Datenbanken, Vorratshaltung von Wissen
Seit dem Ende der Corona-Pandemie befassen sich Unternehmen vermehrt mit Fragen zur Kostenoptimierung. Die Diskussion um Nachfolgeregelungen ist dem Bedarf an Restrukturierungsmassnahmen gewichen. Befeuert werden diese Massnahmen, neben rückläufigen Erträgen, durch den Vormarsch künstlicher Intelligenz KI und den Vorteilen der Automatisierung von Betriebsabläufen. Damit geraten Datenbanken, als Vorratshaltung von Wissen und deren Interoperabilität, wieder ins Bewusstsein vieler Patrons. Das macht sich dieser Tage in manchen KMUs, als banales Beispiel, im hindernisreichen Versuch zum automatisierten Versand von Weihnachtskarten bemerkbar.
Ältere und erfahrene Führungskräfte gesucht
Der Umgang mit schwierigeren Marktbedingungen müsse in gewissen Firmen und Branchen erst erlernt werden, findet Dr. Karsten Lafrenz (47) im Beitrag von Dominik Feldges, NZZ vom 11. Dezember 2023. Dafür dürfte angesichts eines möglicherweise beschleunigten Wirtschaftsabschwungs aber nicht überall die Zeit vorhanden sein, findet der Partner und Managing Director im Zürcher Büro von Alix, einem Unternehmen, das zusammen mit Roland Berger und McKinsey & Company zu den führenden Spezialisten zählt, welche Firmen bei Transformationen und in Turnaround-Situationen begleiten. Betriebe, deren Führung zum Grossteil aus «Schönwetterkapitänen» zusammengesetzt ist, empfiehlt deshalb Lafrenz, extern Verstärkung zu suchen. «Das kann beispielsweise eine ältere, erfahrene Führungskraft sein, die sich mit Restrukturierungen auskennt und die man in den Verwaltungsrat holt.»

Schreckgespenst Rezession
Unter dem Titel: «Das Schreckgespenst der Rezession geht um – Firmen, die frühzeitig handeln, haben bessere Karten», beschreibt Dominik Feldges, wie die schwache Konjunktur Unternehmen zunehmend zwingt, Kostensenkungsmassnahmen zu ergreifen. Dies zeigt sich in den Anfragen die bei Wirtschaftsverbänden und Beratungsunternehmen zum Thema Restrukturierungen und zu Fragen der Kurzarbeit eingehen. Nicht nur Betriebe der Maschinenbau-, Elektro- und Metallindustrie, sondern auch Firmen aus einer Branche, die sonst im Ruf steht, eher auf der Gewinner- als der Verliererseite zu stehen, sehen sich zum Handeln gezwungen. Grosse amerikanische Technologiekonzerne wie Google, Amazon und Meta trennten sich von Tausenden von Mitarbeitenden. Für Christoph Lechner (57), Direktor des Instituts für Betriebswirtschaft der Universität St. Gallen, ist es indes kein Zufall, dass ausgerechnet sie durchgegriffen haben. Diese Konzerne hätten antizipiert, dass ihre Erträge ohne Gegenmassnahmen auf der Kostenseite sinken würden.
Restrukturierung trotz Grossauftrag
Ein kritischer Faktor bei Restrukturierungen sind die Verantwortlichen, welche die Massnahmen definieren und umsetzen müssen. Karsten Lafrenz sieht diesbezüglich auf manche Unternehmen Herausforderungen zukommen: «Wir haben jetzt eine Managergeneration, die in Teilen nur Wachstum und ein positives Umfeld kennengelernt hat.» Der Umgang mit schwierigeren Marktbedingungen müsse in gewissen Firmen und Branchen erst erlernt werden. Ein Restrukturierungsplan verspricht auch nur dann Erfolg, wenn er konsequent umgesetzt und nicht ausgesetzt wird, sobald beispielsweise ein Grossauftrag eintrifft. Denn, so erfreulich ein solches Ereignis auch ist, so trügerisch kann es mit Blick auf die weitere Geschäftsentwicklung sein. Denn falls sich der Bestelleingang wieder verschlechtert, rächt sich die Nachlässigkeit. Das Management muss dann adjustieren und Einsparungen, die zuvor versäumt wurden, möglicherweise sogar noch ausweiten. Lafrenz empfiehlt deshalb ein von Anfang an beherztes Anpacken der notwendigen Massnahmen.
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