KI ist mittlerweile überall
Die Autoren des BCG Boston Consulting Group Newsletters vom März 2024 machen speziell drei Ereignisse für die grossen Veränderungen (Game-Changer) der vergangenen Jahre verantwortlich: Der iPhone-Moment, die Pandemie und die ChatGPT-Palooza (Bedeutung: eine wilde, verrückte und extravagante Party). Sie alle haben Unternehmen schnell zum Erliegen gebracht und Leben verändert. Deshalb die Frage, was wohl als nächstes kommen wird? Mit welcher neuen verwirrenden Herausforderung werden wir konfrontiert sein? Welche neue vielversprechende Chance wird die Wettbewerbsdynamik auf den Kopf stellen? Wir als Gesellschaft sollten diese Zeiten des Umbruchs jedoch in jedem Fall nutzen, um Veränderung zu erlauben und uns nicht an alten Gewissheiten festzuhalten.

Ausgewählte Zukunftszenarien
BCG-Experten stellen im Newsletter unter dem Titel «Imagine this…», einige disruptive Szenarien vor, welche die kommenden Jahrzehnte bestimmen könnten und machen Vorschläge für entsprechende Massnahmen, wie sich Führungskräfte bereits heute darauf vorbereiten können. Alle Beiträge finden Sie auf Englisch ➔ hier.
Ein Bot in der C-Suite (CEO, CFO, oder COO)
Bis 2030 könnte der beste CIO (Chief Information Officer) ein CIB sein: ein Chief Intelligence Bot. Und der menschliche CEO (Chief Executive Officer) könnte von einem Schwarm CEO-Bots unterstützt werden, die in der Lage sind, eine grosse Vielfalt an Perspektiven vorzuschlagen. Mickey McManus, Senior Advisor und Leadership Coach bei BCG, ist ein Pionier im Bereich Strategie, Innovation, allgegenwärtigem Computing, Human-Centered Design und Bildung. Er stellt sich eine Zukunft vor, in der Top-Führungskräfte das «Eckbüro» mit der künstlichen Intelligenz KI teilen – und dabei das Logische mit der menschlichen Intuition verbinden. Mickey überlegt, wie ein solches Unternehmen funktionieren würde und empfiehlt einen Ansatz, der einer Jazzimprovisation ähnelt. Podcast auf Youtube (26:27).

Zufriedenheit als Geschäftsstrategie
Manche befürchten, dass die KI Arbeitsplätze vernichten wird. Aber was wäre, wenn wir im Jahr 2030 50% mehr offene Stellen hätten als es Menschen gibt, die sie besetzen würden? Deborah Lovich und Rosie Sargeant von BCG stellen sich eine Welt vor, in der Top-Unternehmen ihre Mitarbeitenden begeistern müssen – oder sie riskieren, diese an die Konkurrenz zu verlieren. Wie würden CEOs die Stärken ihrer Unternehmen im Kundenkontakt ausbauen, um die besten Talente anzuziehen? Durch den Einsatz umfassender Forschung, Segmentierung und Personalisierung, die Art von Arbeitsplatz zu schaffen, welcher die Talente anzieht. Wer Freude und Zufriedenheit verbreitet, wird auf dem Markt bestehen.
Software, die sich selbst schreibt
Wird selbstgenerierende Software eine revolutionäre Entwicklung für Unternehmen, oder wird sie unbrauchbar sein? Vladimir Lukić von BCG ist davon überzeugt, dass Unternehmen mit Bots in einer «Innovations-Sandbox» spielen sollten und dass selbstgenerierende Software zur Denkpartnerin werden wird, die Unternehmensleitungen bei der Steuerung und Überprüfung von Konsequenzen hilft. Uns «Alten» kommte dabei die Rolle der «elder statesman» zuteil. Denn als kompetente, erfahrene «Alte» erfüllen wir, dank unserer Seniorität, auch die Funktion des «sozialen Gewissens». KI wird die flexible Erkundung von Innovationen ermöglichen, wobei jedes Unternehmen über die massgeschneiderten Programme verfügen kann, die es benötigt.

Originalität im Zeitalter von KI
Wir müssen uns auf eine zunehmend technologische Zukunft einstellen, die sich nur vervielfachen wird und in der uns alle kreativen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. KI als Technologie fasziniert, weil wir uns von Natur aus zu Dingen hingezogen fühlen, die wir nicht verstehen können. Mit Modellen des maschinellen Lernens wie DALL-E, Stable Diffusion und Midjourney, entstehen völlig fremde, kuriose Bildwelten, wie Eileen Isagon Skyers (33) in ihrem unterhaltsamen TED2023 Talk vom 21. April 2023 (06:33) zeigt. Diese Modelle können Bilder erzeugen, die so vertraut sind und doch auffallend unbekannt. Es gibt Pessimisten, die glauben, dass KI eine grosse Bedrohung für die menschliche Kreativität darstellt. Und dann Optimisten, die darin eine Erweiterung unserer Kreativität sehen. KI-Kunst ist in vielerlei Hinsicht eine Form der Kuration. Es handelt sich dabei um den Prozess der gleichzeitigen (weltweiten) Auswahl aus Millionen von Bildern. Da unterschiedliche KI-Modelle auf unterschiedliche Informationssätze trainiert werden, ist es fast so, als würden sie alle verschiedene (Kunst-)Sprachen sprechen.

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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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