Industrie 4.0

Hello, Robot.

Unter dem Titel «Hello, Robot. Design zwischen Mensch und Maschine» findet aktuell bis zum 14. Mai 2017 eine Ausstellung im Vitra Design Museum statt.

Science und Fiction
Roboter sind überall. Intelligente Maschinen sind weiter verbreitet als viele annehmen. Autos, Waschmaschinen, Geldautomaten und vieles mehr sind heute zumindest teilrobotisch. In Zukunft wird unsere Umwelt immer intelligenter, selbstlernender und autonomer. Design spielt in dieser komplexen Dynamik als Vermittler zwischen Mensch und Maschine eine Schlüsselrolle. Das zeigt die Ausstellung in Weil am Rhein (DE).


R2-D2, Star Wars 1977, Vitra Design Museum, März 2017

Automatisierung
Roboter sind Apparate, Programme oder Algorithmen. Menschen, die wie Roboter operieren, gibt es bereits. In den Logistikzentren von Amazon arbeiten Mitarbeiter mechanisch Skripte ab. Die «Picker», wie sie genannt werden, sortieren mit Wagen Waren aus den Regalen und lassen sich von einer Navigationssoftware steuern. Jeder Klick auf den Einkaufswagen auf der Website von Amazon setzt eine Maschinerie in Gang, die keine Abweichung von den standardisierten Abläufen zulässt.

Verantwortung
Dass der Mensch mit den intelligenten Computern Millionen von gewissenlosen Entitäten kreiert, die ihr eigenes Tun nicht reflektieren, sollte uns mehr beunruhigen als die Vorstellung, dass Maschinen ein Bewusstsein erlangen. Unsere digitalen Doppelgänger lagern in Serverfarmen und das Smartphone als externe Festplatte unseres Gehirns weiss mehr über uns, als wir selbst wissen – ein Erinnerungsspeicher, der die Vergangenheit lückenlos dokumentiert.

Industrie 4.0
Roboter sind programmiert auf Arbeit. Nicht nur die gesteigerte Automatisierung sondern vor allem die Möglichkeit Informations- und Kommunikationstechnologien zu vernetzen führen zu einer weitgehend selbstorganisierten Produktion – «Smart Factory». Um die Prozesse zu optimieren wird «Rapid Prototyping» zur Herstellung von Mustern, zum Beispiel im 3D-Druck eingesetzt.


Vitra Design Museum, März 2017

Freunde und Helfer, neue Schnittstellen zum Internet
Vor 10 Jahren war die Maus der Zugang vom Menschen in die Cyberspace. Heute haben wir die Spracherkennung (zum Beispiel Siri von Apple oder Alexa von Amazon). Chatbots (Messenger von facebook oder Snapchat) sind intelligente Dialogsysteme. Kurztext führt zu den gewünschten Informationen ohne selber suchen zu müssen. «Blättern» ist nicht mehr nötig. Im Chatbot gibt es weder Eingabemasken noch Produktgruppen, nur Antworten auf konkrete Fragen. Noch weiter geht das Internet der Dinge, digital vernetzte Geräte, die bis 2020 schon 50 Milliarden Objekte umfassen sollen.

Ältere Menschen: Erfahrung, die bremst
Für die Zukunft ist entscheidend, wie die Generationen im Erwerbsleben miteinander umgehen. Intuition ist nichts anderes als konzentrierte Erfahrung. Erfahrung wird aber oft überschätzt: Die Verlockung ist gross, «Erfahrung» mit erstarrter Routine gleichzusetzen. Innovative Firmen errichteten deshalb Strukturen, die «junges Wissen» zu den älteren Arbeitnehmenden verschiebt.

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