMU» für das Lokalfernsehen vom Februar. Bitte verstecken Sie sich nicht, wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

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