Mentoren in der Pflicht
In der Tätigkeit als Mentor oder Mentorin von Jungunternehmern sieht man sich wiederholt mit der gleichen Herausforderung konfrontiert. Die Gründer:innen sind mit dem anspruchsvollen Tagesgeschäft ausgelastet – und haben so kaum Zeit für strategische Überlegungen. Um die Arbeit zu bewältigen, greifen sie auf ehemals erlernte Verhaltensmuster zurück, mit der Absicht ihre Methodik später immer noch optimieren zu können. Der Entwurf für einen Geschäftsplan oder das Erarbeiten eines Budgets werden hinausgezögert, sobald ein (hoffentlich unterschriebener) «Erstauftrag» auf dem Tisch liegt. Dabei wäre dies der Zeitpunkt, sich Gedanken zu Strategie, Organisation und der Geschäftsphilosophie zu machen. Wir «Alten» Mentoren müssen die Chancen erkennen, welche zum Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens führen. Auf Grund unserer Erfahrung müssen wir Risiken antizipieren und diese umgehen. Unsere überlegene Wahrnehmung und Information verschafft dem Jungunternehmen einen Vorteil bei der Anwendung neuer Technologien mit dem Potenzial, die Wirtschaftlichkeit der Firma zu verändern.
«Zombie»-Innovationsorganisationen
Seine Anstrengungen auf kurzfristigere Projekte zu konzentrieren, deutet auf einen Mangel an Klarheit oder Überzeugung hinsichtlich mittel- bis langfristiger Chancen hin. Eine fehlende Strategie deutet darauf hin, dass beim durchlaufen der Arbeitsprozesse lediglich auf Routine geachtet wird, um den Bedarf an Aktivität zu befriedigen. Möglicherweise erzielt man damit ein gewisses Wachstum, wird aber wahrscheinlich Opfer von Störungen oder verpasst die attraktivsten neuen Wertschöpfungspools. Im Fachjargon spricht man bezüglich fehlender Weitsicht auch von «Zombie»-Innovationsorganisationen (Zombie = wiederbelebter Toter), denen eine anregende Strategie fehlt. Innovation muss von oben herab, von den Gründer:innen, angestossen werden und dabei dürfen diese die generative künstliche Intelligenz GenKI nicht ignorieren. Da die stärkste Konkurrenz bereits Erfahrungen mit dieser Technologie sammelt, besteht sonst die reale Gefahr, im Wettbewerb zurückzufallen.

Das Potenzial von GenKI
GenKI hat das Potenzial, den Innovationsprozess zu verändern um neue Ideen, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Gemäss einer Studie im jüngsten Boston Consulting Group BCG Beitrag vom Juni 2024 der Autoren Justin Manly, Michael Ringel, Amy MacDougall, Johann Harnoss, Jacob Wolke-Perten,
Wendi Backler, Ketil Gjerstad, Ryoji Kimura, and Beth Viner, glauben 65% der Führungskräfte, dass es sich in den nächsten fünf Jahren um die Technologie mit dem grössten disruptiven Potenzial handelt. Der Aufbau von Fachwissen sowohl in GenKI als auch in prädiktiver künstlicher Intelligenz KI ist wichtig, da sie sich wie die beiden Gehirnhälften bei unserer Arbeit ergänzen. Traditionelle prädiktive KI ist die linke Gehirnhälfte und unterstützt analytische Entscheidungsfindung und Optimierung. GenAI, die rechte Gehirnhälfte, fördert die Kreativität, entwickelt Inhalte und destilliert die Essenz riesiger Informationsmengen. Die bereitwilligsten Innovatoren machen Fortschritte und bauen ihren Vorsprung sowohl durch KI als auch GenAI aus.
Bereitstellen mit Kundenfokus
Hier beginnt fast jede Organisation – sie konzentriert sich auf schnelle Erfolge mit handelsüblichen GenKI-Tools, um die Produktivität zu steigern und Erfahrungen zu sammeln, entweder als einmalige Massnahme oder für einen spezifischen, engen, unternehmensweiten Anwendungsfall. Dies ist eine grossartige Möglichkeit, um Fuss zu fassen, Champions zu identifizieren und kleine Anwendungen mit grösserem Potenzial ins Rampenlicht zu rücken. Unternehmen können beispielsweise ChatGPT verwenden, um erste Entwürfe von Berichten zu schreiben, oder die automatisierten Besprechungszusammenfassungen von Zoom nutzen. GenKI hilft beim generieren von Bildern, 3D-Modellen und Videos oder beim Erstellen von benutzerfreundlichen Schnittstellen, welche unsere Erfahrung verbessern können. GenKI ist eine grosse Hilfe beim Erkunden und Verfeinern von Ideen. Plattformen wie Midjourney können realistische Bilder von potenziell neuen Ideen erstellen, um seine Kunden für eine Lösung zu begeistern.
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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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