«Alte» im Team verfügen über breite Erfahrung
Wir «Alten» stehen oft vor besonderen Herausforderungen am Arbeitsmarkt, obwohl wir über enormes Wissen und wertvolle Erfahrungen verfügen. Wir fürchten uns vor einem Jobverlust durch den Einsatz von künstliche Intelligenz KI, auch wegen mangelnder Weiterbildung oder weil wir angeblich «zu teuer» sind. Im Austausch mit meiner Lieblings-KI CLAUDE von Anthropic suchten wir nach Möglichkeiten, wie man seine Lebenserfahrung erfolgreich vermarkten kann. CLAUDE ist der Meinung, statt das Alter zu verstecken, sollten wir unsere jahrzehntelange Expertise bewusst hervorheben. Als erfahrene Fachkräfte bringen wir Stabilität, ausgeprägte Problemlösungskompetenz und ein breites Netzwerk mit. Wir haben bereits verschiedene Herausforderungen durchlebt und können Situationen besser einschätzen. Als Mentor:innen, Coachs oder Berater:innen können wir jüngere Kolleg:innen anleiten und gleichzeitig neue Energie aus der Zusammenarbeit schöpfen.
KI als Verstärker für Erfahrungswissen
Durch den Einsatz von KI nutzen KMUs die Vorteile digitaler Transformation im Wettbewerb. Viele Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, das Wissen erfahrener Mitarbeiter:innen, auch nach deren Weggang zu bewahren. Oft gibt es spezielle Bereiche, in denen Erfahrung besonders gefragt ist, wie beispielsweise in traditionellen Handwerkstechniken oder bei der Beratung zu bewährten Geschäftspraktiken. Anstatt zu versuchen, in allen Bereichen auf dem neuesten Stand zu bleiben, sollten wir «Alten» unsere persönlichen Interessen durch kontinuierliche Weiterbildung, gezielt auf neue Kompetenzen fokussieren. Dies erlaubt uns in Kombination mit bewährtem Wissen und neuen Erkenntnissen, Probleme strategisch anzugehen.
Bewahren und Weitergabe von traditionellen Werten
Mit «Alten» Mitarbeitenden im Betrieb stehen Kleinunternehmen oft vor dem Dilemma, Kosten senken zu müssen, ohne gleichzeitig deren wertvolles Erfahrungswissen zu verlieren. Wir «Alten» können dabei unser Fachwissen in KI-Tools einbringen und deren Outputs qualitätssichern. Ein routinierter Handwerker kann beispielsweise KI-generierte Kostenvoranschläge prüfen und um praktische Erfahrungswerte ergänzen – schneller als von Hand, aber präziser als reine KI. Eine weitere Möglichkeit die sich für uns «Alte» eröffnet ist die systematische Digitalisierung von unternehmens Know How. KI kann dabei helfen, das implizite Wissen erfahrener Mitarbeitenden zu strukturieren und zugänglich zu machen. Chatbots werden mit dem Erfahrungswissen «trainiert», das auch nach dem Ausscheiden einer Person verfügbar bleibt. «Alte» helfen dabei, Routine-Aufgaben zu automatisieren. Die KI übernimmt zeitaufwändige Standardtätigkeiten (Buchhaltung, Terminplanung, einfache Kundenanfragen), während sich erfahrene Mitarbeitende auf komplexe Beratung und strategische Aufgaben konzentrieren können.

Kompetenz-Matching optimieren
KI kann helfen zu identifizieren, welche spezifischen Fähigkeiten der erfahrenen Mitarbeitenden am wertvollsten sind und wo sie am effektivsten eingesetzt werden können. KI-Tools unterstützen hybride Arbeitsmodelle und ermöglichen auch uns «Alten» Mitarbeitenden, remote oder in flexiblen Arbeitszeiten produktiv zu bleiben – etwa durch automatisierte Berichterstattung oder KI-gestützte Kommunikation mit Kunden. KI kann personalisierte Lernpfade erstellen und dabei an das vorhandene Wissen von uns «Alten» anknüpfen, statt bei null zu beginnen.
«Alte» auf Augenhöhe im Team mit den Jungen
Viele Beteiligte – von Entscheidungsträgern bis zu den Teams vor Ort – zögern immer noch, digitale Werkzeuge konsequent einzusetzen, neue Prozesse zu adaptieren oder lang etablierte Geschäftsmodelle zu hinterfragen. Unternehmen müssen angesichts geopolitischer Komplexität, neuer Technologien und der Notwendigkeit operativer Geschwindigkeit auch den richtigen Ansatz für ihre Softwarelösungen wählen. Dies erfordert eine sorgfältige Bewertung anhand von strategischen Fragen. Andernfalls riskieren sie, eine Anwendungslandschaft zu schaffen, deren Wartung kostspielig ist und die Geschäftsanforderungen nicht erfüllt. Wir «Alten» müssen unsere jahrzehntelange Expertise bewusst als Mentor:innen für die Jungen und ihrem technischen Fachwissen in der Zusammenarbeit auf Augenhöhe einsetzen.
Welche Software-Strategie
Zwar beginnt echte Transformation nicht mit Software, sondern mit Visionen und dem Mut, das Mögliche neu zu denken. KI ermöglicht es Unternehmen, die Talententwicklung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und agile Innovation zu verbinden, um im nächsten Jahrzehnt die Nase vorn zu haben. Unter dem Titel: «Suite or Best of Breed: Seven Questions for a Smarter Applications Strategy» diskutieren Nipun Misra, Pierre Schatlowski, Daniel Schlecht, Florian Schmieg, Helena Touskova, und Miriam Walter im BCG Boston Consulting Group Newsletter vom 5. August 2025, sieben Fragen rund um eine intelligentere Anwendungsstrategie. Um wichtige Entscheide über zukünftige Applikationen zu treffen, müssen Unternehmen Cybersicherheit, regulatorische Berichtspflichten, schlecht integrierte Softwaresysteme und veraltete Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) berücksichtigen. Grundsätzlich stehen zwei Ansätze oder Philosophien im Raum: Eine «Software-Suite» ist ein Bündel mehrerer Computerprogramme, die zusammen als ein einziges Produkt verkauft werden (Beispiel: Microsoft Office). Sie bietet eine umfassende Lösung für verschiedene Aufgaben, oft mit einer gemeinsamen Benutzeroberfläche und der Möglichkeit, Daten zwischen Anwendungen auszutauschen. Eine Komplettlösung mit integrierten Tools, erhöhter Sicherheit und einem gemeinsamen Datenmodell. Die Zusammenarbeit mit einem einzigen Anbieter kann zudem Komplexität und Risiken deutlich reduzieren.
Für optimale Flexibilität
Im Gegensatz dazu ist ein «Best-of-Breed-Softwareprogramm» die leistungsstärkste Anwendung in ihrer spezifischen, engen Nische oder Kategorie, die aufgrund ihrer speziellen Funktionen und ihrer überlegenen Leistung in einem bestimmten Geschäftsbereich ausgewählt wurde. Ein Unternehmen könnte eine spezialisierte Personalsoftware eines Anbieters, eine Customer-Relationship-Management-Plattform (CRM) eines anderen und ein separates Buchhaltungssystem verwenden, die alle integriert sind, um die beste Lösung für jede Funktion bereitzustellen. Best-of-Breed-Programme bieten mehr Flexibilität und strategische Möglichkeiten, da Unternehmen für jede Funktion die optimalen Anwendungen auswählen und so flexibel bleiben und schneller auf Branchen- und Unternehmensveränderungen reagieren können.
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kompetenz60plus.ch ist ein Netzwerk von kompetenten Fachleuten. Erfahrene «Alte» unterstützen KMU’s und Start-ups bei der Umsetzung innovativer Ideen und bei Herausforderungen aller Art – auf Augenhöhe. Registrieren Sie Ihre Kompetenz ➔ hier kostenlos oder suchen Sie auf unserem Portal eine Fachperson mit geeigneter Kompetenz. Unkompliziert und zu moderaten Bedingungen. Kontaktieren Sie uns mit Ihren Interessen, Fragen und Anregungen, ganz unverbindlich, per Mail an werner@kompetenz60plus.ch. Danke!
Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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