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#379 – «Alte» helfen «Zombie»-Unternehmen

Mentoren in der Pflicht
In der Tätigkeit als Mentor oder Mentorin von Jungunternehmern sieht man sich wiederholt mit der gleichen Herausforderung konfrontiert. Die Gründer:innen sind mit dem anspruchsvollen Tagesgeschäft ausgelastet – und haben so kaum Zeit für strategische Überlegungen. Um die Arbeit zu bewältigen, greifen sie auf ehemals erlernte Verhaltensmuster zurück, mit der Absicht ihre Methodik später immer noch optimieren zu können. Der Entwurf für einen Geschäftsplan oder das Erarbeiten eines Budgets werden hinausgezögert, sobald ein (hoffentlich unterschriebener) «Erstauftrag» auf dem Tisch liegt. Dabei wäre dies der Zeitpunkt, sich Gedanken zu Strategie, Organisation und der Geschäftsphilosophie zu machen. Wir «Alten» Mentoren müssen die Chancen erkennen, welche zum Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens führen. Auf Grund unserer Erfahrung müssen wir Risiken antizipieren und diese umgehen. Unsere überlegene Wahrnehmung und Information verschafft dem Jungunternehmen einen Vorteil bei der Anwendung neuer Technologien mit dem Potenzial, die Wirtschaftlichkeit der Firma zu verändern.

«Zombie»-Innovationsorganisationen
Seine Anstrengungen auf kurzfristigere Projekte zu konzentrieren, deutet auf einen Mangel an Klarheit oder Überzeugung hinsichtlich mittel- bis langfristiger Chancen hin. Eine fehlende Strategie deutet darauf hin, dass beim durchlaufen der Arbeitsprozesse lediglich auf Routine geachtet wird, um den Bedarf an Aktivität zu befriedigen. Möglicherweise erzielt man damit ein gewisses Wachstum, wird aber wahrscheinlich Opfer von Störungen oder verpasst die attraktivsten neuen Wertschöpfungspools. Im Fachjargon spricht man bezüglich fehlender Weitsicht auch von «Zombie»-Innovationsorganisationen (Zombie = wiederbelebter Toter), denen eine anregende Strategie fehlt. Innovation muss von oben herab, von den Gründer:innen, angestossen werden und dabei dürfen diese die generative künstliche Intelligenz GenKI nicht ignorieren. Da die stärkste Konkurrenz bereits Erfahrungen mit dieser Technologie sammelt, besteht sonst die reale Gefahr, im Wettbewerb zurückzufallen.

Amerikanische Künstlerin Barbara Kruger (79): Belief + Doubt (Glaube und Zweifel), Hirshhorn Museum und Sculpture Garden Smithsonian, Bild: flickr 2019

Das Potenzial von GenKI
GenKI hat das Potenzial, den Innovationsprozess zu verändern um neue Ideen, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Gemäss einer Studie im jüngsten Boston Consulting Group BCG Beitrag vom Juni 2024 der Autoren Justin Manly, Michael Ringel, Amy MacDougall, Johann Harnoss, Jacob Wolke-Perten,
Wendi Backler, Ketil Gjerstad, Ryoji Kimura, and Beth Viner, glauben 65% der Führungskräfte, dass es sich in den nächsten fünf Jahren um die Technologie mit dem grössten disruptiven Potenzial handelt. Der Aufbau von Fachwissen sowohl in GenKI als auch in prädiktiver künstlicher Intelligenz KI ist wichtig, da sie sich wie die beiden Gehirnhälften bei unserer Arbeit ergänzen. Traditionelle prädiktive KI ist die linke Gehirnhälfte und unterstützt analytische Entscheidungsfindung und Optimierung. GenAI, die rechte Gehirnhälfte, fördert die Kreativität, entwickelt Inhalte und destilliert die Essenz riesiger Informationsmengen. Die bereitwilligsten Innovatoren machen Fortschritte und bauen ihren Vorsprung sowohl durch KI als auch GenAI aus.

Bereitstellen mit Kundenfokus
Hier beginnt fast jede Organisation – sie konzentriert sich auf schnelle Erfolge mit handelsüblichen GenKI-Tools, um die Produktivität zu steigern und Erfahrungen zu sammeln, entweder als einmalige Massnahme oder für einen spezifischen, engen, unternehmensweiten Anwendungsfall. Dies ist eine grossartige Möglichkeit, um Fuss zu fassen, Champions zu identifizieren und kleine Anwendungen mit grösserem Potenzial ins Rampenlicht zu rücken. Unternehmen können beispielsweise ChatGPT verwenden, um erste Entwürfe von Berichten zu schreiben, oder die automatisierten Besprechungszusammenfassungen von Zoom nutzen. GenKI hilft beim generieren von Bildern, 3D-Modellen und Videos oder beim Erstellen von benutzerfreundlichen Schnittstellen, welche unsere Erfahrung verbessern können. GenKI ist eine grosse Hilfe beim Erkunden und Verfeinern von Ideen. Plattformen wie Midjourney können realistische Bilder von potenziell neuen Ideen erstellen, um seine Kunden für eine Lösung zu begeistern.

kompetenz60plus.ch, das Netzwerk von kompetenten «Alten»
kompetenz60plus.ch ist ein Netzwerk von kompetenten Fachleuten. Erfahrene «Alte» unterstützen KMU’s und Start-ups bei der Umsetzung innovativer Ideen und bei Herausforderungen aller Art – auf Augenhöhe. Registrieren Sie Ihre Kompetenz ➔ hier kostenlos oder suchen Sie auf unserem Portal eine Fachperson mit geeigneter Kompetenz. Unkompliziert und zu moderaten Bedingungen. Kontaktieren Sie uns mit Ihren Interessen, Fragen und Anregungen, ganz unverbindlich, per Mail an werner@kompetenz60plus.ch. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator

Ein Projekt «von uns. für uns.»
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#374 – Begeisterungsfähige «Alte» im Team

Das Potenzial der «Alten» im Team von KMUs
Sommerfeste bieten immer auch eine Gelegenheit, sich mit Kolleg:innen auszutauschen, die man über längere Zeit nicht mehr gesehen hat. Im Gespräch über den Stellenwert künstlicher Intelligenz mit Charles Ganz, Managing Director und Partner von World-Architects, ist dieser überzeugt, dass die Technologie unser Leben nachhaltig beeinflussen wird, wie damals das Internet. 1994 von PSA Publishers Ltd in der Schweiz als Online-Magazin gegründet, gilt das Portal als Pionier im Bereich Online-Architekturpublikation. Heute, 30 Jahre später, repräsentieren mehr als 20 nationale und regionale Online-Plattformen Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten, Ingenieure, Lichtdesigner, Hersteller und Architekturfotografen aus über 50 Ländern. World-Architects vermittelt konsequent Inhalte auf höchstem Niveau und gilt deshalb als zuverlässiger Indikator von Entwicklungen der Branche. So sind wir überzeugt, eine «neue industrielle» Revolution mit erleben zu dürfen und fragen uns gleichzeitig, wie diese sich konkret auf unsere Arbeit auswirken wird. Zusammen mit der Erfahrung und Kompetenz von uns «Alten» im Team, profitieren vor allem KMUs vom gewaltigen Potenzial der künstlichen Intelligenz.

Arbeiten mit KI als Juniorpartner
Intelligenz ist, seine eigenen Grenzen zu kennen, sagte der Starwerber Frank Bodin (62) im Interview von Marc Tribelhorn in der NZZ vom 18. Juni 2024 mit dem Titel: «Wollen wir zur Verblödung der Menschen beitragen?» Die künstliche Intelligenz KI wird grössere Umwälzungen für die Gesellschaft bringen. Die Fortschritte sind atemberaubend. Frank Bodin macht das keine Angst, denn er nutzt KI rege. Das Potenzial ist gigantisch, aber vieles steckt noch in den Babyschuhen. Momentan ist KI für ihn wie ein Juniorpartner. Sie nimmt ihm gewisse Arbeiten ab, etwa Recherchen und Visualisierungen, doch das ernsthafte Schreiben ersetzt sie noch nicht. Anstelle von Angst hat er deshalb Respekt. KI wird die Werbebranche fundamental verändern. KI wird die besseren Slogans machen und die besseren Spots als die meisten der Kreativen. Was KI kann, wird den Menschen bei weitem überflügeln. Keine Ahnung, wann. Aber es wird bald sein. Wir stehen am Anfang einer Intelligenzexplosion. Stephen Hawking hat es einmal gut formuliert: Wir werden an den Punkt kommen, an dem das menschliche Gehirn im Vergleich zu KI wie das Gehirn einer Schnecke ist.

Kreativität ist schöpferisches Denken
Der grösste Teil der Werbegelder fliesst heute in Technologie und in Medienkanäle. Digitalen Daten wird vertraut, Kreativität immer weniger, weil sie nicht oder nur schwer messbar ist. Dabei kann nur Kreativität etwas Neues schaffen. Die grosse philosophische Frage bei KI wird sein: Wie weit wollen wir gehen? Letztlich machen ja unsere Intelligenz und unsere Kommunikation das Menschsein aus. Wenn wir das Denken auslagern, und Kreativität ist eine hohe Form von schöpferischem Denken, wird das gravierende Folgen auf das Individuum und die Gesellschaft haben. Darüber denkt Bodin derzeit intensiv nach, nicht als Werber, sondern als Mensch. Er glaubt an die Stärken der Schweiz, das politische System, vor allem aber an Qualität und Innovationsgeist. Denn wir haben auch nichts anderes, keine Rohstoffe, nicht mal einen Meeresanschluss. Und wir haben einen grossen Vorteil: die kulturelle Sensibilität. Wir haben in diesem kleinen Land täglich mit vier Kulturen zu tun, das hilft uns auf dem internationalen Markt. Es ist nicht alles besser, nur weil es auf Englisch daherkommt, stellt der Werber richtigerweise fest.

«Der Lauf des Lebens». In seiner 17. Ausgabe feiert das Welttheater Einsiedeln 2024 sein 100-jähriges Jubiläum mit einer neuen Inszenierung von Lukas Bärfuss (53), Schweizer Schriftsteller, Bühnenautor, Theaterregisseur und Dramaturg, nach dem 1655 vom spanischen Barockdichter Don Pedro Calderón de la Barca (1600-1681) kreierten allegorisch religiösen Schauspiel. Bild SRF Kultur

Neustart von Innovationssystemen
Am 4. Juni 2024 erschien ein Bericht von Justin Manly, Michael Ringel, Amy MacDougall, Johann Harnoss, Jacob Wolke-Perten, Wendi Backler, Ketil Gjerstad, Ryoji Kimura, und Beth Viner im BCG Boston Consulting Group Newsletter mit dem Titel: «Innovation Systems Need a Reboot», Innovationssysteme müssen neu gestartet werden. Die Autoren folgern darin, während fast alle Organisationen mit generativer künstlicher Intelligenz GenKI im Bereich Innovation experimentieren, setzen nur wenige diese im grossen Massstab um – und verpassen so Gelegenheiten, ihre Innovationsprozesse neu zu gestalten und neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Bekanntlich geht es nicht nur darum bestehende Prozesse zu optimieren. Die grösste Herausforderung für Innovationsführer ist deshalb eine klare Strategie zu entwicklen um neue Märkte zu erschliessen. Jüngste BCG-Studien haben ergeben, dass 65% der Führungskräfte der Ansicht sind, dass GenKI in den nächsten fünf Jahren das grösste disruptive Potenzial aller Technologien hat.

Begeisterungsfähige «Alte» als innovative Innovatoren
Diejenigen, die bereits mit prädiktiver (prognostizierbarer) KI-Technologie vertraut sind, geben an, dass sie GenKI erfolgreich in einem innovationsbezogenen Bereich implementiert haben. Der Aufbau von Fachwissen sowohl in generative KI als auch in prädiktive KI ist wichtig, da sie sich wie die beiden Gehirnhälften ergänzen, wenn sie zusammenarbeiten, und die Kunst des Möglichen weiter ausbauen. Traditionelle prädiktive KI ist die linke Gehirnhälfte, die analytische Entscheidungsfindung und Optimierung unterstützt. GenKI ist die rechte Gehirnhälfte, die Kreativität fördert, Inhalte entwickelt und die Essenz aus riesigen Informationsmengen herausfiltert. In dieser frühen Phase des Rennens gehen die innovativsten Innovatoren voran und bauen ihren Vorsprung durch KI und GenKI weiter aus. Auch wir «Alten» sind eine wichtige Ressource für die Entwicklung innovativer KI-Technologien. Nicht das Alter der Menschen ist dabei ausschlaggebend, sondern ihre Offenheit gegenüber den technologischen Fortschritten, ihre Begeisterungsfähigkeit und die Bereitschaft an innovativen Projekten mitzuarbeiten.

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#363 – «Alte» mit positiver Einstellung

Es gibt kein Zurück
Rückmeldungen auf meine Beiträge zu künstlicher Intelligenz, zeigen teilweise Verunsicherung bis zu genereller Ablehnung. Jemand bemerkt die, für das Trainieren der Programme ausbeuterischen Arbeitsbedingungen der Gig-Worker in Drittwelt Ländern und fragt, ob man nicht durch die Nutzung von KI solche Arbeitsmodelle fördert. Grosskonzerne profitierten von wenig staatlicher Regulierung und würden Sozial- oder Steuerabgaben umgehen. Gibt es noch ein zurück? Wahrscheinlich nicht. Jede Technologie produziert Gewinner und Verlierer. Innovation entsteht nicht durch ihre präventive Regulierung oder mit dem Aufbau finanzieller Hürden. Vergessen geht manchmal auch der unglaubliche Beitrag von Forschung, Wissenschaft und menschlichem Vorstellungsvermögen, bei der Innovation und Produktion von Hardware (Chips), ohne welche die notwendigen Rechenleistungen nie möglich wären. Wie auch die zigtausend neuen Stellen, Berufsfelder und Aufgaben, welche im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz geschaffen werden. Dass wir uns in ungewollte Abhängigkeiten begeben, die schlecht kontrollierbar sind, ist der Vormachtstellung gewisser Konzerne und Regierungen im technologischen Wettbewerb zu verdanken. Die Folgen sind Risiken für unsere Wirtschaft und die Bedrohung unseres Wohlstands.

Die «einzige» Schwachstelle der KI
Rob Toews erklärt in seinem Beitrag auf TEDAI vom October 2023, wie die weltweit wichtigste Spitzentechnologie nahezu vollständig in einer einzigen Anlage hergestellt wird. Darüber hinaus befindet sich diese Einrichtung in einem der geopolitisch angespanntesten Gebiete der Erde, ein Bereich, in dem viele Analysten glauben, dass ein Krieg innerhalb dieses Jahrzehnts unvermeidlich ist. Die Zukunft der künstlichen Intelligenz steht auf dem Spiel. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, oder TSMC, stellt die weltweit fortschrittlichsten KI-Chips her. Moderne künstliche Intelligenz wäre einfach nicht möglich ohne diese hochspezialisierten Chips und TSMC ist weltweit die einzige Fabrik dafür. Die Chip-Fertigungsanlagen beziehungsweise «Fabs» von TSMC, also die Gebäude, in denen Chips physisch gebaut werden, liegen an der Westküste Taiwans, nur rund 180 Kilometer vom chinesischen Festland entfernt. Es wäre also verheerend für die Menschheit, die Fähigkeit dieser Produktion zu verlieren, was den Fortschritt in der KI tiefgreifend beeinträchtigen würde. Die Hoffnung, dass sich die Diplomatie durchsetzt ist deshalb gross.

Artifi.AI Art Generator, Google Play, Quelle BCG Boston Consulting Group
Bild: Creative mind imagination concept art exploding emotions out of head inner thought and dreams

Aufgaben auch für uns «Alte»
Die Aufgabe von generativer künstlicher Intelligenz GenKI besteht nicht darin, Menschen aus dem kreativen Prozess herauszunehmen, sondern sie darin zu verbessern, indem sie alte Annahmen prüft, welche uns einschränken und das Streben nach echter Innovation behindern. «So haben wir es schon immer gemacht» oder «so machen es alle» sollen hinterfragt werden. In ihrem BCG Boston Consulting Group Beitrag vom 6. März 2024, fokussieren Alan Iny, Justin Manly, and Luc de Brabandere auf den Nutzen der GenKI. Dieser liegt offensichtlich vor allem in der Ideengenerierung. Sie kann Organisationen dabei zu helfen, ihre strategischen Annahmen zu hinterfragen, indem GenKI die Perspektive von Aussenstehenden, (fast) frei von menschlichen Vorurteilen einbringt und die Maschine damit ein wertvolles «Mitglied» eines Innovationsteams wird. (Randbemerkung zur aktuellen Situation: Erste Erkenntnisse zur Apple Vision Pro, dem tragbaren Gerät, das unseren Raum mit Apps, Unterhaltung, Fotos, Videos und mehr verwandelt, verweisen auf eine Ära, in der die Art und Weise, wie Menschen, Maschinen und unsere Umwelt miteinander interagieren, neu definiert wird.) Auch wir «Alten» finden dort unsere Aufgabe. Während GenKI auf dem Weg zur Innovation eine erhebliche Hilfe sein kann, bleibt menschliches Wissen unerlässlich – sowohl für die Entwicklung neuer Ideen als auch für deren Verwirklichung. Schliesslich werden Organisationen immer noch von Menschen geführt und besetzt. Kompetenz, Erfahrung und Weisheit sind für die Umsetzung von Strategien essenziell. Wir «Alten» müssen deshalb die Technologie verstehen, unterstützen und uns für sie begeistern. Zusammen sind wir Teil des Innovations- und Kommerzialisierungsprozesses.

Wie wird man zum KI-Experten – die neuen Jobs
«Führungskraft mit Verantwortung für künstliche Intelligenz» sei derzeit der heisseste Job in der amerikanischen Firmenwelt, schrieb kürzlich die «New York Times». KI-Spezialisten sind scheinbar gefragt wie nie. Wer sich mit den Werkzeugen auskennt, kann profitieren, denn viele der benötigten Kenntnisse gibt es in der Form bislang kaum als Angebot auf dem Arbeitsmarkt. Doch manche Jobs könnten ebenso schnell wieder verschwinden. Der Fokus liegt deshalb nicht unbedingt auf Personen, die eine umfassende Ausbildung durchlaufen haben. Im Grundsatz geht es darum, Leute mit der richtigen Einstellung zu engagieren, die gegenüber KI offen und interessiert sind, findet Roman Hirsbrunner, Geschäftsführer der Zürcher Werbeagentur Jung von Matt im Interview mit Nelly Keusch, NZZ vom 25.März 2024. «Wenn man zwei Kandidaturen in der Auswahl hat, wird man sich eher für diejenige entscheiden, die in diesem Bereich hohes Engagement zeigt.» Das trifft auch auf uns «Alte» zu, wo wir dank lebenslangem Lernen, sowie unserer Neugierde und Erfahrung im Business-Bereich, als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Technologie dienen können. Um auf der KI-Karrierewelle mitzureiten, muss man auch nicht Programmierer:in sein, denn die echten Spezialisten arbeiten sowieso bei Open AI. Hingegen werde es in fast allen Arbeitsbereichen Fachkräfte brauchen, die mit KI mindestens vertraut seien, sagte der Linkedin-COO Daniel Shapero kürzlich gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Welche Berufe werden bleiben?
Viele hätten inzwischen erkannt, dass die Technologie nicht angetreten sei, um Mitarbeitende zu ersetzen, schreibt Nelly Keusch weiter. «Einige Jobs werden anders aussehen, manche werden verschwinden, aber viele werden auch neu entstehen.» Die Linkedin-Chefökonomin Karin Kimbrough sagte im Gespräch mit der «New York Times» bereits das nahende Ende der KI-Berufe voraus. «KI wird sich durch viele Rollen ziehen und so tief verwurzelt sein, dass die spezifische Berufsbezeichnung KI verschwinden wird.» Und manche der KI-Berufe wie die der Prompt-Ingenieur:innen sind so spezifisch, dass sie durch die rasche Entwicklung der Technologie von selbst abgeschafft werden könnten. In einer Studie zur Frage, wie sich die Antworten von Sprachmodellen am besten optimieren lassen, war das verblüffende Resultat: Die Ergebnisse sind dann am besten, wenn das Sprachmodell aufgefordert wurde, sich selbst eine optimale Aufforderung auszudenken. Die beste KI-Expert:in ist also die KI selbst.

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