Industrie 4.0

Dynamik der Digitalisierung

Transformationsberatung
Nicht erst seit heute, doch intensiver denn je wirken Innovationen der digitalen Technik als Treiber einer tiefgreifenden Transformation schreibt Claude Settele in der NZZ vom 3. November 2016.

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Soziale Netzwerke verändern unser Verhalten. Bild: John Locher AP

Breitenwirkung auf das wirtschaftliche und soziale Leben
Nach der umfassenden Vernetzung von Computern und mobilen Geräten verknüpften sich die Menschen mit digitalen Identitäten in sozialen Netzwerken, nun entfaltet sich das Internet der Dinge in rasantem Tempo. Marktforscherin Gartner prognostiziert, dass bis 2020 in privaten Haushalten sowie im industriellen Sektor rund 21 Milliarden Geräte verbunden sein werden. Zusammen mit Technologien wie Spracherkennung, künstlicher Intelligenz, Cloud-Computing, Peer-to-Peer-Netzwerken (P2P), Robotern sowie virtueller und erweiterter Realität (VR/AR) wird die Vernetzung neue Anwendungsfelder und Wachstumschancen erschliessen mit einer Breitenwirkung auf das wirtschaftliche und soziale Leben.

Strategie, nicht IT im Zentrum. Der digitale Wandel ist Chefsache
Wer den digitalen Wandel als Chance nutzen will, muss dessen Tragweite erkennen. Neue Technologien sind zwar der Treiber der Entwicklung, doch bei der Gestaltung der Transformation ist nicht primär die IT-Abteilung angesprochen. Im Fokus steht die richtige Strategie, der digitale Wandel ist Chefsache.

Digitalisierung für kleine und mittlere Betriebe KMU’s
Auf die Frage nach den grössten Herausforderungen der Digitalisierung für kleine und mittlere Betriebe KMU’s meint Holger Greif, Leiter digitale Transformation beim Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC Schweiz: «Wenn man die Digitalisierung kundenorientiert durchführt, muss man sich auch fragen: Was kann es komplett Neues geben? Da braucht es Mut, sich selbst zu kanibalisieren.» Wer das Kundenerlebnis über digitale Plattformen nicht positiv gestalten kann, riskiert laut Greif neuen Wettbewerb.

Der Arbeitsmarkt muss umdenken
Neue Herausforderungen bringt die Digitalisierung auch für den Arbeitsmarkt. Strukturwandel bedeutet immer auch den Verlust herkömmlicher Arbeitsplätze, das war schon bei jeder industriellen Revolution so. Die Transformation wird auch neue Arbeitsplätze schaffen, allerdings mit neuem Anforderungsprofil. In seinem im April vorgelegten Strategiepapier «Digitale Schweiz» geht der Bundesrat davon aus, dass die «digitale Transformation bestehender Strukturen ein Umdenken erforderlich macht und traditionelle Formen des Zusammenlebens und Wirtschaftens infrage stellt».

Digitalkompetenz
Die Nummer-Eins-Fähigkeit, um die kein Jobbewerber heutzutage herum kommt, ist die Digitalkompetenz. Dazu gehören sowohl Verständnis, als auch — in immer mehr Fällen — Kenntnis von Programmiersprachen, und auch ein Mindestmass an Begabung im Umgang mit den sozialen Netzwerken als Kommunikationskanäle.

Mobile-First-Credo
Der Digitalkonsum nimmt stetig zu und einen beachtlichen Anteil daran haben unsere Mobiltelefone. Für Unternehmen, nicht nur in der Kreativbranche, wird eine Mobile-First-Strategie daher immer unabdingbarer. Und dazu braucht es fähige Menschen, die sich mit mobiler Technologie und der Ausrichtung auf verschiedenen Endgeräten auskennen.

Datenanalyse
Für wen Begriffe wie Big Data kein Fremdwort sind, der weiss: Datenerfassung, -verwertung und -interpretation sind das A und O für Unternehmen, um heute aus der Flut von Informationen die für sie relevantesten Daten ausfindig und vor allem nutzbar zu machen.

Design Thinking, Kreativität
Der Prozess welcher die Kundenbedürfnisse ins Zentrum der Entwicklung eines neuen Produkts setzt, um damit im besten Fall Begeisterungsströme bei der Kundschaft auszulösen. Umfragen helfen dabei wenig, da die Kunden noch gar nicht wissen was sie eigentlich erwarten könnten – Beispiel iPhone vor 10 Jahren.

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