«With AI, anyone can be a coder now»
Während viele Menschen künstliche Intelligenz als Gefahr für die Menschheit sehen, profitieren vor allen wir «Alten» von den Erleichterungen, welche die Technologie schon heute mit sich bringt. Elon Musk prognostiziert, dass AGI (generelle künstliche Intelligenz) im nächsten Jahr unser Leben vereinfachen wird. Die Plattform TED, hat die Nutzung von Untertiteln weiterentwickelt, zu mehrsprachigen TED-Talks. Sprachbarrieren werden überwunden durch die Integration generativer KI, einschliesslich Stimmklon- und Lippensynchronisationsfunktionen. Sprache wird im Umgang mit Computern immer wichtiger. So wird Code mittels natürlicher Sprache, von der Maschine aus unendlich vielen Bausteinen im Internet, zusammengebaut. Der CEO von GitHub, Thomas Dohmke, einer Organisation gegründet 2008 als Spinoff von Microsoft mit Sitz in San Francisco, CA, erklärt dies anhand von LEGO-Bausteinen in seinem TED Talk vom April 2024 (14:29).
Intelligente Sprache
Jetzt leben wir in einer Welt, in der intelligente Maschinen uns so gut verstehen, wie wir sie verstehen. Alles wegen der Sprache. Und das wird die Art und Weise, wie wir Software erstellen, für immer verändern, sagt Thomas Dohmke. Bis jetzt musste man, um Software zu erstellen, ein professioneller Softwareentwickler sein. Man musste die hochkomplexe, manchmal unsinnige Sprache einer Maschine, die wir Code nennen, verstehen, sprechen und interpretieren. Moderner Code sieht für die meisten Menschen immer noch wie eine Ansammlung von Hieroglyphen aus. Codierung ist der Vorgang, der Anweisungen an einen Computer aus der menschlichen Sprache in eine Sprache übersetzt, die von einer Maschine verstanden wird. Dieser Code sagt dem Computer, wie er sich verhalten und welche Aktionen er ausführen soll.
Copilot, unsere Verbindung mit der Maschine
Copilot, der neue KI-gestützte Chatmodus von Microsoft, ist heute das am häufigsten eingesetzte KI-Entwicklertool der Welt. Das Zeitalter der Programmierung ist wiedergeboren. Die grossen Sprachmodelle, die ChatGPT und Copilot antreiben, werden mit Daten aus einer weltweiten Bibliothek menschlicher Informationen trainiert. Deshalb verstehen und interpretieren sie nahezu jede wichtige menschliche Sprache. Sie scheinen uns zu verstehen. Wir haben eine neue Fusion zwischen der Sprache eines Menschen und einer Maschine erreicht. Mit Copilot kann jetzt jeder Mensch Software in jeder menschlichen Sprache mit einer einzigen schriftlichen Eingabeaufforderung erstellen.
Kreativität mit LEGO-Bausteinen
Thomas Dohmke erklärt diese Vorgänge im Videobeitrag anhand des Beispiels von LEGO-Bausteinen auf unterhaltsame Weise. LEGO ist ein System zur Verwirklichung von Kreativität, bei dem es fast keine Einstiegshürden gibt. Als CEO von GitHub, der Heimat des Programmierens, wo die Chef-Nerds unserer Gesellschaft, die Softwareentwickler:innen arbeiten, muss er es diesen so einfach wie möglich machen, kleine und grosse Ideen mit Code umzusetzen. Heute gibt es über 100 Millionen Entwickler auf GitHub. Das sind ungefähr, plus-minus, ein Prozent der Weltbevölkerung. Doch er glaubt, dass diese Zahl bald explodieren wird.
Sprechen Sie auch schon mit dem Computer
Denn anstatt zehn Zeilen Code selbst zu schreiben oder sie aus dem Internet zu kopieren und einzufügen, erhält man diesen direkt aus dem Editor. Klickt man auf das kleine Mikrofonsymbol kann man mit Copilot sprechen und in Umgangssprache fragen, was ein gewisser Code bewirkt. Sechsjährige in Berlin, in Mumbai und Rio können jetzt das Programmieren erkunden, ohne dass ihre Eltern in der Nähe sind, oder dass über technische Kenntnisse verfügen. Wie mit LEGO müssen wir noch irgendwie herausfinden, wie man das alles zusammenfügt und dazu gibt es eine Menge technisches Zeug. Wir haben Code und müssen diesen auf unserer Maschine iterieren und herausfinden, wie wir das in die Cloud einspeisen, damit wir es mit unseren Freunden teilen können. Doch diesen ganzen Entwicklerkram können wir uns mit «Copilot Workspace» ersparen. Der Editor analysiert vorhandene «Bausteine» und macht Vorschläge, die wir nach Belieben an unsere Vorstellungen anpassen können. Copilot schreibt im Anschluss den entsprechenden Code. Unsere Kreativität wird mittels natürlicher Sprache in die Realität umgesetzt.
Kodierung wird dank KI massentauglich
«Copilot Workspace» mag im Moment noch ein Entwicklerwerkzeug sein, aber schon bald werden diese Art von Werkzeugen massentauglich sein. Denn in Zukunft wird jeder Mensch, egal welche Sprache er spricht, auch die Fähigkeit haben, Maschinensprache zu sprechen. Unsere menschliche Sprache ist jetzt die einzige Fähigkeit, die wir brauchen, um mit der Computerprogrammierung zu beginnen. Thomas Dohmke glaubt deshalb, dass er bis 2030, vielleicht sogar früher, mehr als eine Milliarde Softwareentwickler auf GitHub haben wird. 10 Prozent der Weltbevölkerung werden nicht nur einen Computer steuern, sondern auch in der Lage sein, Software zu erstellen, so wie wir Velo fahren. Wir alle, «Alte» und «Junge» könnten jetzt sofort eine brillante Idee haben: eine Website, eine Anwendung, ein cooles Computerspiel, ein tolles Lied, vielleicht sogar ein Heilmittel für irgendetwas.
Die Schleusen der Nerdigkeit haben sich weit geöffnet
Das bedeutet nicht, dass wir alle zu professionellen Softwareentwickler:innen werden, der Beruf der professionellen Softwareentwickler:innen wird auch nicht verschwinden. Es wird immer eine Nachfrage nach denjenigen geben, welche die grössten Softwaresysteme der Welt entwickeln und warten. Wir fügen jeden Tag Millionen von Codezeilen zu immer komplexeren Systemen hinzu und kommen mit der Wartung der bestehenden kaum hinterher. Wie bei jeder Infrastruktur auf dieser Erde brauchen wir echte Expert:innen für deren Unterhalt. Es geht darum, dass wir alle das leistungsstärkste System das wir haben, die menschliche Sprache, mit der Sprache einer Maschine verschmelzen. Und sehr bald wird das Erstellen von Software genauso einfach und unterhaltsam sein wie das Stapeln von LEGO-Bausteinen.
Wir «Alten» werden auch noch gebraucht
Auf die Frage, ob Menschen noch immer involviert sein müssen, oder werden diese KI-Systeme in der Lage sein, Software autonom zu entwickeln und zu warten, antwortet Thomas Dohmke, dass der Name «Copilot» aus einem bestimmten Grund gewählt wurde: Wir brauchen immer Piloten, die kreativ sind und entscheiden können, was zu tun ist. Es ist wie ein LEGO-Set. Auch wir «Alten» können dabei helfen, ein grosses Problem in kleinere Aufgaben, in kleine Bausteine zu zerlegen. Und dafür brauchen wir Systemdenker:innen. Menschen mit Erfahrung und Kompetenzen, die für die Orchestrierung dieser Systeme auf einer höheren Abstraktionsebene Verantwortung übernehmen.
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