Blog, Industrie 4.0

#408 – «Alte»: Potenzial künstlicher Intelligenz

Automatisierung von Routineaufgaben
Als Mentor und im Gespräch mit Berufskollegen fragen wir uns immer wieder, wo eigentlich der Wert von künstlicher Intelligenz KI liegt. Wir sind zu sehr mit dem Tagesgeschäft beschäftigt und scheuen uns davor, die Technologie auszuprobieren, auch aus Angst vor dem Scheitern. Solange man mit dem Altbewährten noch zurechtkommt, weshalb soll man etwas Neues ausprobieren. Wir «Alten» haben die Erfahrung und den Überblick über die Schwachstellen in inhabergeführten Betrieben. Es liegt an uns, die relevanten Fragen zu stellen, um den Paradigmen-wechsel voranzutreiben. Auf Grund unserer Seniorität müssen wir unsere Werte weitervermitteln. Eine Aufzählung möglicher Anwendungsgebiete für KI-Lösungen in Kleinunternehmen beantwortet «XI Grok 3», gemäss Elon Musk die intelligenteste KI der Welt, innert Sekunden. Mehr als ein Dutzend brauchbare Vorschläge können auf Anfrage einzeln und detailliert betrachtet werden, inklusive Vorschläge für die entsprechende Software.

Zeit und Kosten realistisch einschätzen
Die Intelligenz weist darauf hin, wie für kleine Unternehmen die Skalierbarkeit ein Hauptvorteil von KI ist. Sie ermöglicht es den Eigentümer:innen, die Technologie für Aufgaben zu nutzen, die ansonsten erhebliche Personalressourcen erfordern würden, und das alles bei potenzieller Kostensenkung. Die Implementierung von KI erfordert jedoch eine anfängliche Investition in Technologie, realistische Zeitvorgaben für die Umsetzung und möglicherweise Schulungen. Dass die KI uns beim Programmieren individualisierter Lösungen unterstützt, ist ihr grosser Vorteil. Die Auswahl an Einsatzmöglichkeiten ist immens und es ist deshalb für Kleinunternehmer:innen wichtig, den ROI (die Kapitalrendite) solcher Implementierungen sorgfältig abzuwägen. Und wie wir über die letzten 40 Jahre gelernt haben, braucht es für die kontinuierliche Pflege dieser Programme verantwortliche Stellenprozente.

Rationalisieren, Vergleichen, Vorhersagen, Überwachen
Im Kundenservice können KI-Chatbots einfache Kundenanfragen, auch ausserhalb der normalen Geschäftszeiten bearbeiten und so menschliches Personal für komplexere Probleme freisetzen. Buchhaltung und Rechnungsstellung mit KI spart Zeit und reduziert Fehler. Im Marketing und Vertrieb werden Kundendaten analysiert und vorhersagen über zukünftige Verkaufstrends generiert. Muster oder Erkenntnisse aus der Datenbank zeigen Präferenzen auf und dank Feedback entstehen Stimmungsanalysen. Im Betrieb wird der Lagerbestand anhand von Verkaufsdaten überwacht. KI hilft auch beim Energiemanagement, oder bewertet Investitionsrisken und liefert Daten für die strategische Planung. Auch bei der Sicherheit überwacht die KI ungewöhnliche Vorgänge und erkennt Cyberbedrohungen schneller. KI kann den Rekrutierungsprozess rationalisieren, indem sie Bewerbungen zunächst prüft, sie mit Stellenbeschreibungen abgleicht und sogar den Erfolg der Kandidaten anhand historischer Daten vorhersagt. KI-gestützte Tools können Einblicke in die Auswirkungen von Arbeitsmustern auf die Produktivität bieten und so dabei helfen, Arbeitspläne oder Aufgabenzuweisungen zu optimieren. Auch beim Design von Produkten analysiert die KI Kundenfeedback und schlägt Prozessautomatisierungen vor.

The Creative Potential of Artificial Intelligence – Satisfy Desire
December 7, 2024 Mario Lee

2025 als Wendepunkt bei der Einführung von KI
Mit Blick in die Zukunft stellt sich die Frage nach den leistungsstarken KI-Führungskräften und ob das Jahr 2025 wohl das Jahr der KI-Agenten ist. Das Resultat der zweiten jährlichen globalen Boston Consulting Group BCG AI Radar-Umfrage unter 1’800 Führungskräften enthüllte dabei die grossen Erfolge, abr auch Probleme mit der neuesten Technologie. Wichtigste Erkenntnis: Wirklich zukunftsorientierte Unternehmen bevorzugen eine kleine Anzahl von Aktivitäten mit hoher Wirkung und investieren in Talente und Schulungen, deren Erfolg sie streng messen. Führende Unternehmen investieren mehr als 80% in die Umgestaltung wichtiger Funktionen und die Entwicklung neuer Angebote, anstelle von kleineren, produktivitätsorientierten Massnahmen. Zwei Drittel der Unternehmen prüfen den Einsatz von KI-Agenten – fortschrittlichen Systemen, die selbstständig agieren können –, was darauf hindeutet, dass 2025 einen Wendepunkt für deren Einführung markieren könnte. Für detaillierte Informationen sehen Sie sich dazu bitte die BCG Diashow (27 Folien auf Englisch) an.

Priorisieren von Massnahmen mit hoher Wirkung
Anstatt Ressourcen auf zu viele Pilotprojekte zu verteilen, sollte man sich auf einige wenige KI-Projekte mit dem Potenzial, zentrale Geschäftsfunktionen zu transformieren konzentrieren. Die erfolgreichsten Unternehmen nutzen dazu KI nicht nur als Effizienzwerkzeug, sondern als Innovationstreiber, der Schlüsselfunktionen umgestaltet und neue Angebote erfindet. Angesagt ist eine Konzentration auf die Tiefe, nicht in die Breite. Dabei hängt der Erfolg von KI nicht nur von der Technologie ab – es geht auch um die Menschen die sie nutzen. Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden weiterbilden und KI-Kompetenzen im gesamten Unternehmen verankern, können das volle Potenzial von KI mit weitaus grösserer Wahrscheinlichkeit ausschöpfen; leistungsstarke Unternehmen widmen 70% ihrer KI-Bemühungen dem Wandel von Menschen, Prozessen und Kultur.

Strategischer Vorteil mit KI
Dieses Prinzip gilt auch für die Einbettung von KI-Agenten in Arbeitsabläufe, um die Arbeit von Menschen zu ergänzen. Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ist der Schlüssel. Erfahrene und kompetente «Alte» agieren dabei als Mentoren oder Sparringspartner. Soft Skills wie Agilität und Veränderungsbereitschaft sind die Voraussetzung für das Erreichen der Ziele. Ohne klare Kennzahlen laufen KI-Projekte Gefahr, ins Stocken zu geraten, bevor sie Mehrwert liefern. Führende Unternehmen etablieren robuste Rahmenbedingungen, um sowohl die operativen als auch die finanziellen Auswirkungen zu verfolgen. Regelmässige Bewertungen helfen dabei, den Kurs zu korrigieren, Investitionen an den Geschäftszielen auszurichten und das, was funktioniert, zu skalieren – und so aus KI von einem Experiment einen strategischen Vorteil zu machen.

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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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