Blog, Industrie 4.0

#406 – Misstrauen, mit «Alten» im Ökosystem

Künstliche Intelligenz, ein dynamischer Prozess
Die Diskussion der vergangenen Wochen über KI künstliche Intelligenz, anlässlich dem Markteintritt durch das chinesische KI-Startup Deepseek, zeigt erneut die Verunsicherung in der Gesellschaft. Viel hat sicher damit zu tun, dass wir von falschen Vorstellungen ausgehen. KI künstliche Intelligenz ist viel dynamischer, als dies dargestellt wird. Die Entwicklung verläuft sehr schnell, jeden Monat gibt es Überraschungen und Durchbrüche. Der Erfolg von Deepseek ist eine weiterer Punkt in dieser Dynamik, aber er ist keineswegs so aussergewöhnlich, wie das behauptet wird. Man hat sich zu sehr auf die Vorstellung versteift, dass KI von einer Handvoll Firmen dominiert werde. Doch niemand hat heute wirklich einen Vorsprung auf die Konkurrenz, sagte der gebürtige Baselbieter und Google-Veteran Urs Hölzle (61), im Interview mit Markus Städeli und Guido Schätti in der NZZ vom 1. Februar 2025. Urs Hölzle war wesentlich an der Entwicklung verschiedener Java-Compiler beteiligt und als Professor an der University of California, Santa Barbara (UCSB) tätig, bevor er 1999 als achter von zehn Mitarbeitern bei Google Inc. angestellt wurde. 2004 legte er zusammen mit Ralph Keller und Reto Strobl den Grundstein für Google Schweiz in Zürich, wegen seiner zentralen Lage und die Nähe zu den Universitäten. Hölzle arbeitet heute als Senior Vice President for Technical Infrastructure.

Optimismus prägt die Entwicklung
Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz verzeichnet schon seit 2012 enorme Fortschritte, sagt Hölzle. In der Öffentlichkeit ist das Thema aber erst seit zwei Jahren präsent, als die Sprachmodelle für das breite Publikum zugänglich wurden. Dass Maschinen plötzlich schreiben können wie Menschen, hat sehr viel ausgelöst. Deshalb sind wir heute vielleicht zu optimistisch, im Hinblick auf die Schnelligkeit dieser Entwicklungen. Was ihm aus amerikanischer Sicht jedoch auffällt ist, wie hoffnungslos abgeschlagen man in Europa in der KI-Entwicklung ist. Man verbringt 99 Prozent der Zeit damit, sich über Gefahren und Regulierungen neuer Technologien zu unterhalten und nur 1 Prozent über die Chancen. Es ist wichtig, dass man die Gefahren nicht ignoriert, aber ein Verhältnis 99 zu 1 ist sicher die falsche Proportion.

«Vertrauen fängt dort an, wo wir Entscheidungen in Technologien auslagern wollen aber nicht sicher wissen, ob wir das können und wie sie ausgeführt werden», sagt die Österreichisch-Bulgarische Technikphilosophin Eugenia Stamboliev. © Eugenia Stamboliev

Mit Naivität und Selbstüberschätzung zum Ziel
Allerdings liegt der Wert von KI weniger in der Technologie als in der Anwendung. Anwender können alle sein und das ist auch für KMUs eine enorme Chance. Obwohl Hölzle aus einer Generation von «Alten» stammt, die in der Technik vor allem Gefahren und weniger die Chancen sehen, hat er nach ein paar Jahren Aufenthalt in Amerika so richtig realisiert, wo die Unterschiede in der Herangehensweise sind. Als Schweizer in den USA bekommt man den Eindruck, die Leute seien alle naiv und voller Fortschrittseuphorie. Wenn man jedoch bedenkt, wie schwierig es ist, etwas umzusetzen, dann fängt man gar nicht erst damit an. Deshalb: Um neue Technologien zur Marktreife zu bringen, muss man naiv sein und sich selbst überschätzen. Während wir Europäer zaudern, führt in den USA dieser Optimismus dazu, dass die Leute es einfach probieren. Es scheitern dann zwar neun von zehn Projekten, aber eins hat Erfolg. Für Europa wäre deshalb ideal, wenn man von diesem Verhältnis 99 zu 1 weg und wenigstens zu einem Verhältnis von 50 zu 50 käme.

KI konkurrenziert KMUs durch Vereinfachung
Viele, vor allem wir «Alten», haben den Eindruck, Nichtstun sei risikofrei. Aber das stimmt nicht. Ein früherer Chef von Intel prägte den Satz: «Only the paranoid survive» (nur die krankhaft misstrauischen überleben). Stillstand ist sehr gefährlich. Wir in der Schweiz sind besonders konservativ. Deshalb laufen unsere Firmen Gefahr, abgehängt zu werden, denn KI kann die Verhältnisse auf den Kopf stellen. Bis jetzt konnten Firmen ihre Konkurrenz auf Distanz halten, indem sie zum Beispiel Dinge herstellten, hinter denen ein sehr komplizierter Produktionsprozess steckt. Aber Konkurrenten können diesen Prozess künftig möglicherweise mit KI vereinfachen und dem bisherigen Branchenführer plötzlich gefährlich werden.

Kein Fachkräftemangel dank grossem Ökosystem
Punkto Fachkräftemangel in der KI-Branche hat die Schweiz heute ein Ökosystem mit einer kritischen Masse. Ein Problem hätten wir nur, wenn es einen fixen Pool an Ingenieuren gäbe, um den sich alle streiten. Das ist nicht der Fall, denn wenn man einmal ein genügend grosses Ökosystem hat, zieht das weitere Menschen an. Aus dem Ausland, aber auch frisch ab der Uni. Nachwuchskräfte lernen von Experten, und der Pool wächst weiter. Auch von Regulierungen oder Beschränkungen zum Verkauf von GPUs (GPU steht für Graphics Processing Unit, einem Grafikprozessor, beispielsweise von Nvidia) hält Hölzle wenig, da wir ja auch auf Rechner zurückgreifen könnten, die anderswo stehen. Das Internet ist eben ein globales Netzwerk!

Gesundes Misstrauen bewahren
Im Beitrag von Denise Bucher (47) in der NZZ vom 1. Februar 2025, mit dem Titel «Im öffentlichen Leben schwindet das Vertrauen. Das ist aber nicht nur schlecht» reflektiert die Autorin über unser Verhältnis zu Informationen. Die wenigsten von uns «Alten» können selber programmieren, also müssen wir den Softwareingenieur:innen vertrauen. Ohne Vertrauen könnten wir unseren Alltag nicht mehr bewältigen. Aber dieses erodiert. Die Weltordnung, wie wir sie gekannt haben, scheint auseinanderzufallen. Die Digitalisierung hat (scheinbar) Verlässliches aus der analogen Welt aufgelöst und verändert unser Leben in grossem Tempo, von Wirtschaft und Politik bis zum Umgang mit Informationen. Das private Leben wurde öffentlich. Das Versprechen, die Digitalisierung werde uns zu einer globalen Informationsgesellschaft machen, hat über die letzten 40 Jahre schrittweise in eine Informations- und Vertrauenskrise geführt. Mittlerweile läuft fast jede Interaktion über einen Bildschirm. Jugendliche verbringen zwar viel Zeit online, aber dennoch sind es wir «Alten», die deutlich mehr auf Social Media posten, und das auch noch auf öffentlichen Accounts. In Anlehnung an Immanuel Kant (1724-1804) schreibt Denise Bucher, wie wir das Portal zu Wissen und Bildung, worauf Kant seine Hoffnungen setzte, in der Hosentasche mit uns herum tragen. Die Omnipräsenz von Falschinformationen und deren schädliche Konsequenzen in der Realität haben jedoch den Blick bereits geschärft für die Herkunft von Neuigkeiten. Ältere Menschen mögen leichter auf Online-Betrug hereinfallen, aber die digital Natives wissen, dass im Internet überall Gefahren lauern. In altersgemischten Teams wird das thematisiert. Sich im digitalen Zeitalter seines Verstandes zu bedienen, heisst, wahr von falsch zu unterscheiden. Darum gilt es, ein gesundes Misstrauen zu wahren.

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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator

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#174 – Wie weiter?

Kurzarbeit macht auch träge
Es ist Montag und die Zürcher Quartier- und Altstadtläden bleiben, wie schon vor der Krise, trotz potenzieller Kunden geschlossen. Ordnung muss sein, Wettmachen verlorener Umsätze durch Anpassung des Regimes ist hier kein Thema. Noch haben viele Geschäfte und Gastrobetriebe, auch an hoch frequentierten Lagen, reduzierte Öffnungszeiten. Dienstleistung sind weiterhin eingeschränkt und unter den auffällig spärlicheren Emails findet man Begründungen, weshalb eine speditive Erledigung von Anfragen auf Grund der ausserordentlichen Lage momentan nicht möglich sei. Vereine und Berufsverbände verabschieden sich vorzeitig in die Sommerferien, in der Hoffnung auf einen besseren Herbst. Möglich ist dieser Schwebezustand dank Kurzarbeit, auf die man nicht all zu früh verzichten will, man gewöhnt sich schnell an das «Sicherheitsnetz». Daneben gibt es jedoch viele Unternehmen, welche die aufgezwungene Auszeit als Chance nutzen, um sich am Markt neu zu positionieren. Trotz den Schwierigkeiten der eingeschränkten persönlichen Kontakte, sind diese Leute hochmotiviert, kreativ und damit besser gerüstet für eine Zukunft mit weniger Restriktionen.

Produktivität von zuhause
Die Corona-Pandemie hat auch gezeigt, dass viele KMU ihre Führungsstrukturen anpassen müssen. Mit straffen Befehlen von oben ist es in der Krise kaum möglich, eine Firma zu führen. Mitarbeitende waren zu einem grossen Teil im Home-Office. Abgesehen von einer funktionierenden IT erwiesen sich agile, dezentrale Entscheidungsstrukturen dabei als Vorteil. In einem solchen Umfeld müssen Patrons «Macht» abgeben. Statt alles selber steuern zu wollen, sollten sie die gemeinsame Mission aufzeigen und die kulturellen Werte des Betriebs vorleben. Die Krise zeigt eben deutlich, das wichtigste Vermögen einer Firma sind nicht mehr die Maschinen und Fabriken, sondern das Humankapital. (Siehe dazu den Beitrag von Albert Steck, NZZ vom 13. Juni 2020 «Teamplayer verdrängen Egomanen in der Chefetage».) Mit ins Team gehören auch ältere Mitarbeitende. Umfragen zeigen, dass ältere Menschen sich weniger von Ängsten und Unsicherheiten leiten lassen. In Krisensituationen behalten viele von uns einen kühlen Kopf, dank Erfahrungen mit ähnlichen Situation in der Vergangenheit. Wir «Alten» fungieren dabei idealerweise als Sparringpartner im Team mit den Jungen, die das aktuelle Wissen und Know-how in den Mint-Fächern, also Naturwissenschaften und Informatik beisteuern.

War es das?
Eine Pandemie ist eine Krise, die der Menschheit erlaubt, ihre gegenseitige Abhängigkeit und ihre Zusammengehörigkeit zu erfahren schreibt der Politologe Ivan Krastev (Gastkommentar in der NZZ vom 15. Juni 2020). In der Akutphase der Krise haben wir gesehen, dass die Eigenständigkeit der Betriebe von grösster Wichtigkeit ist. Im Bezug auf die Globalisierung legt die Seuche offen, in welche Abhängigkeit wir uns in den letzten Jahrzehnten begeben hatten. Die von wirtschaftlichen Überlegungen getriebene «Auslagerung» von Produktionen beginnt sich spätestens dann zu rächen, wenn wir zu gewissen Gütern keinen Zugang mehr haben. Just-in-time-Lieferketten sind solange von Vorteil, als der freie Austausch mit den Partnern möglich bleibt. Noch etwas beginnt sich abzuzeichnen, nämlich wie die ursprüngliche Angst vor dem Virus mit fortschreitender Zeit politische, ökonomischen und gesellschaftliche Spaltungen verstärken, die schon zuvor in allen Gesellschaften manifest waren. Je mehr die Angst vor Covid-19 schwindet, desto weniger werden wir anerkennen, dass die Bedrohung je real war. Wir beginnen die Lockdown-Politik zu hinterfragen, speziell mit Blick auf das eigene Geschäft. Die Zukunft wird wohl zeigen, dass Firmen sich vermehrt auf die wirtschaftliche Unabhängigkeit gegenüber unkontrollierbaren Ereignissen und auf dezentrale Managementmodelle konzentrieren werden.

Leidenschaft und Erfahrung von «Alten» als Ressource
«kompetenz60plus.ch» ist ein Sammelbecken für kompetente Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation bewusst sind und sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft beteiligen wollen. «Alte», Frauen und Männer, im Team auf Augenhöhe mit den «jungen Wilden», stellen ihre Erfahrung mit Leidenschaft zur Verfügung. Bitte bringen Sie sich ein und registrieren Sie Ihre Kompetenz kostenlos hier. Wir freuen uns auch über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

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#162 – Reflexion dank Isolation

Das Tagebuch der Anne Frank – eine Annäherung
Wir Schweizer der Nachkriegsgeneration kennen kaum den Verzicht und die Isolation aus eigener Erfahrung und sind deshalb schlecht vorbereitet auf die gegenwärtige Gefahr einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus. Was es heisst, auf kleinstem Raum über Monate in ständiger Angst und mit Entbehrungen angesichts einer ungewissen Zukunft auszuharren, wurde im Filmklassiker «The Diary of Anne Frank», USA 1959, von George Stevens hervorragend nachempfunden. Demut ist deshalb angebracht in der gegenwärtigen Lage. Im Gegensatz zu den Virologen und Epidemiologen, basiert mein Wissen über die Gefahren der aktuellen Pandemie auf Medienmitteilungen. Dass in der Presse Senioren und Rollatoren im gleichen Satz genannt werden, als ob der Denkprozess in den Beinen stattfindet, stört mich dabei sehr. Ich wehre mich gegen jegliche Stigmatisierung oder das Auseinanderdividieren von Jung und Alt. Speziell wenn die zahlreichen «Experten» ebenfalls der älteren Generation angehören.

Die Schweiz ist für den Ernstfall schlecht vorbereitet
Die gegenwärtige Situation, einmal abgesehen von der Gefahr für unsere Gesundheit, zeigt wie wenig die reiche Schweiz auf den Notfall vorbereitet ist. Wie sträflich viele (Klein-)Unternehmen die Digitalisierung vernachlässigt hatten und wie schlecht die Volksschule ihre Lehrmittel für den sinnvollen digitalen Unterricht aus der Ferne vorbereitete. Wer dieser Tage versucht, seine Lebensmittel online zu bestellen um den Gang in die Läden zu vermeiden, wird enttäuscht. Viele Artikel sind nicht verfügbar und die Lieferfristen für Bestellungen dauern bis zu zwei Wochen. Die Corona-Krise legt offen, dass die Kantone die Prävention vernachlässigt haben. Abstimmungen, wie letztes Wochenende in Solothurn, müssen unter Einhaltung von Hygieneanforderungen von Hand ausgezählt werden und die Ausweise zur Personenkontrolle existieren hauptsächlich auf Papier. Diese Zettelwirtschaft rächt sich nun. Mangelhafte Strukturen blockieren auch die Wirtschaft und verursachen hohe finazielle Schäden. In seinem Beitrag unter dem Titel: «Mitten in der Pandemie kommt Kritik am Krisenmanagement auf», NZZ vom 25. März 2020, schreibt Simon Hehli: Beim Einsammeln der relevanten Daten zum Pandemieverlauf kommen beim Schweizer Bundesamt für Gesundheit auch Faxgeräte zum Einsatz. Schweizer Ärzte müssen laut Medienberichten in ein Formular, das sie aus dem Internet heruntergeladen und ausgedruckt haben, von Hand Werte von einem Computerbildschirm abschreiben und per Fax nach Bern melden, wo jemand die Daten dann wieder ab Papier in den Computer eintippt. Fehler sind natürlich unausweichlich.

Digitalisierung in den Unternehmen und Verwaltungen jetzt anpacken
Wenn die gegenwärtige Krise ihre positive Seite hat, dann der Ansporn, Unternehmen und Verwaltung endlich digital fit zu machen. Die Schweiz muss sicherstellen, dass die Verfügbarkeit von Strom und die entsprechenden Bandbreiten zur Datenübertragung im Internet auch in Zukunft vorhanden sind. Damit die Firmen auf Grund der Corona-Krise nicht auch noch in eine Home-Office-Krise verfallen, hat smino, eine Plattform der Baubranche, die 15 besten Tipps für effizientes Home-Office bereitgestellt. Diese lassen sich natürlich auch auf andere Dienstleistungsbranchen übertragen. Auch Cloud-Skeptiker müssen zugeben: Wenn Daten und Unterlagen ausserhalb des Büros nicht zugänglich sind, ist Home-Office schlicht unmöglich und die Firma verliert an Produktivität. Anstatt reihenweise Bundesordner mit Papierdokumenten braucht es für das Datenmanagement innerhalb der Firma Informationen und Dokumente die jederzeit geräte- und ortsunabhängig zugänglich sind. Die aktuelle Situation ermöglicht es den Unternehmen, alteingesessene Prozesse zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern. Dazu gehören das Digitalisieren von Abläufen und Prozessen in den Projekten, oder Sitzungen problemlos in den virtuellen Raum verlegen. Die Nutzung digitaler Werkzeuge bringt endlich Struktur in das Aufgabenmanagement, welches idealerweise auf einer Kollaboratationsplattform mit anderen Personen im Team geteilt wird.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser
In der Home-Office Situation kann das Problem entstehen, dass Führungskräfte die Produktivität der Mitarbeitenden anzweifeln. Andererseits können Mitarbeitende sich gestresst fühlen, weil sie denken, sie müssen das Doppelte erledigen als normal, damit kein falscher Eindruck entsteht. Deshalb der Appell an alle Führungskräfte: Vertrauen Sie Ihrem Team! Kontrollieren Sie nicht, ob Ihre Mitarbeitenden arbeiten, sondern Unterstützen Sie Ihre Mitarbeitenden bei ihren Zielen und richten Sie sich nach den Zielen, die erreicht wurden und nicht danach, wie viele Stunden die Mitarbeitenden online waren. Die aktuelle Krisensituation hilft uns Hierarchien abzubauen, Alt und Jung arbeiten zusammen auf Augenhöhe im Team. Auf humorvolle Weise beschreibt Stefan Betschon «Wie das Internet in der Corona-Krise neu erfunden wird», NZZ vom 25. März 2020.

Halten Sie sich gesund
Mit dem Home-Office fällt der Arbeitsweg, der Spaziergang zum Restaurant am Mittag und der tägliche Rundgang im Betrieb weg. Trotz der aktuell einzuhaltenden sozialen Distanzierung sollte man pro Tag mindestens 10’000 Schritte, am besten in der freien Natur zurücklegen. Und wenn einem die Decke auf den Kopf zu fallen droht, lohnt es sich an die Zeit nach der Krise zu denken. Dabei helfen soll der Beitrag von Matthias Horx vom Deutschen Zukunftsinstitut, Journal B vom 25. März 2020.

Wir «Alten»
«kompetenz60plus.ch» ist ein Sammelbecken für kompetente Senioren, die sich ihrer Verantwortung gegenüber der jüngeren Generation bewusst sind und sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft beteiligen wollen. «Alte» Frauen und Männer im Team, auf Augenhöhe mit den «jungen Wilden», stellen ihre Erfahrung zur Verfügung. Bitte bringen Sie sich ein, wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

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