Industrie 4.0

Regierungen ziemlich dysfunktional…

5. Mai 2016, Heise Online
Apple - Tim Cook

Apple Chef Tim Cook, Bild: dpa, Tobias Hase

Firmen und Einzelpersonen müssen sich nach Ansicht des Konzernchefs von Apple, Tim Cook, verstärkt für positive Veränderungen einsetzen, da die «Regierungen in den USA und manch anderen Ländern» zunehmend «dysfunktional» seien.

Nach der juristischen Auseinandersetzung mit der Bundespolizei FBI und dem US-Justizministerium um die Entsperrung eines iPhones, erklärte Cook in der CNBC-Sendung Mad Money, Individuen und Firmen seien gefragt, sich für Veränderungen und die «Verbesserung der Dinge» einzusetzen.

Veränderung durch Einzelne und Firmen

Er meine damit nicht, dass Unternehmen und Einzelpersonen die Rolle der Regierung einnehmen sollen, sondern dass nicht nur die Regierung für Veränderung sorgen könne. «Wir sind alle verantwortlich dafür, Dinge zu ändern».

Die Debatte um Verschlüsselung müsse von Experten, Strafverfolgern und IT-Firmen geführt werden und sollte nicht durch Gerichte entschieden werden, erklärte Cook. Das FBI hatte den Konzern mit einem gerichtlichen Beschluss aufgefordert, eine Software zu entwickeln, die Sicherheitsmassnahmen in iOS ausser Kraft setzt.

Produkte zur Weltveränderung

Apple wolle die Welt durch die eigenen Produkte ändern, so Cook. Besonders stolz sei er auf Produkte, die Nutzern die Fähigkeit geben bestimmte Dinge zu tun, die sich vorher nicht machen konnten – etwa durch Bedienungshilfen.

iPhone ist «einflussreichstes Gadget aller Zeiten»

Ben Schwan, Jürgen Kuri Heise OnlineiPhone und iPadBild: dpa, Tobias Kleinschmidt

TIME hat eine Liste der 50 wichtigsten technischen Produkte «aller Zeiten» zusammengestellt. Apple-Produkte kommen gleich fünf Mal vor. Die Auswahl berücksichtigt Technik, die ihren Einfluss bereits bewiesen hat, aber auch neuere Entwicklungen. Mit 5 von 50 Produkten belegt der Konzern aus Cupertino 10 Prozent des Rankings.

Absoluter Gewinner in der Liste der technischen Geräte, «die unser Leben, unsere Arbeit und unsere Freizeit für immer verändert haben», ist demnach das iPhone. Auf Rang 3 landete der Ur-Macintosh, der Musikspieler iPod kam auf Platz 9, das iPad auf Platz 25. Selbst das iBook (die Hardware, nicht der E-Book-Laden) wurde gewürdigt: Rang 38.

Die Gesamtliste der einflussreichsten Gadgets lässt sich samt Bildern und lesenswerten Beschreibungen beim TIME-Magazin einsehen. Der Segway, anfangs als «Revolution des Verkehrs» gefeiert und dann doch ziemlich in der Versenkung verschwunden, schaffte es immerhin noch auf Platz 48.

Über mache Einschätzung, vor allem wenn man den Anspruch «Einflussreichstes Gadget aller Zeiten» in Betracht zieht, lässt sich trefflich streiten. Schon das iPhone auf Platz 1 zu setzen, dürfte manche Anwender verwundern, wenn nicht erzürnen – auch wenn man nicht bestreiten kann, dass die Einführung des iPhone den Weg in die heutige digitale Welt mit ihrem nicht mehr wegzudenkenden Eintritts-Gadget Smartphone erst geöffnet hat.

Sony Walkman und Polaroid-Kamera

Aber auch insgesamt sind viele neuere Entwicklung wie Google Glass (Platz 50), die DJI-Drohne Phantom (Platz 46), der Raspberry Pi (Platz 45), Fitbits Aktivitätstracker (Platz 42) oder die VR-Brille Oculus Rift (Platz 39) vertreten, obwohl sich ihr langfristiger Einfluss auf die IT-Welt und die Gesellschaft heutzutage nur schwer einschätzen lässt. Vor allem im Vergleich zu Gadgets, die ihren Einfluss schon längst bewiesen haben, wie etwa der tragbare Computer Osborne-1 (Platz 43), der Palm Pilot (Platz 36), das Handy Nokia 3210 (Platz 34), die Polaroid-Kamera (Platz 27), der C64 (Platz 26), die IBM Selectric (Platz 17), das erste Consumer-Transistorradio (Platz 7) oder der Sony Walkman (Platz 4). WKR 

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