Blog, Industrie 4.0

#252 – Neues Jahr, veränderte Ausgangslage

Pandemiebedingte Unruhe
Mitarbeitende auf der ganzen Welt sind unruhig und unterwegs. Sie haben viele Monate unter teilweise drastisch veränderten Bedingungen gearbeitet, und ihre Einstellung zur Arbeit hat sich geändert. Einige sind über die Anforderungen und Einschränkungen frustriert; andere sind von den flexibleren Arbeitsweisen inspiriert, die sie während der Pandemie entdeckt haben. Was auch immer der Grund sein mag, eine grosse Zahl von Menschen kündigen und sind auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Branchenübergreifend berichten Unternehmen über unablässige Abwanderung und leere Stühle. Dieser Trend scheint bei Technikern besonders ausgeprägt zu sein: Weil fortgeschrittene digitale Fähigkeiten so gefragt sind, haben «Spezialisten» noch mehr Möglichkeiten als zuvor – und sie wissen es. Im BCG Boston Consulting Group Newsletter vom 8. Dezember 2021 finden sich drei Vorschläge für Arbeitgebende aus allen Branchen. Die Beiträge der BCG-Partner, ursprünglich aus der Harvard Business Review, untersuchen die Voraussetzungen für Firmen um ihre Teams attraktiv zu gestalten, um Arbeitnehmende anzuwerben oder Talente dazu zu bringen, länger im Unternehmen zu bleiben.

Architekt Santiago Calatrava (71), Oculus, One World Trade in New York 2016. Bild: Raffaele Canepa New York Photography Awards 2021

Zeitgemässe Stellenbesetzung, auch mit «Alten»
Dieser Prozess beginnt mit dem Stellenbeschrieb und den gewünschten Fähigkeiten. Anstatt sich auf die traditionellen Texte zu verlassen, um die eierlegende Wollmilchsau zu finden, müssen KMU sich von der Masse unterscheiden. Auch «Alte» gehören ins Team, auf Augenhöhe mit den «jungen Wilden». Flexible Tage, Arbeitszeiten und Standorte sind nicht die einzigen Möglichkeiten, Potenzial zu erschliessen. Arbeitgebende können Talente aufbauen, indem sie ihre Mitarbeitenden, gerade die älteren, weiterqualifizieren und umschulen. Man kann Kompetenz auch kaufen, indem man Unternehmen erwirbt, welche die gesuchten Eigenschaften besitzen. Weiter kann man Talent ausleihen, indem man die wachsende «Gig Economy» nutzt – ein Arbeitsmarkt, der durch die Prävalenz von befristeten Arbeitsverträgen oder freiberuflichen Tätigkeiten im Gegensatz zu unbefristeten Arbeitsplätzen gekennzeichnet ist. Tatsächlich sind viele talentierte Menschen an flexiblen Jobs interessiert, die es ihnen ermöglichen, als Auftragnehmende zu arbeiten oder in einer allgemeinen Funktion einem Unternehmen beizutreten und dann auf spezifische Weise zu arbeiten, die ihren Fähigkeiten und ihrer Verfügbarkeit entspricht. Es ist eine Win-Win-Situation, auch für viele von uns «Alten», als Coach oder Mentoren.
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Führung mit Herz
Arbeitsplatzrichtlinien, welche Empathie und Respekt für die Mitarbeitenden demonstrieren, sind mehr denn je gefragt. In der Praxis zeigt sich immer wieder, wie wichtig eine gute Work-Life-Balance für unsere Arbeitszufriedenheit ist. Neben den Erwartungen an die Arbeitsleistung von Mitarbeitenden, ist deren Wohlergehen und das ihrer Familien ebenso wichtig. Flache Hierarchien und eine offene Kommunikation tragen zur sicheren Arbeitsumgebung bei und fördern Eigeninitiative und Kreativität. Entscheidungen zur Gestaltung neuer Arbeitsmodelle sollten auch im Team zur Sprache kommen, genauso wie innovative Ansätze für das Lernen am Arbeitsplatz. Mitarbeitende möchten auch zunehmend für Organisationen arbeiten, die ihre Positionen in sozialen und ökologischen Fragen unterstützen.
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Vertrauen in die Mitarbeitenden
Gemäss dem umfragebasierten Bericht «Decoding Global Ways of Working», wünschen die meisten Arbeitnehmenden Flexibilität im Job. Gerade seit der Pandemie zeigt sich, dass 89% der Menschen erwarten, zumindest zeitweise von zu Hause aus arbeiten zu können. Die Leute wollen nicht zu den alten Arbeitsweisen zurückkehren. Vor diesem Hintergrund müssen Arbeitgebende ein neues Modell annehmen, bei dem sie den Mitarbeitenden vertrauen, dass diese ihre Aufgaben erfüllen. Unternehmungen müssen sich auf Daten verlassen die zeigen, dass die neuen flexiblen Ansätze den Aufgabe gerecht werden, um die Planung zu leiten, und über die Zeitpläne hinausdenken, die einst die Arbeit diktierten.
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«kompetenz60plus.ch»
Mit unserer Erfahrung aus der analogen, zusammen mit Erkenntnissen aus der digitalen Welt, sind wir «Alten» gerne bereit, diese mit KMU’s oder im Team mit jungen Forschenden und Wissenschaftern auf Augenhöhe zu teilen. «kompetenz60plus.ch» ist ein Sammelbecken für kompetente Senioren, die sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft beteiligen wollen. Bitte bringen Sie sich ein und registrieren Sie Ihre Kompetenz kostenlos hier. Wir freuen uns auch über Ihre Kontaktnahme per Mail an: werner@kompetenz60plus.ch, oder hinterlassen Sie Ihren Kommentar weiter unten. Danke!

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA
Projektadministrator und Initiator


Ein Projekt «von uns. für uns.»
Web: kompetenz60plus.ch I Mail: werner@kompetenz60plus.ch I
Linkedin: kompetenz60plus.ch | facebook: wernerkruegger

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