Blog, Industrie 4.0

«Ihr kriegt den Arsch nicht hoch»

Fehlende Leistungsbereitschaft
Tagesanzeiger vom 16. Mai 2018: Evi Hartmann beklagt in ihrem Buch «Ihr kriegt den Arsch nicht hoch» die Anspruchsmentalität. Mit Evi Hartmann sprach Mirjam Comtesse. Auszugsweise von WKR.

Wohlstand ist gefährlich
Der Fach- und Führungskräftemarkt ist leer gefegt. Also stellt man auch Leute ohne grosses Leistungsethos ein. Die Voraussetzungen für Leistungsvermeidung waren nie besser als heute. Heute hat jemand, der viel Belohnung für wenig Leistung möchte, einfach viel mehr Gelegenheiten, das auszuleben. Die Misere geht durch alle Altersgruppen, durch alle Hierarchieebenen und durch sämtliche Organisationsformen, von der Familie über Schulklassen und Vereine, Abteilungen und Unternehmen bis hin zu Behörden, Ämtern und Regierungen.

Bild: Keystone/Vincent Thian, Tagesanzeiger Zürich

Es geht um Leistung
Und es geht ja gar nicht um Arbeitszeit. Es geht um Leistung. Also um das, was man in einer definierten Arbeitszeit zu erledigen bereit und willens ist. Ein Mensch, der unter seinen Möglichkeiten und erworbenen Fähigkeiten bleibt, kann nicht glücklich sein. Wenn man mir als Arbeitnehmer erklären muss, wozu ich den Job mache, den ich selbst gewählt habe, bin ich am falschen Platz. Den Sinn meiner Arbeit muss ich schon selber verstanden haben. Das ist, denke ich, selbstverständlich – für Leistungsträger. Das aktuelle Verständnis von Work-Life-Balance geht häufig in die falsche Richtung: «Work» wird als Gegensatz zu «Life» betrachtet. Als Übel, das es zu minimieren gilt. Doch es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um eine friedliche und produktive Co-Existenz. Das Ziel ist es, mehr Leben in die Arbeit zu bringen und die Übergänge zwischen Arbeit und Leben harmonischer und verträglicher zu gestalten.

Wo ist der Ehrgeiz
Natürlich gibt es Jobs, die repetitiv, anspruchslos, geisttötend und monoton sind. Dass selbst hoch motivierte Menschen daran die Lust verlieren, ist unvermeidlich und menschlich. Darum geht es aber nicht. Es geht um abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben, die selbst gerade gut ausgebildete und gut bezahlte Menschen nur mit angezogener Handbremse erledigen, weil Leistung für sie kein Parameter ist. Zum Beispiel wird die Digitalisierung der Wirtschaft verschleppt oder wird verschlafen. Die Länder, in denen die Leistungsverweigerer die Oberhand gewinnen, werden von China und anderen Ländern, die heute noch als Schwellenländer gelten, überholt werden. Denn China und andere asiatische Länder pflegen seit Jahrhunderten ein starkes Leistungsethos.

Fixes Pensionierungsalter als wirtschaftlicher Bremsklotz
In der Schweiz tun sich Menschen schwer, beruflich etwas Neues in Angriff zu nehmen, oft auch aus Angst die Stelle zu verlieren. Dieses Gefühl, ausharren und durchhalten zu müssen, macht viele kaputt und schadet der Wirtschaft gewaltig. Menschen über fünfzig werden immer wieder gefragt: «Wie lang muesch no?» Natürlich müssen wir irgendwie unseren Lebensunterhalt verdienen und bei körperlich sehr anstrengenden Berufen gibt es gute Gründe, mit 60 oder 63 Jahren in Rente zu gehen. Aber bei gesunden Menschen ohne körperlichen Verschleiss im Beruf gibt es doch keinen Grund, 10 oder 15 Jahre lang die Pensionierung herbeizusehnen, das Hirn auszuschalten oder die einst vorhandenen Ambitionen verkümmern zu lassen.

Das Projekt «kompetenz60plus.ch»
Die Welt wird komplexer, das erfordert andere Formen des Arbeitens in Unternehmen: mehr Miteinander, eine neue, zugewandtere Führung, einen anderen Umgang mit Hierarchie, einen kooperativeren Geist, eine grössere Hemdsärmeligkeit. Als gestandene Unternehmer und Unternehmerinnen wünschen Sie den Kontakt zu Sparring-Partnern mit Empathie für Ihre Anliegen ausserhalb Ihrer eigenen Informationsblase. «kompetenz60plus.ch» ist ein Projekt «von uns. für uns.» – diskutieren Sie mit, werden Sie Teil eines Netzwerks von Unternehmen für Unternehmer, registrieren Sie Ihr KMU oder Ihre Kompetenz noch heute kostenlos oder kontaktieren Sie uns und geben Sie dem Projekt dadurch eine Chance. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

Blog, Industrie 4.0

Neugier und Verspieltheit statt Perfektionismus

Die «Company Factory AG» ist ein junges Schweizer Startup, welches sich als eine Kombination von Inkubator (Brüter) und Accelerator (Beschleuniger) versteht. Die Vision ist eine Digitalisierung der schweizer KMU-Landschaft. Dazu ist die Philosophie der kleinen Schritte ganz wichtig. Bestehendes wartet sehr oft darauf, korrekt eingesetzt zu werden, inklusive Mitarbeitende, da sind die Chancen für Veränderungen am grössten.

Tagesgeschäft und neue Ideen – duale Transformation
Strategien und Konzepte gibt es viele und sie sind schnell gemacht. Doch scheitern sie meist an der Umsetzung. Im Biotop der «Company Factory AG» setzen wir Ideen gemeinsam mit den KMU’s um und gehen mit ins Risiko. Wesentlich für die duale Transformation ist der entsprechende Fokus auf die Stärken einer Firma. Konsequent umgesetzt bedeutet dies, dass im Company Building das Tagesgeschäft von der Entwicklung des neuen Geschäfts in einem ersten Schritt getrennt voneinander funktionieren müssen.

Bild: Noriko-Hayashi, Bloomberg

Neugier und Verspieltheit statt Perfektionismus
Beispiel von Mathias Morgenthaler, Tagesanzeiger  2. Juni 2018Kurzfassung WKR.
Der Berner IT-Unternehmer Ramun Hofmann gab seinen Kaderjob bei der Swisscom auf, um mit Kunden schneller und unkomplizierter Probleme lösen zu können. Für ihn heisst Unternehmerisch agieren, neugierig sein, Dinge ausprobieren, testen, verbessern – kurz: pragmatisch vorgehen statt perfektionistisch. Nicht immer ist der mit dem grössten Fachwissen auch der beste Chef.

Entmystifizierung der digitalen Transformation
Dabei staunt er immer wieder, wie lange es in grossen Unternehmen dauert, bis etwas umgesetzt wird. RH: «Als das Thema Smartphone-Apps aufkam, konnte man bei Apple Lizenzen für 150 Franken kaufen. Ich wollte nicht warten, bis das intern bewilligt wurde, sondern kaufte über meine private Kreditkarte eine Lizenz und jemand aus meinem Team entwickelte übers Wochenende die erste Swisscom-App. Die Geschäftseinheit, die dafür zuständig war, brauchte ganze sieben Monate, bis sie mit einer vergleichbaren App herauskam.»

Fachleute mit Praxisbezug
Die Kunden brauchen in erster Linie jemanden, der ihnen hilft, herauszufinden, was sie wirklich wollen. Ideen und Fachspezialisten gibt es viele, die entscheidende Frage ist oft, welche Probleme zeitnah mit überschaubarem Aufwand gelöst werden können. Deswegen entwickelt «Factory Company AG» in allen Projekten rasch Prototypen, um beim Kunden zu testen, ob sich eine Idee bewährt. Damit können wir schon nach zwei, drei Wochen Dinge verbessern, während andere nach sechs Monaten mit einem ausgeklügelten Produkt auf den Markt kommen, das notabene keiner will.

Das Projekt «kompetenz60plus.ch»
Als gestandene Unternehmer und Unternehmerinnen wünschen Sie den Kontakt zu einem Sparring-Partner mit Empathie für Ihre Anliegen ausserhalb Ihrer Informationsblase. «kompetenz60plus.ch» ist ein Projekt «von uns. für uns.» Ziel ist ein Sammelbecken (Kompetenzpool) von Gleichgesinnten welche ohne Leistungsdruck auf Ihre Ideen eingehen und Sie gegebenenfalls mit einem Netzwerk von innovativen Unternehmen und Personen bekannt machen können. Registrieren Sie Ihr KMU oder Ihre Kompetenz noch heute kostenlos und geben Sie dem Projekt eine Chance. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger

Industrie 4.0

Verlustängste sind normal

Nachfolgeregelung in Klein-, Mittel- oder Kleinstbetrieben
Der ECO Talk Spezial, SRF vom 28. Mai 2018 moderiert von Reto Lipp, zum Thema Nachfolgeregelung von KMU’s befasste sich mit der aktuellen Wirtschaftssituation: Geschätzte 70’000 Schweizer KMU’s schieben die Entscheidung eines Chefwechsels vor sich hin. Sei es aus Angst vor Veränderungen, nicht Loslassen können oder Verdrängung der Thematik mit der Begründung mangelnder zeitlicher Ressourcen. Aktuell brummt der Wirtschaftsmotor und Handlungsbedarf scheint nicht zwingend. Ein Nachfolgeprozess dauert im Durchschnitt jedoch 6-8 Jahre, eine lange Zeit mit viel Ungewissheiten.

Christel Lechner, Art 2018 Bad Ragaz, Bild: WKR

Oft fehlt der Druck
Christoph Meili, CEO Company Factory AG beschreibt in seinem Beitrag vom 1. Juni 2018 die Angst vor Veränderungen. Es gibt keine Garantien für die Zukunft, aber in guten Zeiten lohnen sich Gedanken zum Fortbestand eines Unternehmens, fern vom Überlebensdruck bei leeren Auftragsbüchern. Wer sich verändert, weiss nicht im Voraus, ob die Dinge besser werden. Im schlimmsten Fall bedrohen geopolitische Umstände oder das Wegfallen von Schlüsselpartnern die Existenz einer Firma. Christoph Meili bezieht sich in seinem Beitrag auf die «duale Transformation», parallel zum Tagesgeschäft einer Unternehmung. Wo steht ein Betrieb, auch bezüglich dem Einsatz digitaler Mittel, im Vergleich zur Konkurrenz.

Externe Hilfe ist wichtig
Das Unternehmen steht immer an erster Stelle, vor den individuellen Wünschen. Die notwendige Veränderung, von der man ja nicht weiss ob sie erfolgreich sein wird, erscheint überwältigend gross. Das überfordert und blockiert den Veränderungswillen. Hier hilft es, den langen Weg in kleine Schritte zu zerlegen und meist überschaubarere kleine Teilziele anzupeilen. Das Erreichen dieser Etappen sorgt für Erfolgserlebnisse und macht die grosse Veränderung auf einmal viel müheloser und weniger erschreckend. Ein vertrauenswürdiger Sparring-Partner hilft hier die Prioritäten zu ordnen und eine Aussensicht in die Diskussion einzubringen.

Rechtliche Aspekte
Auf einer anderen Ebene sind Fragen wie Aufteilung, Gerechtigkeit, Erbe oder Struktur der Nachfolgefirma, wie Familienholding, Stiftung oder sogar ein Verkauf angesiedelt. Fehlende Finanzen führen zu Fragen über die notwendigen Investitionen in die Zukunft. Liquidität über einen Börsengang, einen Bankkredit oder über die Gründung einer Genossenschaft – jedes Mitglied hat eine Stimme. Eine weitere Möglichkeit existiert auch im Zusammenlegen sich ergänzender Betriebe – Fusion. Wichtig bei all diesen Überlegungen ist die soziale Verantwortung und die Akzeptanz der Mitarbeitenden. Die Presse sollte man in dieser Phase
möglichst auf Distanz halten.

Christel Lechner, Art 2018 Bad Ragaz, Bild: WKR

Gehen lassen können
Als «Patron» muss man in dieser Situation eine lange Leine lassen und nicht das Gefühl haben, bei jedem Detail immer noch dreinreden zu müssen. Weitere Überlegungen für die «Stabsübergabe» sind Wachstum, Innovation oder Internationalisierung. Als Konsequenz ändert sich höchst wahrscheinlich der Führungsstil, was bei vielen KMU-Chefs eine Angst vor dem Versagen auslöst. Verwaltungsräte sind oft besetzt mit Familienmitgliedern und genügen diesen Überlegung zur Veränderung nicht. Auch hier hilft eine Mediation, respektive externe VR Mitglieder mit entsprechender Erfahrung, auch im digitalen Bereich.

QUO AG, die Zukunft antizipieren und Bekanntes neu Denken
Die Zürcher Innovationsmanufaktur QUO (der Name vereint Status quo und Quo vadis) entstand im Jahr 2000 auf Initiative des Ingenieurbüros Amstein + Walthert als «awtec AG» für Technologie und Innovation. Mittlerweile entwickeln zwei Dutzend Fachleute unterschiedlichster Disziplinen auf einer Fläche von 1’150 Quadratmetern technische Produkte für Firmen aus zahlreichen Branchen. QUO AG ist spezialisiert auf die Vorentwicklung von Produkten, Verfahren und Technologien, von der Bedürfnisanalyse bis zum Prototyp. Wichtig sind nachhaltige Materialien und Prozesse für unsere Zukunft. Die «Kreativzone» versteht sich als kontiuierlicher Raum mit Einzelarbeitsplätzen, Sitzungsmodulen, Versuchsaufbauten, Werkstatt und Labor zur Unterstützung der interdisziplinären Teams.

Die Company Factory AG
Parallel zum Tagesgeschäft entwickelt das Team der Company Factory AG in Zusammenarbeit mit den Unternehmen innert nützlicher Frist und gestützt auf die gemeinsame Erfahrung, Wege zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Konzepte. Dank dem Netzwerk aus verschiedensten Fachleuten und Firmen, gelingt es der Company Factory AG, durch Technologieeinsatz und Marktverständnis Unternehmen neu zu positionieren.

Das Projekt «kompetenz60plus.ch»
Die Welt wird komplexer, das erfordert andere Formen des Arbeitens in Unternehmen: mehr Miteinander, eine neue, zugewandtere Führung, einen anderen Umgang mit Hierarchie, einen kooperativeren Geist, eine grössere Hemdsärmeligkeit. Als gestandene Unternehmer und Unternehmerinnen wünschen Sie den Kontakt zu Sparring-Partnern mit Empathie für Ihre Anliegen ausserhalb Ihrer eigenen Informationsblase. «kompetenz60plus.ch» ist ein Projekt «von uns. für uns.» – diskutieren Sie mit, werden Sie Teil eines Netzwerks von Unternehmen für Unternehmer, registrieren Sie Ihr KMU oder Ihre Kompetenz noch heute kostenlos oder kontaktieren Sie uns und geben Sie dem Projekt dadurch eine Chance. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: Werner K. Rüegger | Skype: wernerkrueegger