Fehlende Kompetenzen in Verwaltungsräten
Im Bericht vom 29. August 2024, Keystone-SDA, auf swissinfo.ch stellt das Beratungsunternehmen Deloitte gemäss dem «swissVR Monitor» bei den Verwaltungsräten von Schweizer Unternehmen, einen Mangel an Expertise im Bereich künstlicher Intelligenz KI fest. Deloitte hat die Umfrage zusammen mit der Verwaltungsratsvereinigung SwissVR und der Hochschule Luzern durchgeführt. Dabei wurden knapp 400 Verwaltungsratsmitglieder befragt. Der Umfrage zufolge erkennen die Räte zwar die Bedeutung und auch die Risiken von KI, verfügen aber noch nicht über ausreichende Fachkompetenz und tun sich schwer mit dem Thema. Die meisten Schweizer KMU schöpften das Potenzial der sogenannten «generativen künstlichen Intelligenz» (GenKI) nicht voll aus. Während die grosse Mehrheit der Firmen sich darauf fokussiert, mithilfe von GenKI die Effizienz und Produktivität im Unternehmen zu steigern, werde diese für strategische Vorteile wie die Generierung neuer Ideen und Erkenntnisse oder gesteigerte Innovation und Wachstum seltener eingesetzt. Und dort wo KI eingesetzt werde, gebe es kaum menschliche Kontrolle. Nur 17 Prozent der Firmen liessen alle durch KI generierten Inhalte von mindestens einer Person überprüfen, obwohl drei von fünf befragten Verwaltungsräten, potenziell fehlerhafte Ergebnisse als grösste Gefahr für ihre Firma bezeichneten. Kompetente «Alte» im Team stellen ihre Erfahrung dabei gerne zur Verfügung.
Der Fehler des alten weissen Mannes
Es wäre also wichtig, sich in diesem Bereich entsprechende Kompetenzen anzueignen und KI-Experten in den Verwaltungsrat zu rekrutieren, folgert Deloitte. Oder externe Expertise hinzuzuziehen, so der Unternehmensberater. Sinnvoll sind gemischte Teams, mit uns «Alten» als Sparringspartner, Coaches oder Mentoren mit den notwendigen Kompetenzen. Mitunter geht es vor allem auch um Lebenserfahrung, die heute weniger gefragt zu sein scheint, dabei macht sie unser Leben reich und kostbar. Dank ihr stehen wir souveräner im Leben. Wir «Alten» sehen vieles nicht mehr so tragisch, sagt die Philosophin Barbara Bleisch (51), im Interview mit Birgit Schmid, NZZ vom 24. August 2024, zu ihrem neuen Buch «Mitte des Lebens. Eine Philosophie der besten Jahre». Doch der Fehler des «alten weissen Mannes» ist meist der, dass er denkt, er müsse seine Lebenserfahrung ungefragt an die Jungen weitergeben. Die Kommunikation auf Augenhöhe ist deshalb ganz wichtig, denn wir müssen die Jungen ihre Erfahrungen selber machen lassen. Beim Besuch von innovativen Firmen fällt mir immer wieder die elektrisierende Dynamik auf. Schon beim Empfang, der oft nicht mehr permanent besetzt ist, spürt man die offene und kreative Betriebskultur. Alle können weiterhelfen und identifizieren sich mit dem Unternehmen. Meist junge Menschen arbeiten mit Stolz in Teams an Entwicklungen, die einst unser Leben verbessern sollen. Im Fokus sind die selbst gesteckten Ziele, auf die man sich konzentriert und dabei, trotz offener Türen, seine Umgebung ausblendet. Arbeit steht für Sinn und Lebensinhalt.

Wertschätzung von Lebenserfahrung
Lebenserfahrung ist ein wertvolles Gut, welches der Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden muss. Insbesondere für junge Menschen kann es eine enorme Erleichterung sein, wenn sie auf ihrem individuellen Lebensweg von Erfahrungswerten profitieren können. Auf die Frage, wie der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften behoben werden kann, publizierte Michaela Ruppert Smith am 15. Juni 2024 auf swissinfo-online den folgenden Kommentar: Geboren in der Schweiz, wuchs sie mit neun Jahren dreisprachig (Deutsch, Französisch und Englisch) in den USA auf. Nach dem Studium an amerikanischen Elite-Schulen, absolvierte sie in einem Austauschjahr das Germanistikstudium an der Universität München. Mit der Rückkehr in die USA, erwarb sie ein MA und eine PhD an einer ausgezeichneten Universität, um anschliessend zwei Jahre an einem amerikanischen College in der Schweiz zu unterrichten.
Es braucht einen Paradigmenwechsel
Zusammen mit ihrem Ehemann, setzten sie ihre Karrieren zurück in den USA fort. Im Alter von 58 Jahren und mit 3 erwachsenen Kindern, kam die Scheidung und der Wunsch für den Rest ihres Lebens in die Schweiz zurückzukehren. Für eine Stelle an einer schweizer Universität war sie jedoch zu alt und fand schlussendlich eine Anstellung bei einer bekannten internationalen schweizer Schule. Im Alter von 63 Jahren wurde ihr nahegelegt, dass sie mit erreichen des 64. Altersjahres trotz bester Gesundheit, voller Energie und voller Liebe zum Unterrichten, nach Reglement in Pension gehen müsse. Darauf folgte die Rückkehr in die USA, wo sie eine Stelle fand und bis zum Alter von 75 Jahren unterrichtete. Ihrer Meinung nach braucht es einen radikalen mentalen und kulturellen Paradigmenwechsel in der Schweiz. Schluss mit der Alters- und Geschlechterdiskriminierung! Wir müssen kompetente Arbeitnehmende willkommen heissen und ihre Erfahrung schätzen, anstatt sie mit 65 Jahren auf Nimmerwiedersehen vor die Tür zu setzen.
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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
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