Die Entwicklung robusterer und ethischerer KI-Systeme
Künstliche Intelligenz KI ist in aller Munde. Das Thema bewegt, die Meinungen gehen auseinander. Werden Berufe abgewertet, verschwinden einige sogar und welche neue werden geschaffen. Für uns «Alte» eröffnen sich dabei Chancen, wie wir dank unserer Erfahrung, zur Entwicklung und zum Erfolg dieser Technologie unseren Beitrag leisten können. Auf meine Frage an die KI Claude von Anthropic PBC, einer in 2021 in San Francisco gegründeten gemeinnützigen Gesellschaft, wie wir «Alten» zur Entwicklung von KI beitragen können, kam die umfassende Antwort innert Sekunden:
- Teilnahme an der Datenerfassung und -annotation: Viele KI-Systeme, insbesondere solche mit natürlicher Sprachverarbeitung oder Computervision, benötigen grosse Datensätze mit annotierten Daten für das Training. Mit unserem geschichtlichen Wissen können wir helfen, indem wir unsere Zeit und Mühe bei Aufgaben wie der Transkription von Audio, der Beschriftung von Bildern oder der Kategorisierung von Textdaten einbringen.
- Bereitstellung von Fachwissen: «Alte» aus verschiedenen Bereichen wie Medizin, Ingenieurwesen, Finanzen oder Bildung können ihr fachspezifisches Wissen einbringen, um bei der Entwicklung von KI-Anwendungen zu helfen, die auf ihre jeweiligen Branchen zugeschnitten sind. Unsere Erkenntnisse und Erfahrungen können von unschätzbarem Wert sein, um sicherzustellen, dass KI-Systeme genau, zuverlässig und auf die Anforderungen der realen Welt abgestimmt sind.
- Benutzertests und Feedback: Als potenzielle Endnutzer vieler KI-gestützter Produkte und Dienste können wir während der Benutzertestphasen wertvolles Feedback geben. Unsere Perspektiven können helfen, Benutzerfreundlichkeitsprobleme, ethische Bedenken oder Bereiche zu identifizieren, die verbessert werden müssen, was letztendlich zu besseren KI-Lösungen führt.
- Teilnahme an Forschungsstudien: KI-Forscher führen häufig Studien durch, um menschliches Verhalten, kognitive Prozesse oder Vorlieben zu verstehen. Wir «Alten» können uns freiwillig an diesen Studien beteiligen und so wertvolle Daten liefern, die das Verständnis der menschlichen Intelligenz fördern und die Entwicklung menschenzentrierterer KI-Systeme unterstützen können. Meine Teilname an der Studienphase 1 für das PROJEKT NEURAMOD SNF 105213_192500, ein vom schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördertes Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Digitale Architektur (CAAD) der ETH Zürich, habe ich im Blog #242 vom Oktober 18, 2021 «Erfahrene «Alte» für die Wissenschaft» beschrieben.
- Beitrag zu Open-Source-KI-Projekten: Es gibt zahlreiche Open-Source-KI-Projekte und -Communitys, in denen diejenigen unter uns mit technischen Fähigkeiten, unsere Zeit und unser Fachwissen einbringen können. Dies kann Aufgaben wie Codierung, Dokumentation oder Projektmanagement umfassen und dazu beitragen, die hochmoderne KI-Forschung und -Entwicklung voranzutreiben.
- Mentoring und Wissensaustausch: Wir können unseren Erfahrungsschatz mit jüngeren Generationen von KI-Forschern und -Entwicklern auf Augenhöhe teilen. Als Mentoren, Gastdozenten oder Berater können wir Verständnislücken schliessen und so eine verantwortungsvolle KI-Entwicklung fördern.

Wir müssen reden
«GPT-4o ermöglicht noch einmal viel bessere Assistenz, und das erst noch kostenlos! (Wobei mir bewusst ist: There’s no such thing as a free lunch. Aber das ist heute nicht das Thema.)» schrieb eine Nutzerin, Fachspezialistin für Bildung, letzte Woche auf LinkedIn voller Enthusiasmus.
In der Tat, mit der Präsentation vom 14. Mai 2024 im Livestream hat die Firma OpenAI das neueste Update ihres KI-Modells «GPT-4o» vorgestellt. Der Buchstabe «o» in der Bezeichnung des Modells steht für das lateinische Wort «omni» (alle). Dieses zeigt eine erstaunliche Entwicklung und kann nun als menschliche Stimme mit Nutzern interagieren und auch zwischen verschiedenen Sprachen übersetzen. Der Bot kann jetzt gleichzeitig mit gesprochenen Befehlen auch Informationen von einer Smartphone-Kamera verarbeiten. GPT-4o wird damit zum Wettbewerber für Amazons Alexa oder Apples Siri, kann aber auch im geschäftlichen Umfeld – vor allem im Kundendienst – auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Mira Murati, die Technologiechefin von OpenAI, betonte bei der Präsentation, dass GPT-4o auch für Gratis-Nutzer verfügbar sein wird. Open AIs Assistent:in klingt tatsächlich wie ein Mensch, man kann ihn/sie unterbrechen, und die Antworten kommen ohne Verzögerung. An Pfingsten wurde ausserdem bekannt, dass Apple und OpenAI, anlässlich der Entwicklerkonferenz vom 10. Juni 2024, ihre Zusammenarbeit im Betriebssystem iOS 18 vorstellen werden.
Weiter schreibt die LinkedIn-Nutzerin: Wir müssen dringend über Emotionen und unser Menschsein im Umgang mit KI reden. Einfach formuliert: Das Ding macht etwas mit den Gefühlen der Nutzer:innen – weil wir Menschen nunmal so sind und viele KI-Programme explizit dafür ausgelegt sind.

So betrachtet sind die vielfältigen Erfahrungen, Erkenntnisse und die Verfügbarkeit von uns «Alten», eine wertvolle Ressource für die KI-Community, welche zur Entwicklung robusterer, ethischerer und menschenzentrierterer KI-Systeme beitragen.
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kompetenz60plus.ch ist ein Netzwerk von kompetenten Fachleuten. Erfahrene «Alte» unterstützen KMU’s und Start-ups bei der Umsetzung innovativer Ideen und bei Herausforderungen aller Art – auf Augenhöhe. Registrieren Sie Ihre Kompetenz ➔ hier kostenlos oder suchen Sie auf unserem Portal eine Fachperson mit geeigneter Kompetenz. Unkompliziert und zu moderaten Bedingungen. Kontaktieren Sie uns mit Ihren Interessen, Fragen und Anregungen, ganz unverbindlich, per Mail an werner@kompetenz60plus.ch. Danke!
Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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