Die neue Weltordnung
Ian Bremmer (55), amerikanischer Politikwissenschaftler, Autor und Unternehmer mit Schwerpunkt auf globalen politischen Risiken, spricht in seinem Beitrag auf TED (14:58) vom April 2023, über eine neue «dritte Weltordnung». Historisch gesehen gab es zwei Weltordnungen: Parallel zur (militärischen) Sicherheitsordnung auch eine globale Wirtschaftsordnung, wo man sich die Macht teilt. Neu kommt eine weitere, noch wichtigere, die digitale Ordnung dazu. Sie wird nicht von Regierungen gesteuert, sondern von Technologiekonzernen. Technologiekonzerne bestimmen immer mehr unsere Identität. Will man das System in Frage stellen, genügt es nicht, die Autorität anzufechten, wie man es als Jugendliche lernt. Heute müssen wir die Algorithmen anfechten, denn diese sind eine unglaubliche Machtfülle in den Händen der Technologiekonzerne. Aktuell sind die USA der Hauptexporteur von Werkzeugen, mit dem Potenzial Demokratien zu zerstören. Es liegt an uns, auch an uns «Alten», mit dem Wissen über die Herkunft, unsere Zukunft zu gestalten. Wir müssen unseren Beitrag leisten um die Entwicklung, im Team mit den «jungen Technologieführern», entsprechend unseren Werten zu steuern.

Kontrollverlust als Quelle der Kreativität
Im Gespräch verzichten viele von uns «Alten» auf ein weiteres aktives, berufliches Engagement in einer Welt, die zusehends aus den Fugen zu geraten droht und in der unsere Ideale, die wir jahrelang verfolgt und gelebt haben, mehr denn je in den Hintergrund getrieben oder gar mit Füssen getreten werden. Wir bekunden Mühe im Umgang mit der aktuellen politischen Lage und empfinden einen Kontrollverlust. Seit Corona hat sich vieles auf dieser Welt zum Teil grundlegend verändert. Eine positive Einstellung gegenüber den technologischen Entwicklungen, wie der künstlichen Intelligenz KI oder der Digitalisierung von Unternehmesprozessen hilft uns bei der Einordnung. Weiterbildung, Offenheit und Neugier sind Voraussetzung um den Anschluss nicht zu verlieren, auch wenn dies immer schwieriger wird. Kontrollverlust beispielsweise in der Kunst, kann als ein wichtiger Bestandteil des künstlerischen Prozesses angesehen werden, da er zu unerwarteten Ergebnissen und neuen kreativen Möglichkeiten führen kann. Durch das Zulassen von Zufällen, spontanen Entscheidungen und dem Loslassen der Kontrolle kann Kunst entstehen, die sonst nicht möglich wäre.
Strukturveränderungen: Corona markierte eine Zäsur
Die COVID-19-Pandemie hat tiefgreifende und dauerhafte Veränderungen in verschiedenen Bereichen bewirkt. Der grösste Wandel mit wirtschaftlichen Folgen, zeigt sich in der Etablierung von Homeoffice und hybriden Arbeitsmodellen. Was vorher undenkbar schien, wurde binnen Wochen zur Normalität. Viele Unternehmen haben ihre Büroflächen reduziert, während Arbeitnehmende neue Flexibilität erwarten. Gleichzeitig entstanden aber auch neue Ungleichheiten zwischen «systemrelevanten» Berufen, die vor Ort arbeiten mussten, und anderen. Unternehmen die zuvor zögerlich bei der Digitalisierung waren, erlebten innert kürzester Zeit einen Digitalisierungsschub. Viele traditionelle Geschäftsmodelle wurden hinterfragt oder grundlegend verändert. Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Lockdown-Massnahmen manifestieren sich weiterhin in den psychischen Belastungen, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Die Pandemie führte auch zu einer Neubewertung der Rolle des Staates in Krisenzeiten. Massive staatliche Hilfsprogramme, die zuvor undenkbar schienen, wurden schnell umgesetzt. Dies veränderte auch die Diskussion über staatliche Verschuldung und Wirtschaftspolitik. Die Pandemie beschleunigte Entwicklungen, die sonst Jahre oder Jahrzehnte gedauert hätten. Diese «Zeitenwende» zeigt sich auch darin, wie Unternehmen und Individuen heute Risiken bewerten und Resilienz planen – sowohl für zukünftige Pandemien als auch für andere Krisen.

KMU-Barometer: Veränderungen
Gemäss dem Beitrag von Peter A. Fischer in der NZZ vom 5. Juni 2025 sind die Firmen verunsichert wie seit Pandemiezeiten nicht mehr. KMU mit weniger als 250 Mitarbeitenden erwarten Verschlechterungen bei den lokalen Rahmenbedingungen und im Wirtschaften mit dem Ausland. Wenn sich der mächtigste mit dem reichsten Mann der Welt wie Schulbuben streiten, sind es weniger die Erwartungen an sich, als die Stärke der Veränderungen, mit denen sich die schweizerische KMU-Wirtschaft zurechtfinden muss. Grösste Sorge der KMU bleiben die gesetzlichen Regulierungen, aber auch bei den Lieferketten und der Währungssituation und natürlich beim Marktzugang befürchten sie Verschlechterungen. Wir «Alten» helfen mit Weisheit, Gelassenheit, Erfahrung und Reife in gemischten Teams als Mentor:innen, Coaches oder Sparringspartner, ohne Angst zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln.
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