Blog, Industrie 4.0

#437 – Erfahrene «Alte» beim trainieren der KI

«Alte» im Team verfügen über breite Erfahrung
Wir «Alten» stehen oft vor besonderen Herausforderungen am Arbeitsmarkt, obwohl wir über enormes Wissen und wertvolle Erfahrungen verfügen. Wir fürchten uns vor einem Jobverlust durch den Einsatz von künstliche Intelligenz KI, auch wegen mangelnder Weiterbildung oder weil wir angeblich «zu teuer» sind. Im Austausch mit meiner Lieblings-KI CLAUDE von Anthropic suchten wir nach Möglichkeiten, wie man seine Lebenserfahrung erfolgreich vermarkten kann. CLAUDE ist der Meinung, statt das Alter zu verstecken, sollten wir unsere jahrzehntelange Expertise bewusst hervorheben. Als erfahrene Fachkräfte bringen wir Stabilität, ausgeprägte Problemlösungskompetenz und ein breites Netzwerk mit. Wir haben bereits verschiedene Herausforderungen durchlebt und können Situationen besser einschätzen. Als Mentor:innen, Coachs oder Berater:innen können wir jüngere Kolleg:innen anleiten und gleichzeitig neue Energie aus der Zusammenarbeit schöpfen.

KI als Verstärker für Erfahrungswissen
Durch den Einsatz von KI nutzen KMUs die Vorteile digitaler Transformation im Wettbewerb. Viele Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, das Wissen erfahrener Mitarbeiter:innen, auch nach deren Weggang zu bewahren. Oft gibt es spezielle Bereiche, in denen Erfahrung besonders gefragt ist, wie beispielsweise in traditionellen Handwerkstechniken oder bei der Beratung zu bewährten Geschäftspraktiken. Anstatt zu versuchen, in allen Bereichen auf dem neuesten Stand zu bleiben, sollten wir «Alten» unsere persönlichen Interessen durch kontinuierliche Weiterbildung, gezielt auf neue Kompetenzen fokussieren. Dies erlaubt uns in Kombination mit bewährtem Wissen und neuen Erkenntnissen, Probleme strategisch anzugehen.

Bewahren und Weitergabe von traditionellen Werten
Mit «Alten» Mitarbeitenden im Betrieb stehen Kleinunternehmen oft vor dem Dilemma, Kosten senken zu müssen, ohne gleichzeitig deren wertvolles Erfahrungswissen zu verlieren. Wir «Alten» können dabei unser Fachwissen in KI-Tools einbringen und deren Outputs qualitätssichern. Ein routinierter Handwerker kann beispielsweise KI-generierte Kostenvoranschläge prüfen und um praktische Erfahrungswerte ergänzen – schneller als von Hand, aber präziser als reine KI. Eine weitere Möglichkeit die sich für uns «Alte» eröffnet ist die systematische Digitalisierung von unternehmens Know How. KI kann dabei helfen, das implizite Wissen erfahrener Mitarbeitenden zu strukturieren und zugänglich zu machen. Chatbots werden mit dem Erfahrungswissen «trainiert», das auch nach dem Ausscheiden einer Person verfügbar bleibt. «Alte» helfen dabei, Routine-Aufgaben zu automatisieren. Die KI übernimmt zeitaufwändige Standardtätigkeiten (Buchhaltung, Terminplanung, einfache Kundenanfragen), während sich erfahrene Mitarbeitende auf komplexe Beratung und strategische Aufgaben konzentrieren können.

Der Graubündner Künstler Not Vital (77) auf der Treppe seines Turms. Foto: Mayk Wendt 2018

Kompetenz-Matching optimieren
KI kann helfen zu identifizieren, welche spezifischen Fähigkeiten der erfahrenen Mitarbeitenden am wertvollsten sind und wo sie am effektivsten eingesetzt werden können. KI-Tools unterstützen hybride Arbeitsmodelle und ermöglichen auch uns «Alten» Mitarbeitenden, remote oder in flexiblen Arbeitszeiten produktiv zu bleiben – etwa durch automatisierte Berichterstattung oder KI-gestützte Kommunikation mit Kunden. KI kann personalisierte Lernpfade erstellen und dabei an das vorhandene Wissen von uns «Alten» anknüpfen, statt bei null zu beginnen.

«Alte» auf Augenhöhe im Team mit den Jungen
Viele Beteiligte – von Entscheidungsträgern bis zu den Teams vor Ort – zögern immer noch, digitale Werkzeuge konsequent einzusetzen, neue Prozesse zu adaptieren oder lang etablierte Geschäftsmodelle zu hinterfragen. Unternehmen müssen angesichts geopolitischer Komplexität, neuer Technologien und der Notwendigkeit operativer Geschwindigkeit auch den richtigen Ansatz für ihre Softwarelösungen wählen. Dies erfordert eine sorgfältige Bewertung anhand von strategischen Fragen. Andernfalls riskieren sie, eine Anwendungslandschaft zu schaffen, deren Wartung kostspielig ist und die Geschäftsanforderungen nicht erfüllt. Wir «Alten» müssen unsere jahrzehntelange Expertise bewusst als Mentor:innen für die Jungen und ihrem technischen Fachwissen in der Zusammenarbeit auf Augenhöhe einsetzen.

Welche Software-Strategie
Zwar beginnt echte Transformation nicht mit Software, sondern mit Visionen und dem Mut, das Mögliche neu zu denken. KI ermöglicht es Unternehmen, die Talententwicklung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und agile Innovation zu verbinden, um im nächsten Jahrzehnt die Nase vorn zu haben. Unter dem Titel: «Suite or Best of Breed: Seven Questions for a Smarter Applications Strategy» diskutieren Nipun Misra, Pierre Schatlowski, Daniel Schlecht, Florian Schmieg, Helena Touskova, und Miriam Walter im BCG Boston Consulting Group Newsletter vom 5. August 2025, sieben Fragen rund um eine intelligentere Anwendungsstrategie. Um wichtige Entscheide über zukünftige Applikationen zu treffen, müssen Unternehmen Cybersicherheit, regulatorische Berichtspflichten, schlecht integrierte Softwaresysteme und veraltete Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) berücksichtigen. Grundsätzlich stehen zwei Ansätze oder Philosophien im Raum: Eine «Software-Suite» ist ein Bündel mehrerer Computerprogramme, die zusammen als ein einziges Produkt verkauft werden (Beispiel: Microsoft Office). Sie bietet eine umfassende Lösung für verschiedene Aufgaben, oft mit einer gemeinsamen Benutzeroberfläche und der Möglichkeit, Daten zwischen Anwendungen auszutauschen. Eine Komplettlösung mit integrierten Tools, erhöhter Sicherheit und einem gemeinsamen Datenmodell. Die Zusammenarbeit mit einem einzigen Anbieter kann zudem Komplexität und Risiken deutlich reduzieren.

Für optimale Flexibilität
Im Gegensatz dazu ist ein «Best-of-Breed-Softwareprogramm» die leistungsstärkste Anwendung in ihrer spezifischen, engen Nische oder Kategorie, die aufgrund ihrer speziellen Funktionen und ihrer überlegenen Leistung in einem bestimmten Geschäftsbereich ausgewählt wurde. Ein Unternehmen könnte eine spezialisierte Personalsoftware eines Anbieters, eine Customer-Relationship-Management-Plattform (CRM) eines anderen und ein separates Buchhaltungssystem verwenden, die alle integriert sind, um die beste Lösung für jede Funktion bereitzustellen. Best-of-Breed-Programme bieten mehr Flexibilität und strategische Möglichkeiten, da Unternehmen für jede Funktion die optimalen Anwendungen auswählen und so flexibel bleiben und schneller auf Branchen- und Unternehmensveränderungen reagieren können.

kompetenz60plus.ch, das Netzwerk von kompetenten «Alten»
kompetenz60plus.ch ist ein Netzwerk von kompetenten Fachleuten. Erfahrene «Alte» unterstützen KMU’s und Start-ups bei der Umsetzung innovativer Ideen und bei Herausforderungen aller Art – auf Augenhöhe. Registrieren Sie Ihre Kompetenz ➔ hier kostenlos oder suchen Sie auf unserem Portal eine Fachperson mit geeigneter Kompetenz. Unkompliziert und zu moderaten Bedingungen. Kontaktieren Sie uns mit Ihren Interessen, Fragen und Anregungen, ganz unverbindlich, per Mail an werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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#432 – Nostalgie, das Heroin von uns «Alten»

Unser Verhältnis zur künstlichen Intelligenz KI
Viele von uns «Alten» tun sich schwer mit Veränderungen, auch wenn sich diese schlussendlich zu unserem Vorteil entwickeln. Angesichts der Proliferation digitaler Technologie, denken wir nostalgisch an die «gute» analoge Zeit zurück. Wir Fragen uns, weshalb wir ein bestehendes System disruptiv zerstören sollen um anschliessend durch eine neue Technologie oder ein Geschäftsmodell, (scheinbar) funktionierende Märkte und Gewohnheiten grundlegend zu verändern. Im Gegensatz zu schrittweisen Veränderungen führt eine disruptive Innovation zu einer tiefgreifenden Umstrukturierung oder einem Paradigmenwechsel, der für uns eine grosse Herausforderung darstellen kann, für den Gesamtfortschritt aber auch grosse Chancen bietet (Stichwort: Zölle). Dass solche Initiativen fast ausschliesslich im angelsächsischen Kultur- und Sprachraum entstehen, empfinden wir oft als Kränkung und lehnen diese reflexartig ab.

Die unsichtbare Schweizer Szene
Im Blog #431 Die unsichtbare Schweizer KI-Szene: «KI und Robotik: Tech-Utopie als Jungbrunnen für die Menschheit?» versuchen wir eine Einordnung: Trotz einigen interessanten Schweizer KI-Initiativen und KI-Unternehmen, liegen die Entwicklung von KI und Robotik sowie der Zugang zum alles miteinander verbindenden Internet in den Händen von einigen wenigen US-Tech-Firmen des Silicon Valleys. Der Mangel an helvetischer Sichtbarkeit ist auch das Resultat fehlender «Gesichter», Leaderfiguren wie beispielsweise Elon Musk, Ron Altmann oder Bill Gates. Hierzulande stehen Fachgruppen, Ausschüsse oder Lehranstalten hinter den Projekten, die sich vornehmlich auf die Sicherheit, Ethik oder die Einhaltung von Regeln zum Datenschutz konzentrieren. Das Problem ist also nicht die KI-Technologie selbst, sondern unser Verhältnis zu ihr. Der Fokus auf «vertrauenswürdige und transparente KI» könnte zwar ein wichtiger Differenzierungsfaktor für die lokalen Initiativen sein. Das weltumspannende Internet garantiert jedoch keine länderspezifischen Lösungen, wie einen «Swiss Finish». Einmal im Netz, ist der Geist aus der Flasche und nicht mehr einzufangen.

Wie würde es sich anfühlen, das Ende des Lernens? © Beate Pietrek für DIE ZEIT (unter der Verwendung von KI)

Künstliche Intelligenz: Leben in einer Tech-Utopie
Trotz Bedenken dürfen wir die Erschaffung von künstlicher Intelligenz als «Ziel per se» nicht aus den Augen verlieren. Nicht hemmende Regulierung, sondern weitere Erforschung ist wichtig. Wie erschaffen wir Intelligenz am Computer, ist der heilige Gral für künstliche Intelligenz: Aber wie gelangen wir dorthin? In Verbindung mit den medizinischen Fortschritten, die ewige Jugend versprechen, scheint die Menschheit also zum Leben in einer Tech-Utopie bestimmt zu sein. Eine Zukunft, die auch durch die Zusammenarbeit mit der Natur geprägt ist. Treiber hierfür sind die breite Akzeptanz erschwinglicher KI-Technologien, die Kommerzialisierung von KI-Diensten, veränderte Geschäftsmodelle, welche KI als operatives Hilfsmittel betrachten, und die steigende Nachfrage nach unterstützender Infrastruktur. Diese Entwicklungen demokratisieren KI-Fähigkeiten, fördern Innovationen und verwandeln KI in eine gemeinsame, systemische Ressource (Commodities), vergleichbar mit traditionellen Versorgungsunternehmen wie Strom und Wasser, mit tiefgreifenden Auswirkungen auf die gesellschaftliche Steuerung.

Folgen von künstlicher Intelligenz KI: Wenn wir nicht mehr lernen müssen
Künstliche Intelligenz nimmt uns das Nachdenken ab. Wir sollten uns daran aber nicht zu sehr gewöhnen – es könnte gefährlich sein, schreibt Dr. Sibylle Anderl in der ZEIT am Wochenende vom 4. August 2025. Der Traum von der perfekten KI-Arbeitskraft soll wahr werden – und der Mensch kann sich zurücklehnen und geniessen. Keine Bullshit-Jobs mehr, nur noch Genuss, und das sehr lange. Denn dank KI wird die Medizin so grosse Fortschritte machen, dass der Mensch immer älter wird. Und wenn die KI irgendwann in unsere Köpfe implantiert wird, wie es sich etwa der Futurist Ray Kurzweil ausmalt und woran Elon Musk bereits arbeitet, muss der Mensch überhaupt nichts mehr lernen. Vorbei die Frustration darüber, dass wir Gelerntes so schnell wieder vergessen. Dass uns für manches das Talent fehlt. Jeder kann sich alles sofort aneignen. Der Mensch wächst über sich selbst hinaus. Untersuchungen ergaben zwar, dass man sich Informationen schlechter merkt, wenn man weiss, dass man digital auf sie zugreifen kann. «Digitale Amnesie» wird das genannt. Man kennt sie von To-do-Listen, deren Inhalte aus dem Gedächtnis verschwinden, sobald man sie notiert hat. Eigentlich ein Lichtblick für uns «Alte», KI als Partner gegen das Vergessen.

Die gefährlichste Illusion: Dass wir schon gelernt hätten.
Wäre das also die Zukunft: Das eigene Denken würde abgebaut, aber wir merkten es gar nicht, weil wir uns angesichts der erfolgreichen Nutzung künstlicher Intelligenz trotzdem über die Massen schlau fühlten? Doch wer wäre dann für die Inhalte solcher Systeme verantwortlich? Eigentlich eine Aufgabe für uns kompetente «Alte», unsere Erfahrung im Team mit den «jungen Wilden» zu teilen. Gut möglich, dass wir sonst verlernen, uns selbst und unsere Umwelt kritisch infrage zu stellen. Im Kommentar zum Artikel von Dr. Sibylle Anderl schreibt Christian Müller, Mitgründer von Intrinsic, dem Netzwerk für «angewandte Bildungsinnovation» auf LinkedIn vom 4. August 2025: Der Artikel in der aktuellen DIE ZEIT beschreibt eine Welt, in der KI uns das Denken abnimmt. Er warnt davor, dass Lernen überflüssig werden könnte – und dass das gefährlich ist. Das stimmt zwar, aber nicht aus den Gründen, die der Artikel nennt, meint Christian Müller. Denn die Vorstellung, dass wir durch KI das Lernen verlieren könnten, setzt voraus, dass unser jetziges Lernen intakt ist und da ist der blinde Fleck des Textes. Dieses Lernen ist erschöpft.

Tiktok und KI erobern die Bildung. Illustration: Olivia Meyer, NZZ am Sonntag, 10. August 2025

Tiktok und KI erobern die Bildung – wozu braucht es dann noch Lehrer?
René Donzé, NZZ am Sonntag 10. August 2025, beschreibt wie rasant sich die Nutzung von KI-Tools wie Chat-GPT beim Lernen ausbreitet. In einem Bericht der Universität Zürich zur Befragung bei 2300 Schülerinnen und Schülern von Gymnasien, Berufsschulen und Fachmittelschulen gaben 90 Prozent an, auf die Hilfe von KI zurückzugreifen. Nicht die KI ist das Problem. Die Vorstellung von Lernen, die wir verteidigen ist es, schrieb Christian Müller. Was der Text als Lernen verklärt, ist in Wahrheit eine Disziplinierung, keine Entfaltung. Die KI kann dabei helfen – radikal. Wenn wir sie nicht als Ersatz, sondern als Erweiterung verstehen. Dann könnte KI das sein, was wir so dringend brauchen: Ein Katalysator für eine neue Lernkultur. Eine, die nicht im 19. Jahrhundert steckenbleibt. Sondern im 21. ankommt. Nicht Bildung als Formung – sondern als leistungsorientierte Einladung. Denn das wahre Risiko ist nicht, dass wir das Lernen verlieren, sondern, dass wir nie wirklich damit begonnen haben.

Die Herausforderungen für Führungskräfte bei technologischen Umbrüchen
An die Geschäftswelt richtet sich die Abhandlung der Boston Consulting Group BCG vom 26. Juni 2025. Mit dem Titel «KI am Arbeitsplatz: Die Dynamik nimmt zu, aber es bleiben Lücken», analysieren die Autoren Vinciane Beauchene, Sylvain Duranton, Nipun Kalra, and David Martin die Potenziale von KI und Technologie. Dabei konzentrieren sie sich auf die jährlichen globalen BCG-Mitarbeiterbefragungen «AI at Work», KI am Arbeitsplatz, welche 2025 11 Länder und Regionen umfasst, mit mehr als 10’600 befragten Führungskräften, Managern und Mitarbeitenden (im Aussendienst). Fazit: KI ist keine ferne Zukunftsvision mehr. Führungskräfte und Manager haben sie in ihren Arbeitsalltag integriert während Mitarbeitende im Aussendienst die Technologie noch nicht vollständig angenommen haben. Die Fähigkeit von Unternehmen, Arbeitsabläufe neu zu gestalten, hängt massgeblich vom Engagement der Mitarbeitenden ab. Führungskräfte müssen die Technologie beispielhaft nutzen, die Mitarbeitenden entsprechend schulen und die richtigen Werkzeuge bereitstellen.

Zusammenarbeit von Mensch und Maschine neu gestalten
Sorgen um die Arbeitsplatzsicherheit wandeln sich in Begeisterung, wenn Mitarbeitende gut informiert und mit KI-Agenten vertraut sind. Sie betrachten diese weniger als Bedrohung, sondern vielmehr als kooperative Partner, die ihre Arbeit erleichtern. Dies ist eine bekannte Herausforderung, die auch bei anderen technologischen Umbrüchen zu beobachten ist – insbesondere beim Übergang von Dampf zu Elektrizität. Der Weg über die Einführung von KI zur tatsächlichen Wirkung ermöglicht es, die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine neu zu gestalten. Wir «Alten» müssen dazu unsere Erfahrung als Mentoren und Sparringspartner in gemischten Teams einbringen. Unternehmen, die sich dieser Transformation verschrieben haben, wissen, dass die wahre Stärke von KI in intelligenteren Arbeitsweisen liegt. Richtig umgesetzt, passen sich Mitarbeitende nicht nur an – sie entwickeln sich weiter.

kompetenz60plus.ch, das Netzwerk von kompetenten «Alten»
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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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#410 – Der Beitrag von uns «Alten» zur KI

Umgang mit künstlicher Intelligenz als kreative Aufgabe
Im Beitrag von Isabel Hemmel im Tages Anzeiger vom 28. Februar 2025 äussert sich die renommierte Schweizer Dramatikerin Maria Ursprung (40) zum Thema künstliche Intelligenz KI. Im Auftrag des Zürcher Schauspielhauses hat Ursprung ein Stück geschrieben, das anhand zwischenmenschlicher Beziehungen aufzeigt, wie sich die KI zunehmend in unser Leben schleicht. Als Gesellschaft müssen wir Entscheidungen treffen, wie wir zusammenleben wollen und welche Werte wir der KI vermitteln wollen. Es ist natürlich einfacher, das irgendwelchen Techfirmen zu überlassen und zu glauben, das reguliert sich dann von selbst. Ursprung glaubt aber zu Recht, dass wir das nicht dürfen. Eine Wertediskussion unter Einbezug von uns «Alten» in Teams mit den «jungen Wilden» ist deshalb wichtig. Wir haben Erfahrung und fundierte Branchenkenntnisse, welche zum Trainieren der Algorithmen entscheidend sind. Dank unserem differenzierten Urteilsvermögen sind wir in der Lage, KI-Ergebnisse zu bewerten um mögliche Systemfehler oder mangelhafte Überlegungen aufzuzeigen. Wir «Alten» haben über die vergangenen Jahrzehnte technologische Veränderungen miterlebt und auch mitgestaltet. Integriert in KI-Entwicklungsteams, liefern wir wertvolle Perspektiven auf die ethischen Auswirkungen des KI-Einsatzes und tragen dazu bei, verantwortungsvolle KI-Praktiken zu etablieren. Der Umgang mit künstlicher Intelligenz ist vor allem eine kreative und erst in zweiter Linie eine IT-Aufgabe.

Wiener Opernball 2025, Hosenkostüme für die Tänzerinnen und Tänzer von Ida Gut, Zürcher Modedesignerin, choreografiert vom Appenzeller Martin Schläpfer (66).

Der Platz von uns «Alten» in KI-Entwicklungsteams
Wie das geschehen soll und welche Gebiete geeignet sind für eine entsprechende Zusammenarbeit mit uns «Alten» zur Schaffung von robusteren, umfassenderen und effektiveren Systemen hat meine Lieblings-KI «Claude» von Anthropic sauber aufgelistet:

  1. Fachwissen: Ältere Mitarbeiter verfügen häufig über fundierte Branchenkenntnisse, die für die Entwicklung von KI-Anwendungen unerlässlich sind. Ihr Verständnis von Geschäftsprozessen, Randfällen und praktischen Herausforderungen kann sicherstellen, dass KI-Systeme echte Probleme effektiv lösen.
  2. Kritisches Denken und Urteilsvermögen: Jahrelange Erfahrung entwickelt ein differenziertes Urteilsvermögen, das dabei helfen kann, KI-Ergebnisse zu bewerten und zu erkennen, wann Systeme möglicherweise Fehler machen oder wichtige Überlegungen übersehen.
  3. Ethische Erkenntnisse: Da ältere Mitarbeiter über Jahrzehnte hinweg technologische Veränderungen miterlebt haben, können sie wertvolle Perspektiven auf die ethischen Auswirkungen des KI-Einsatzes bieten und dazu beitragen, verantwortungsvolle KI-Praktiken zu etablieren.
  4. Mentoring und Wissenstransfer: Sie können jüngere KI-Spezialisten betreuen und ihnen helfen, den Geschäftskontext zu verstehen und neben technischen Fähigkeiten auch ein professionelles Urteilsvermögen zu entwickeln.
  5. Benutzervertretung: Ältere Mitarbeiter können unterschiedliche Benutzerperspektiven vertreten und so sicherstellen, dass KI-Systeme für Menschen jeden Alters und mit allen technischen Fähigkeiten zugänglich und nützlich bleiben.
  6. Funktionale Zusammenarbeit: Ihre etablierten Beziehungen zwischen Abteilungen können die interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtern, die für eine erfolgreiche KI-Implementierung unerlässlich ist.
  7. Testen und Validieren: Ihre Erfahrung mit Randfällen und ungewöhnlichen Szenarien kann beim Testen von KI-Systemen von unschätzbarem Wert sein, um sicherzustellen, dass sie unter realen Bedingungen zuverlässig funktionieren.
  8. Änderungsmanagement: Da sie bereits technologische Übergänge gemeistert haben, können sie Unternehmen dabei helfen, die kulturellen und betrieblichen Änderungen zu bewältigen, die die Einführung von KI erfordert.

Falls wir es wünschen, anerbietet sich «Claude» auf gewisse Punkte näher einzugehen und schlägt konkrete Möglichkeiten vor, zur besseren Integration von uns «Alten» in KI-Entwicklungsteams.

Wiener Opernball 2025, Hosenkostüme für die Tänzerinnen und Tänzer von Ida Gut, Zürcher Modedesignerin, choreografiert vom Appenzeller Martin Schläpfer (66).

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